In der Stadt fühlte sich Roy nicht wirklich wohl. Dieses hatte er seiner Gemahlin gegenüber, immer wieder erwähnt. Daher nimmt er eine Chance wahr und kauft sich ein Stück Land mit einer runter gekommenen Farm irgendwo in North Dakota. Ein verdammt billiger Deal macht es möglich dass er mit Frau und seinen beiden Kindern Chicago prompt den Rücken kehrt. Angekommen stehen der Familie viele Aufgaben bevor. Zum einen ist das Haus renovierbedürftig, zum anderen sollte die Ernte eingefahren werden, so dass ein wenig Geld in die leere Haushaltskasse kommt. Da ist es gerade recht das sich ein vermutlich Ortsansässiger namens John als Hilfsarbeiter anbietet. Während die Beiden ihrer Gartenarbeit nachgehen, bringt Denise seine Frau, das Landhaus in einem wohnhaften Zustand. Den beiden Kindern fällt die Eingewöhnung allerdings wesentlich schwerer, schließlich werden sie von bösen Geistern heimgesucht. Der weibliche Teenager Jess und der stumme Junge versuchen ihre Eltern zu warnen, aber sie stoßen immer wieder auf taube Ohren. Als auch die Vorboten des Bösen, die Raben das Grundstück umkreisen, scheint sich die Lage ernsthaft zu verschlimmern. Der Einzige der die ernsthafte Situation zu verstehen scheint ist John. Hat er etwa irgend etwas mit den Geistern im Haus zu tun?
Mit THE MESSENGERS versucht sich das Gebrüderpaar Pang den Weg nach Hollywood zu ebnen. Davor waren sie vor allem in ihrer Heimat Hong Kong als Regisseure erfolgreich. Unter ihnen entstanden Filme wie THE EYE, RE-CICLE und AB-NORMAL BEAUTY. Jeder von den Erwähnten kann das Duo durchaus als zählbaren Erfolg vorweisen. Mit diesem 2007 entstandenen Projekt versuchen sie den typisch asiatischen Geisterfilm mit klassischen Horror zu verknüpfen. Sam Raimi fand diese Idee derart spannend dass er sofort die Produktion übernahm. Mittlerweile wurde bekannt das die Staaten die neue vermischte Form mag, denn THE MESSENGERS stellte sich an den Kinokassen als finanzieller Gewinn heraus. Danny und Oxide Pang wurde darauf hin sogar ein weiteres Werk vorgeschlagen. Sie sollen ihren größten Erfolg, THE EYE nach Hollywood transportieren. Sie nahmen dankend an, und somit steht einem weiteren Remake, das 2009 erscheinen soll, nichts mehr im Wege.
Dass das amerikanische Publikum einen sonderbaren Geschmack besitzt, ist mit Sicherheit keine Neuigkeit. Damit haben wir uns Europäer längst abgefunden. Aber das THE MESSENGERS an den Kinokassen angenommen wurde verwundert doch sehr. Denn diese Mischkulanz zweier unterschiedlichen Stilrichtungen passen nur begrenzt zusammen. Die asiatische Form wirkt doch getragen und fast langsam. Die westliche Form ist radikal schneller und beides zusammen ergeben Diskrepanzen der besonderen Art. Die Darsteller müssen ihre Sprache eindämmen und wie in einem Drama agieren. Sie dürfen ihre Fähigkeiten, die sie wahrscheinlich sogar besitzen, nicht ausspielen und müssen sie unterdrücken. Bei Asiaten wäre dieses Verhalten ein normales Vorgehen, aber Personen aus einem westlichen Land würden definitiv anders reagieren. Die asiatischen Effekte sind spätestens seit JU-ON abgenützt, und sollte man nicht noch mehr ausreizen.
Die zweite Schwäche des Films ist seine einfältige Geschichte. Sie ist selten spannend und in jeder Sekunde vorhersagbar. Fast auf Kommando könnte der Besucher seine Vorahnung kundtun und spätestens eine Szene später Applaus wegen seiner seherischen Fähigkeiten kassieren. Außerdem versuchen die Regisseure eine Hommage an diverse Altmeister des Horrorgenre zu setzen um damit ihrer Ehre Ausdruck zu verleihen. Die Herren Hitchcock und Kubrick würden sich im Grabe umdrehen, müssten sie diese missglückten Passagen sehen. Insgesamt bietet THE MESSENGERS ein pout-purrie gutgemeinter Peinlichkeiten. Die einzige Unterhaltung die einem fassungslosen Zuseher den Film erträglich macht, ist die Tatsache, dass es zuhauf ungewollte Lacher gibt. Dieser unfreiwilligen Komik ist es zu verdanken dass in diesem Fall ein 84 minütiger Film nicht viel zu lang erscheint.
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