Inhalt: Der Filmstudent Jason, seine Freundin Debra und ein aus Mitstudenten bestehendes Filmteam drehen in den Wäldern Pennsylvanias einen Horrorfilm für ihre Uni, als im Radio erste Meldungen von wiederauferstehenden Toten laufen. Verzweifelt und verängstigt versucht die Gruppe, sich zu ihren Familien und Freunden durchzuschlagen. Doch Jason beschäftigt ein ganz anderes Problem: Weil er die Verlogenheit der Berichterstattung anprangert, lässt er auf der Flucht vor den Untoten gnadenlos seine Kamera mitlaufen und dokumentiert den Angriff der Zombies, um sie später über das Internet der Allgemeinheit zugänglich zu machen.
Kritik: Der nach meiner Meinung schwächste Teil von George A. Romero's „...of the Dead“ Reihe. Ach ja, auch wenn ich „Diary of the Dead“ für den schwächsten Vertreter dieser Reihe halte, so ist er keineswegs völlig schlecht!
Dieser Film passt einfach überhaupt nicht zu den sonstigen Werken vom Altmeister der Zombies. Der dokumentarische Filmstil a la „[Rec]“ wurde in meinen Augen nicht so gut umgesetzt, wie es eben bei „[Rec]“ und „[Rec] 2“ gemacht wurde. Um zu funktionieren, benötigt man bei dem dokumentarischen Filmstil eine extrem klaustrophobische Atmosphäre und dauerhafte Spannung. Ein paar Schockmomente sind ebenfalls wichtig, da man durch die Handkamera ständig mitten im Geschehen ist und so die Schocks quasi hautnah mitbekommt. Leider sind diese Punkte bei „Diary of the Dead“ nicht so fantastisch gelungen wie bei den beiden „[Rec]“ Teilen.
Ich frage mich wirklich, wieso George A. Romero so sehr von seinem Stil abgerückt ist. Gerade was Atmosphäre und Spannung betrifft, fehlt hier doch sehr viel im Gegensatz zu allen Vorgängern. Die Handlung plätschert streckenweise nur so dahin und kann keine dauerhafte Spannung aufbauen. Viel zu oft gibt es Leerlauf, wodurch der Spannungsbogen stets wieder zusammenbricht. Potential hätte der Film in Punkto Spannung und Atmosphäre gehabt, es wurde jedoch leider nicht so perfekt umgesetzt, wie eben bei „[Rec]“. Auch wenn noch viel Luft nach oben vorhanden ist, so gibt es dennoch eine ganze Reihe sehr guter Szenen. Eines der Hauptprobleme ist aber eindeutig, daß gerade die Spannung nicht auf einem konstant hohen Level bleibt, sondern viel zu häufig unterbrochen wird.
Das in meinen Augen schwerwiegenste Problem ist allerdings, daß der Film viel zu unspektakulär und blutarm ist. Betrachtet man die vorherigen Werke von Romero („Night of the living Dead“ mal ausgenommen), so fehlt diesmal doch eine große Portion Härte. Größtenteils gibt es nur Headshots zu sehen. Härtere Szenen sind rar und dann auch noch fast ausschließlich am Computer generiert worden. Ich habe nichts gegen gut gemachte CGI-Effekte, doch erwarte ich vom Altmeister auch einen angemessenen Anteil Handarbeit!
Vielleicht hat sich Romero zu sehr darauf konzentriert, eine deutliche Medienkritik in seinem Film zum Ausdruck zu bringen. Das ist ihm zwar einigermaßen gelungen, wenn auch mit einigen Fragezeichen, die Hauptstory bleibt aber recht flach.
Ich frage mich bei der Story auch, wie sie in die bisherige Reihe der „...of the Dead“ Filme einzuordnen ist. Die vier Vorgänger kann man ja ohne Zweifel als Quadrilogie sehen, da sie zwar nicht direkt aufeinander aufbauen, jedoch eine gewisse Linie zu erkennen ist. „Diary of the Dead“ passt plötzlich nicht mehr in diese Reihe, da hier plötzlich wieder vom Erstausbruch der Seuche berichtet wird. Von der Story her gesehen müsste es also quasi der erste Teil sein, wobei er dann eigentlich in den 1960er Jahren spielen müsste. Hmm...es kann natürlich auch sein, daß Romero die „erste“ Quadrilogie tatsächlich mit „Land of the Dead“ abgeschlossen hat und nun eine neue Reihe beginnen wollte (mit „Survival of the Dead“ gibt es ja schon einen Nachfolger).
Zumindest bleibt sich Romero bei der Darstellung „seiner“ Zombies treu. Sie sind noch immer langsam, plump und relativ unbeholfen. Dies ist auch ein Punkt, der für mich darauf schliessen läßt, daß er mit diesem Film einen neuen Anfang bzw. eine neue Reihe gestartet hat. In den vier Vorgängern lernten die Zombies immer ein wenig dazu, wobei einzelne sogar gewisse Führungsqualitäten oder andere Fähigkeiten erlernten.
Bewertung: Für mich als eingefleischter Romero-Fan, ist „Diary of the Dead“ schon eine kleine Enttäuschung. Ich habe den Film nun schon mehrfach gesehen und mein Eindruck hat sich dabei nicht wesentlich verändert. Er bietet zwar recht kurzweilige Unterhaltung, mit etwas Leerlauf, kann aber qualitativ nicht mit seinen Vorgängern mithalten! Das verschenkte Potential macht den Film unspektakulär. Wirklich schlecht ist er nicht, kommt aber auch nicht über gutes Mittelmaß hinaus. Meine Wertung ist vielleicht sogar etwas zu hoch gegriffen, ist aber der Tatsache geschuldet, daß ich nunmal Romero-Fan bin!
6,5-7/10 Punkte
Als eine Gruppe Filmstudenten in einem Abgelegenden Wald einen Film drehen für Abschluß eines Projektes können sie noch nicht Ahnen was kurze Zeit später. Passieren würde. Tote stehen wieder auch und greifen die Lebenden an. So macht sich die Gruppe auf zu ihren Familien. Immer mit dabei die Kamera die alles Aufzeichnet.
Georg a. Romereo hat vor gut 40 Jahren den Moderen Zombiefilm erschaffen und nun 40 Jahre Später, beginnt er mit einer neuen Generation. War die Alte Trilogie immer nah am Politischen geschehen und immer Kritik am Krieg oder Konsum verhalten der Menschen. So ist Diary of the Dead starke Kritik an den Modernen Medien, alles wird gezeigt, doch meist nie so wie es geschehen ist. Alles wird verschönert oder Ausgebeutet. Die modernen Medien dienen als Austausch Platform, so werden im Internet Regelmäßig das erlebte und gefilmte hoch geladen und gezeigt, mit anderen Mutigen ausgetauscht.
Da stellt man sich als Zuschauer natürlich die Frage, wie verkommen sind wir, glauben wir wirklich nur noch was Man uns im TV und Internet zeigt (man nehmen nur den Verschwörungsschund zum 11.09.01, alles fand seinen Weg im Internet und Menschen glauben es). Auch die Frage kommt auf, haben wir es eigentlich verdient noch zu Leben oder sind Lebenden Toten vielleicht doch die besseren Menschen geworden.
Klar werden die Hardcore Splatterkiddys rum meckern, das die Effekte zu wenig sind. Dennoch gibt es wirklich ein Paar Heftige Effekte zu sehen, diese sind zum größten Teil CGI Effekte, als keine Handarbeit, dies passt aber auch perfekt in die Moderne Welt. Wann sah man wirklich ein Reporter in den Nachrichten wirklich von vor Ort Berichten. Meist stehen sie vor einem Blue- oder Greenscreen und der Hintergrund wird per Computer eingefügt.
„Diary of the Dead“ der neue Anfang vom Ende. Starke Medienkritik gibt es dieses. Es ist klasse Zombiefilm, auch wenn die Zombies hier nur Nebendarsteller sind. Es geht halt um die Wahrheit zeigen und verbreiten. Also glaubt nicht alles was euch im TV und Internet gezeigt wird. Man kann alles zusammen schneiden und so etwas neues schaffen.
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