Diary of the Dead

  • Informationen zum Film
  • Diary of the Dead

  • Originaltitel:
    Diary of the Dead
    Genre:
    Horror, Sci-Fi
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2007
  • Cast & Crew
  • Regie:
    George A. Romero
    Drehbuch:
    George A. Romero
    Musik:
    Norman Orenstein
    Darsteller:
    Shawn Roberts, Joe Dinicol, Gregory Nicotero, Boyd Banks, R.D. Reid, Daniel Kash, Tatiana Maslany, Matt Birman, Ron Payne, George Buza, Martin Roach, Tino Monte, Chris Violette, Alan Van Sprang, Nick Alachiotis, Joshua Close, Laura DeCarteret, Scott Gibson, Michelle Morgan, Amy Ciupak Lalonde, Scott Wentworth, Philip Riccio, Todd Schroeder, Megan Park, Donna Croce, Jamie Bloch, Kyle Glencross, Janet Lo, Jak Birman, Trish Adams
  • Inhalt

  • Von den sonderbaren Ereignissen bekommt ein ambitioniertes Filmteam samt Darsteller vorerst gar nichts mit, als sie mit einem Wohnwagen inmitten eines Waldes einen No Budget Film drehen wollen. Es soll ein Projekt für das College entstehen und dafür haben sich die Verantwortlichen das Horror Genre ausgesucht. Daher wird erstmal eine spezielle Szene geprobt. Die Mumie soll die geflohene Schöne durch das Dickicht verfolgen und schließlich auf schreckliche Weise töten. Als sie wegen diverser Unklarheiten das Szenario diskutieren, vernehmen sie im Radio etwas von echten Zombies, die sich auf Pennsylvanias Straßen aufhalten. Erst können sie das eben gehörte nicht glauben und begreifen die Ernsthaftigkeit der Lage nicht im geringsten. Doch als sie die Heimreise antreten wollen, säumen erste Untote ihren Weg. Schnell wird ihnen klar dass sie sich in keinen Film, sondern in der Realität befinden. Jason, der Regisseur und Kameramann, begreift das die Realität zu filmen attraktiver ist als jede Inszenierung. Von nun an hält er seine Kamera am laufen und filmt jede für ihn spektakuläre Szene. Mit nur einer Waffe beladen, erlebt das Team einen dokumentarischen Albtraum aus dem es kein Erwachen mehr gibt. Oder möglicher Weise doch ??

  • Filmkritik

  • George A. Romero darf sich berechtigter Weise als König aller Zombies nennen. Seit Anbeginn seiner Karriere beschäftigt sich der unerschrockene Filmemacher mit der Materie der wandelnden Toten. Sein Erstlingswerk entstand 1968 unter dem Titel NIGHT OF THE LIVING DEAD und sorgte schon damals für Aufsehen. Nachahmer, die es seit je her gibt, schafften es nicht seine Intensität zu erreichen. George machte es besser als er exakt zehn Jahre später seinem Genre getreu ein Meisterwerk für seine Fans erschuf. DAWN OF THE DEAD gilt noch heute als Paradebeispiel für eine tadellose Ausführung seiner Art. Knapp 30 Jahre später gilt er noch immer als bester Zombiefilm aller Zeiten. DAY OF THE DEAD und LAND OF THE DEAD folgten in unregelmäßigen Abständen und waren qualitativ auf ähnlichem Niveau. Leider verstand es George nicht außerhalb seiner Reihe Unvergessliches zu erschaffen. Aber braucht man von einem Mann der für diese Serie verantwortlich ist, anderes ? 2007 wagt der Regisseur, sein Lieblingsthema in eine für ihn neue Weise zu realisieren. Statt Analog folgt Digital und anstelle von schweren unbeweglichen Kameras die kleinen Digicams. Scheinbar gefiel ihm das dabei entstandene Produkt, DIARY OF THE DEAD so gut, das für 2009 eine Fortsetzung geplant ist.

    Leider können diese Veränderungen und Abweichungen die hochgeschätzte Qualität seiner Vorgänger nicht halten. Durch diese BLAIR WITCH PROJECT Anleihen erhält der Film einen billigen Touch, obwohl er preislich in der selben Liga wie LAND OF THE DEAD spielt. Auch seine berühmte und immer vorhandene Atmosphäre geht hier großteils verloren. Zu viel Kritik auf einmal ? Dabei wurde das größte Manko noch gar nicht erwähnt. Die so genannten Gore Szenen, die in allen anderen Romero Filmen blutig echt aussehen wurden hier ebenfalls mit Spezialeffekten untermauert. Das Ergebnis erinnert mehr an ZATOICHI, DER BLINDE SAMURAI, und passt in keinen Moment in ein Romero Werk. Dass DIARY OF THE DEAD es trotzdem schafft ein Publikum zu unterhalten, so dass keiner richtig enttäuscht den Saal verlässt, kann nicht klar definiert werden. Wahrscheinlich stellt dem Liebhaber allein das Thema zufrieden. Oder hat Romero trotz geringerer Atmosphäre seine ganze Energie so in den Film gepackt das der Fan dieses Engagement spürt ? Sicher ist das DIARY OF THE DEAD einen enormen Status an Intensität besitzt und damit an einigen Stellen richtig spannend wird. Das ist zwar wieder ein Beispiel was dieser besprochene Film mit BLAIR WITCH PROJECT gemein hat, aber dass darf man ihn nicht zur Last legen. Als weiterer positive Punkt sei bemerkt das Romero für diesen Film die alleinige Verantwortung trägt und sich an keinerlei Vorgaben halten musste. Daher gibt es durchaus kritische Ansätze im Drehbuch zu erkennen das im Wesentlichen die Medienwelt trifft. Die Seitenhiebe dahingehend erweisen sich, wenn auch sarkastisch, als durchaus angebracht. Des weiteren sei zusagend bemerkt das sich die Geschichte völlig untypisch darstellt. Es ist in dem gesamten Film nicht klar wer eigentlich die tragende Rolle spielt, und wer der Hauptdarsteller sein könnte. Hat man ihn gefunden gibt es ihn möglicher Weise schon gar nicht mehr und die Suche geht weiter. Das hat sicher seinen Reiz und Insider werden bemerken das ein gewisser Dario Argento in manchen seiner Filme ähnlich agierte.

    Die Darsteller sind allesamt von unbekannter Erscheinung. Aber das geht konform mit der Art Film, mit dem wir es hier zu tun haben. Es passt das jeder einzelne Schauspieler derweilen etwas laienhaft wirkt. Das gibt DIARY OF THE DEAD noch zusätzlich eine dokumentarische Note. Es kann durchaus sein das George A. Romero viel Raum für Interpretationen gelassen hat um dieses Zweitgenre zweckgemäß zu bedienen. Eine nette Idee für alle Fans dieser Gattung gilt es hier zu vermelden. George hat diverse Kollegen einen Auftritt verschafft in dem sie allesamt Nachrichtensprecher spielen. Leider gibt es einige von ihnen nur zu hören, daher gilt es für diesen Fall in eine englischsprachige Vorstellung zu gehen. Quentin Tarantino, Wes Craven, Stephen King, Guillermo del Toro und Simon Pegg geben sich die Ehre.

    Fazit;

    Es ist immer schön etwas neues von Altmeister George A. Romero sehen zu dürfen, wenngleich in DIARY OF THE DEAD das Niveau etwas niedriger eingestuft werden muss. Blut, das aus dem Computer kommt, und nervöse amateurhafte Bilder sind Bestandteile die man von einem Romero nicht unbedingt gewöhnt ist.
  • Kurz Kritik
  • Story
    2,5
    Musik:
    3,0
    Unterhaltung:
    3,5
    Anspruch:
    1,0
    Spannung:
    3,5
    Darsteller:
    2,5
    Gesamt:
    3,0
    Verfasst von:
    Richard Lammel

Kommentare

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User Kritiken

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Inhalt: Der Filmstudent Jason, seine Freundin Debra und ein aus Mitstudenten bestehendes Filmteam drehen in den Wäldern Pennsylvanias einen Horrorfilm für ihre Uni, als im Radio erste Meldungen von wiederauferstehenden Toten laufen. Verzweifelt und verängstigt versucht die Gruppe, sich zu ihren Familien und Freunden durchzuschlagen. Doch Jason beschäftigt ein ganz anderes Problem: Weil er die Verlogenheit der Berichterstattung anprangert, lässt er auf der Flucht vor den Untoten gnadenlos seine Kamera mitlaufen und dokumentiert den Angriff der Zombies, um sie später über das Internet der Allgemeinheit zugänglich zu machen.


Kritik: Der nach meiner Meinung schwächste Teil von George A. Romero's „...of the Dead“ Reihe. Ach ja, auch wenn ich „Diary of the Dead“ für den schwächsten Vertreter dieser Reihe halte, so ist er keineswegs völlig schlecht!
Dieser Film passt einfach überhaupt nicht zu den sonstigen Werken vom Altmeister der Zombies. Der dokumentarische Filmstil a la „[Rec]“ wurde in meinen Augen nicht so gut umgesetzt, wie es eben bei „[Rec]“ und „[Rec] 2“ gemacht wurde. Um zu funktionieren, benötigt man bei dem dokumentarischen Filmstil eine extrem klaustrophobische Atmosphäre und dauerhafte Spannung. Ein paar Schockmomente sind ebenfalls wichtig, da man durch die Handkamera ständig mitten im Geschehen ist und so die Schocks quasi hautnah mitbekommt. Leider sind diese Punkte bei „Diary of the Dead“ nicht so fantastisch gelungen wie bei den beiden „[Rec]“ Teilen.

Ich frage mich wirklich, wieso George A. Romero so sehr von seinem Stil abgerückt ist. Gerade was Atmosphäre und Spannung betrifft, fehlt hier doch sehr viel im Gegensatz zu allen Vorgängern. Die Handlung plätschert streckenweise nur so dahin und kann keine dauerhafte Spannung aufbauen. Viel zu oft gibt es Leerlauf, wodurch der Spannungsbogen stets wieder zusammenbricht. Potential hätte der Film in Punkto Spannung und Atmosphäre gehabt, es wurde jedoch leider nicht so perfekt umgesetzt, wie eben bei „[Rec]“. Auch wenn noch viel Luft nach oben vorhanden ist, so gibt es dennoch eine ganze Reihe sehr guter Szenen. Eines der Hauptprobleme ist aber eindeutig, daß gerade die Spannung nicht auf einem konstant hohen Level bleibt, sondern viel zu häufig unterbrochen wird.

Das in meinen Augen schwerwiegenste Problem ist allerdings, daß der Film viel zu unspektakulär und blutarm ist. Betrachtet man die vorherigen Werke von Romero („Night of the living Dead“ mal ausgenommen), so fehlt diesmal doch eine große Portion Härte. Größtenteils gibt es nur Headshots zu sehen. Härtere Szenen sind rar und dann auch noch fast ausschließlich am Computer generiert worden. Ich habe nichts gegen gut gemachte CGI-Effekte, doch erwarte ich vom Altmeister auch einen angemessenen Anteil Handarbeit!

Vielleicht hat sich Romero zu sehr darauf konzentriert, eine deutliche Medienkritik in seinem Film zum Ausdruck zu bringen. Das ist ihm zwar einigermaßen gelungen, wenn auch mit einigen Fragezeichen, die Hauptstory bleibt aber recht flach.
Ich frage mich bei der Story auch, wie sie in die bisherige Reihe der „...of the Dead“ Filme einzuordnen ist. Die vier Vorgänger kann man ja ohne Zweifel als Quadrilogie sehen, da sie zwar nicht direkt aufeinander aufbauen, jedoch eine gewisse Linie zu erkennen ist. „Diary of the Dead“ passt plötzlich nicht mehr in diese Reihe, da hier plötzlich wieder vom Erstausbruch der Seuche berichtet wird. Von der Story her gesehen müsste es also quasi der erste Teil sein, wobei er dann eigentlich in den 1960er Jahren spielen müsste. Hmm...es kann natürlich auch sein, daß Romero die „erste“ Quadrilogie tatsächlich mit „Land of the Dead“ abgeschlossen hat und nun eine neue Reihe beginnen wollte (mit „Survival of the Dead“ gibt es ja schon einen Nachfolger).

Zumindest bleibt sich Romero bei der Darstellung „seiner“ Zombies treu. Sie sind noch immer langsam, plump und relativ unbeholfen. Dies ist auch ein Punkt, der für mich darauf schliessen läßt, daß er mit diesem Film einen neuen Anfang bzw. eine neue Reihe gestartet hat. In den vier Vorgängern lernten die Zombies immer ein wenig dazu, wobei einzelne sogar gewisse Führungsqualitäten oder andere Fähigkeiten erlernten.


Bewertung: Für mich als eingefleischter Romero-Fan, ist „Diary of the Dead“ schon eine kleine Enttäuschung. Ich habe den Film nun schon mehrfach gesehen und mein Eindruck hat sich dabei nicht wesentlich verändert. Er bietet zwar recht kurzweilige Unterhaltung, mit etwas Leerlauf, kann aber qualitativ nicht mit seinen Vorgängern mithalten! Das verschenkte Potential macht den Film unspektakulär. Wirklich schlecht ist er nicht, kommt aber auch nicht über gutes Mittelmaß hinaus. Meine Wertung ist vielleicht sogar etwas zu hoch gegriffen, ist aber der Tatsache geschuldet, daß ich nunmal Romero-Fan bin!

6,5-7/10 Punkte

geschrieben am 05.11.2011 um 21:37

Als eine Gruppe Filmstudenten in einem Abgelegenden Wald einen Film drehen für Abschluß eines Projektes können sie noch nicht Ahnen was kurze Zeit später. Passieren würde. Tote stehen wieder auch und greifen die Lebenden an. So macht sich die Gruppe auf zu ihren Familien. Immer mit dabei die Kamera die alles Aufzeichnet.

Georg a. Romereo hat vor gut 40 Jahren den Moderen Zombiefilm erschaffen und nun 40 Jahre Später, beginnt er mit einer neuen Generation. War die Alte Trilogie immer nah am Politischen geschehen und immer Kritik am Krieg oder Konsum verhalten der Menschen. So ist Diary of the Dead starke Kritik an den Modernen Medien, alles wird gezeigt, doch meist nie so wie es geschehen ist. Alles wird verschönert oder Ausgebeutet. Die modernen Medien dienen als Austausch Platform, so werden im Internet Regelmäßig das erlebte und gefilmte hoch geladen und gezeigt, mit anderen Mutigen ausgetauscht.

Da stellt man sich als Zuschauer natürlich die Frage, wie verkommen sind wir, glauben wir wirklich nur noch was Man uns im TV und Internet zeigt (man nehmen nur den Verschwörungsschund zum 11.09.01, alles fand seinen Weg im Internet und Menschen glauben es). Auch die Frage kommt auf, haben wir es eigentlich verdient noch zu Leben oder sind Lebenden Toten vielleicht doch die besseren Menschen geworden.

Klar werden die Hardcore Splatterkiddys rum meckern, das die Effekte zu wenig sind. Dennoch gibt es wirklich ein Paar Heftige Effekte zu sehen, diese sind zum größten Teil CGI Effekte, als keine Handarbeit, dies passt aber auch perfekt in die Moderne Welt. Wann sah man wirklich ein Reporter in den Nachrichten wirklich von vor Ort Berichten. Meist stehen sie vor einem Blue- oder Greenscreen und der Hintergrund wird per Computer eingefügt.

„Diary of the Dead“ der neue Anfang vom Ende. Starke Medienkritik gibt es dieses. Es ist klasse Zombiefilm, auch wenn die Zombies hier nur Nebendarsteller sind. Es geht halt um die Wahrheit zeigen und verbreiten. Also glaubt nicht alles was euch im TV und Internet gezeigt wird. Man kann alles zusammen schneiden und so etwas neues schaffen.

geschrieben am 16.07.2011 um 11:53

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Wertung: 7,4/10 | Wertungen: 9 | Kritiken: 2