Pünktlich zur Vorweihnachtszeit dürfen wir uns mit herzlichen Grüßen aus Hollywood eines zeitlich angepassten Film erfreuen. So sei es auch dieses Jahr. Regisseur David Dobkin, der mit Komödien wie DIE WEDDING CRASHER oder SHANGHAI KNIGHTS erfolgreiche Produkte ablieferte, probiert es diesmal mit einem frechen Weihnachtsfilm. Die Idee zu DIE GEBRÜDER WEIHNACHTSMANN entstand als die achtjährige Tochter einer Produzentin nach der Familie von Santa Claus fragte. Sofort setzte sich diese Frage ins Gehirn der Filmemacherin. Der Funke zündete und der böse Bruder Fred wurde geboren. Dobkin gefiel die Sichtweise der Geschichte. Als Erstgeborener ist man das einzig Wichtigste der Eltern. Wenn das Zweite das Licht der Welt erblickt, rückt der Ältere ungewollt in den Hintergrund. Das führt zwangsläufig zu Komplikationen, vor allem wenn es sich um die Familie Claus handelt.
FRED CLAUS, so der Originaltitel, stellt sich als gediehener und durchaus schnurriger Film heraus. Sowohl ein Weihnachtsgegner als auch ein Liebhaber dieser Jahreszeit wird seinen Part darin finden. Es ist völlig nachvollziehbar wenn die immer gleich klingenden Melodien das Ohr betäuben und man ein Gräuel in sich heranzüchtet. Andererseits können die Lieder im richtigen Moment den Mensch sofort in eine warme und herzliche Stimmung versetzen. Für beide Parteien wird also eine unterhaltsame Kost geboten. Dabei ist Fred ein ungewöhnlicher Held. Er wirkt sympathisch obwohl er der Gegenspieler vom Weihnachtsmann ist. Möglicher Weise fällt es leichter sich in eine nicht perfekte Person hinein zu versetzen. Antihelden besitzen nun mal eine gewisse Anziehungskraft. Höhepunkt des Films ist, als sich Fred einsichtig zeigt und einer Beihilfegruppe anschließt. Darin befinden sich Männer deren Brüder berühmt sind. Wer alles dieser Gruppe angehört wird an dieser Stelle nicht verraten. Aber diese Sequenzen erweisen sich als die Lachnummer und hätte sich getrost noch wesentlich länger gestalten können. Aber auch außerhalb dieser Szene wird der Besucher einige Male herzhaft lachen können und sich ein wenig auf die kommende, besinnliche Zeit einstimmen.
Vince Vaughn verkörpert Fred auf für ihn typische Weise. Außerdem tritt er bei dem Projekt noch als Co Produzent auf. Vince, der schon bei THE WEDDING CRASHER mit Regisseur David Dobkin zusammen arbeiten durfte, gibt bei dieser Performance seine komödiantische Ader erneut zu erkennen. Bemerkbar ist, dass er bei den Dreharbeiten sichtlichen Spaß mit seinem Schauspielkollegen Paul Giamatti gehabt haben muss. Denn die Chemie der beiden stimmt und das ist bei dem Genre enorm von Vorteil. Der eben erwähnte Paul mimt Santa Claus in gewichtiger Natur. Leider hat es das Script nicht sehr gut mit ihm gemeint, denn die besseren Zeilen wurden eindeutig für Vince geschrieben. Trotzdem verschenkt er massenweise Sympathiepunkte und hilft so dem Projekt. Weiters auf der Besetzungsbank von DIE GEBRÜDER WEIHNACHTSMANN befinden sich Größen wie Miranda Richardson, Rachel Weisz, Kevin Spacey die köstliche Kathy Bates, sowie die Truppe der Beihilfegruppe bekanntere Brüder.
Fazit:
Wer von langen Spaziergängen im Schnee und niedrigen Temperaturen genug hat, sollte sich mit diesem Film DIE GEBRÜDER WEIHNACHTSMANN aufwärmen. Es ist die optimale Art einen gemütlichen Nachmittag “ Innen “ zu verbringen. Und nach dem Film mit gewonnener Laune und etwas Vorfreude auf das Christkind den Heimweg antreten.
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