Der Film WARUM MÄNNER NICHT ZUHÖREN UND FRAUEN SCHLECHT EINPARKEN liegt dem gleichnamigen Buch aus dem Jahre 2000 zu Grunde. Das amerikanische Ehepaar Allan und Barbara Pease sind die wohl bekanntesten Kommunikationstrainer der USA und wollen ihr literarisches Werk als Ratgeber verstanden wissen. Das und ihr Nachfolgeroman WARUM MÄNNER LÜGEN UND FRAUEN IMMER SCHUHE KAUFEN gelten als internationale Bestseller und ging allein in Deutschland mehr als fünf Millionen Mal über den Ladentisch. Allan und Barbaras Werke entsprechen in Fachkreisen als kontrovers und abwechslungsreich zugleich. Sie finden ein Gespür für aktuelle Einsichten in unsere Zeit. Sie präsentieren uns in unterhaltsamer Form immer eine Antwort, warum Männer und Frauen so differenziert ticken.
Als Regisseur für geistreiche Komödien hat sich Leander Haußmann bereits einen Namen gemacht. SONNENALLEE, HERR LEHMANN oder NVA dürfen sich allesamt in üblicher „ Haußmannskost „ präsentieren. Doch dieses Männer vs. Frauen Werk klappt nur bedingt. Denn das Thema um das es sich rundum dreht, wirkt verbraucht. Zu viele deutsche Kabarettisten bedienen sich dieses Stoffes auf mehr oder weniger witziger Weise. Zugegeben besitzt der Film einige Passagen über die der Zuseher aus tiefster Seele lachen kann. Dennoch stellt sich nach einiger Zeit der berüchtigte Abnützungsfaktor ein. Eventuell könnte es auch daran liegen dass der hier schreibende Kritiker sich als ein Männlicher herausstellt und seine Gattung wesentlich schlechter wegkommt. Aber möglicher Weise hat sich der Selbige bei manchen Themen einfach nur ertappt gefühlt. Wie auch immer; WARUM MÄNNER NICHT ZUHÖREN UND FRAUEN SCHLECHT EINPARKEN verfügt über keine Besonderheit und wird somit mit einer durchschnittlichen Charakteristik bewertet.
Benno Führmann und Jessica Schwarz mimen mit sichtlichem Spaß an der Sache das Liebespaar Jan und Katrin. Benno wirkt souverän in seiner Gestaltung der Rolle. Jessica gleicht ihr spielerisches Defizit mit ihrem attraktiven Äußeren aus. Sie sind ein Paar das vergnüglich anzusehen ist, wobei die Chemie zwischen den Beiden an so manchen Stellen nicht perfekt passt. Derweilen verspürt der Betrachter das Gefühl die Protagonisten jede Sekunde beim Lachen zu ertappen. Eine professionelle Darbietung speziell bei Jessica lässt dadurch geringfügig zu wünschen übrig. Das Highlight, wie nicht anders zu erwarten, sind die zahlreichen Auftritte des großartigen Uwe Ochsenknecht. Er verkörpert den Weltenfummler Jonathan Armbruster mit einem genialen Schmäh, so dass sich seine Aufführungen als höchst sehenswert gestalten. Diese Passagen heben sich angenehm von den weiteren ab und geben dem Film doch eine gewisse Würze. Erwähnenswert ist das die Filmmusik von niemand geringerem als James Last beigesteuert wird. Wer diese Art Musik mag darf sich auf seine Kompositionen sowie seiner individuellen Umsetzung erfreuen.
Fazit:
Leander Haußmanns neuester Film ist zugegebener Maßen keine Komödie die in tiefen Gefilden dümpelt. Dennoch bleibt beim Sehen kein bleibender Eindruck haften, da er zu wenig wirklich Humoristisches bietet. Ein paar Mal darüber Grinsen reicht leider nicht aus um eine bessere Bewertung rechtfertigen zu können.
Kommentare
Um einen Kommentar verfassen zu können müssen Sie sich einloggen. Sollten Sie noch keinen DVD-Forum.at Account haben, registrieren Sie sich bitte hier.