Verwünscht / Enchanted

  • Informationen zum Film
  • Verwünscht / Enchanted

  • Originaltitel:
    Enchanted
    Genre:
    Komödie, Romanze, Familie, Fantasy, Musical
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2007
    Kinostart Österreich:
    13.12.2007
    Kinostart Deutschland:
    20.12.2007
    Kinostart USA:
    21.11.2007
  • Inhalt

  • Giselle, die in ihrem animierten Paradies lebt, begehrt nichts sehnsüchtiger, als einen Traumprinzen zu begegnen. Sie lebt in friedlicher Harmonie mit den Tieren des Waldes. Sie singt, tanzt und ist richtig glücklich. Denn ihr Angebeteter tritt, wenn gleich auf unehrliche Weise, in ihr Leben. Doch kaum gefunden, werden sie auch wieder getrennt. Königin Narissa spielt ihr abscheuliches Spiel und verbannt Giselle in die Realität, inmitten New York. Aus der Kanalisation, auf die Straße, im regen Verkehr findet sich die junge naive Frau wieder. Sie weiß nicht wie ihr geschieht, denn vor einigen Sekunden war ihre Welt noch in Ordnung. Orientierungslos und völlig überfordert sucht sie am Times Square nach ihrem Schloss. Als sie im starken Regen beginnt ihren Mut zu verlieren taucht per Zufall der Scheidungsanwalt Robert mit seiner Tochter Morgan auf. Sie nehmen die verwirrte Giselle mit samt ihren riesigen Brautkleid für eine Nacht auf. Nichtsahnend das sich die Beiden damit jede Menge Trouble aufladen, denn sowohl der Prinz als auch Helfer der bösen Königin haben bereits die Verfolgung aufgenommen.

  • Filmkritik

  • Kevin Lima ist in den Walt Disney Studios ein wohlbekannter Mann. Er gilt sowohl als Regisseur, als auch als Autor als ungewöhnliches Talent. Sein Film Debüt gab Kevin 1995 mit A GOOFY MOVIE. Danach durfte er an Seite des wesentlich bekannteren Chris Buck TARZAN mit inszenieren. Als Drehbuchautor arbeitete Kevin unter anderem 1992 an ALADDIN. ENTCHANTED - VERWÜNSCHT ist nach 102 DALMATINER sein, wenn man so will, zweiter Realfilm. Er vermischt hier den alten Zeichentrickfilm mit einem Realfilm. Was ihn ohne Frage originell macht ist die Tatsache das Dinge die in der Animation funktionieren, eins zu eins übertragen werden. Dadurch entsteht ein gewisser Witz dem man nicht verleugnen kann. Wenn Giselle in der Realwelt ihre Gesangsfanfare durch das geöffnete Fenster trällert um Tiere zu locken, hat das durchaus seinen unbedarften Witz. Statt aus dem Walde üblichen Hasen, Rehe und Eichkätzchen, eilen in der Großstadt Kakerlaken, Fliegen und kranke Tauben zu Hilfe. Wer für derartigen Humor zugänglich ist wird für Entchanted, so der Originaltitel, Sympathie empfinden.

    Nur ist der Grad vom gutgemeinten Disney Werk zum goldenen Himbeeranwärter ein sehr schmaler. VERWÜNSCHT driftet ohne es böse zu meinen in eine Art Kitsch die mit Sicherheit nicht für jeden Geschmack durchdacht ist. Natürlich soll mit dem Zielpublikum die jüngere Generation gefunden werden. Doch ist in einigen Sequenzen eine Ironie zu erkennen, das durchaus für ein fortgeschrittenes Alter erkennbar ist. Auf jeden Fall passt der Film mit seinem Erscheinungstermin wunderbar in die heurige Weihnachtszeit. Er besitzt ein charmantes Flair der bestimmt zum Unterhaltungswert beiträgt. Die Songs, die in einen Disney einfach dazu gehören, sind Dank des Komponisten Alan Menken echte Ohrwürmer. Er verweist das der Klassische Disney in seinem Stil nicht endgültig der Vergangenheit angehören muss. VERWÜNSCHT erinnert sowohl in der Animation, als auch in der echten Welt an die originale Cinderella Story von einst.

    Auch die Darsteller wurden passend in das Märchen integriert. McDreamy aus der bekannten Arztserie GREY`S ANATOMY darf als Scheidungsanwalt mit Herz operieren. Eventuell als Patrick Dempsey besser bekannt, übernimmt er den natürlichen Part des Filmes ein. Anders dagegen seine Kollegen, die im positiven Sinne weitaus abgehobener agieren. James Mardsen bewies schon in HAIRSPRAY das er über eine wirklich komische Seite verfügt. Susan Sarandon ist, egal in welcher Art Film sie mitwirkt, eine Augenweide. Leider hat es das Drehbuch nicht gut mit ihr gemeint, denn in den ersten 75 Minuten des Filmes kommt sie bloß vereinzelt in animierten Szenen vor. Der wichtigste Charakter wurde mit der bislang mäßig bekannten Darstellerin Amy Adams gefunden. Doch gerade das Frische in ihren Wesen trägt maßgeblich zum Konzept bei. Sie wirkt so wie es das Skript für ihre Rolle verlangt. Amy darf endlich in einem Big Budget Film beweisen das sie eine talentierte junge Schauspielerin ist.

    Fazit:

    VERWÜNSCHT wird mit Sicherheit in der Weihnachtszeit von vermehrt jüngeren Publikum frequentiert, und daher für volle Kinokassen sorgen. Obwohl bei Zeiten die sogenannte Schmerzgrenze knapp überschritten wird, sind diese kurzen Passagen verzeihlich. Insgesamt betrachtet sorgt diese Hollywood Komödie für einen vergnüglichen Kinonachmittag.
  • Kurz Kritik
  • Story
    3,0
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    1,0
    Animation:
    4,0
    Darsteller:
    3,5
    Gesamt:
    3,0
    Verfasst von:
    Richard Lammel

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