Die Legende von Beowulf

  • Informationen zum Film
  • Die Legende von Beowulf

  • Originaltitel:
    Beowulf
    Genre:
    Action, Zeichentrick, Abenteuer, Fantasy
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2007
    Kinostart Österreich:
    16.11.2007
    Kinostart Deutschland:
    15.11.2007
    Kinostart USA:
    16.11.2007
    Verleiher Österreich:
    Warner Bros.
    Verleiher Deutschland:
    Warner Bros.
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Robert Zemeckis
    Drehbuch:
    Roger Avary, Neil Gaiman
    Musik:
    Alan Silvestri
    Darsteller:
    John Malkovich, Angelina Jolie, Anthony Hopkins, Crispin Glover, Brendan Gleeson, Greg Ellis, Shay Duffin, Jacquie Barnbrook, Julene Renee, Alison Lohman, Ray Winstone, Costas Mandylor, Nick Jameson, Leslie Zemeckis, Sebastian Roché, Chris Coppola, Robin Wright, Dominic Keating, Woody Schultz, Charlotte Salt, Sharisse Baker-Bernard, Sonje Fortag, Paul Baker, John Bilezikjian, Rod D. Harbour, Brice Martin, Rik Young, Tyler Steelman, Fredrik Hiller, Daniel D. McGrew
  • Inhalt

  • BEOWULF vom Volke der Geatas eilt den dänischen König Hrothgar zu Hilfe als ein dämonisches Wesen Namens Grendel dessen Königreich bedrängt. Dieser riesengroße scheußlich aussehende Kerl hat bereits die Anzahl seiner Gefolgsmänner auf drastische Weise dezimiert. Der mutige Krieger lockt Grendel unerschrocken aus seinem Versteck. Nach einen verbitterten Kampf tötet Beowulf das Monster in dem er ihm eine Hand ausreißt. Darauf schwört Grendels verführerische Mutter ewige Rache. Da im Dorf das Morden weitergeht und noch immer kein Frieden herrscht, schenkt König Hrothgar seinem Helden die Wahrheit ein. Auch Grendels Mutter ist in der Lage ein Gemetzel zu initiieren. Aber, ist Beowulf der schönen Mutter bereits verfallen und hat er etwa gar einen Pakt mit ihr geschlossen ? Jahre später wird Beowulf zum König der Geatas und der Dänen ernannt. Und es stehen ihn schwierige Zeiten bevor, denn ein furchteinflößender Drache bedroht von nun an sein Volk.

  • Filmkritik

  • Wie in DER POLAREXPRESS greift Regisseur Robert Zemeckis auch in BEOWULF auf das Motion - Capture - Verfahren zurück, dass ihm einen Animationsfilm erlaubt, der annäherungsweise einem lebensechten Spielfilm gleicht. Dazu wurden die Schauspieler in ein Latex-Dress gehüllt und mit zahlreichen Sensoren bestückt, so dass ihre Bewegungen im Computer gespeichert und auf die virtuelle Figur übertragen werden konnte. Die Nachbearbeitung findet rein auf dem Rechner statt. Das Ergebnis kann als digitaler Augenschmaus bezeichnet werden. Und darstellerische Kapazitäten wie Anthony Hopkins, John Malkovich oder Angelina Jolie dürfen sich als animierte Figuren durch die Geschichte schlagen. Auch Gollum aus der HERR DER RINGE Trilogie wurde mit genau der gleichen Methode erschaffen. Es ist ein durchaus kompliziertes Verfahren dass die Produktionskosten erheblich nach oben befördern. Aber wer als Zuseher Mit DER POLAREXPRESS gut leben konnte wird auch hier zufrieden den Kinosaal verlassen. Die Gesichter in BEOWULF sind noch exakter ausgearbeitet als sein Vorgänger. Dieser Film ist auch im Detail wesentlich getreuer und der heutigen Zeit angepasst.

    Robert Zemeckis hat sein Talent nun rein in dieser Form des Filmeschaffens für sich entdeckt. Es ist für Kinoliebhaber ein neues Spielzeug das für unsere Augen erst restlos zu entdecken gilt. Natürlich möchte man den normalen Spielfilm nicht missen, aber ab und an in diese Welt abzutauchen und sich verzaubern zu lassen, tut gut. Und bei einem Perfektionisten wie Robert Zemeckis es ist, darf man das Vertrauen getrost in seine Hände legen. BEOWULF erweist sich als kurzweiliges faszinierendes Animationsspektakel das schlussendlich die Qualität eines POLAREXPRESS noch übertrifft. Regie, Schnitt und der Score sind auf höchsten Niveau und brauchen keinen Vergleich zu scheuen. Den Darstellern macht es sichtlich Spaß und haben dieses neue Genre ebenfalls für sich entdeckt. Und es darf als großes Plus angesehen werden das die Produktion trotz alles Seriosität den Film ein gewisses Schmunzeln aufsetzt. Eine komplett nackte Angelina Jolie trägt zum Beispiel ohne jeglicher Schuhe in sich eingebaute High-Heels. Insgesamt darf man ein tolles Kinovergnügen erwarten. Voraussetzung ist, sich auf das fast neue Verfahren einzulassen,

    BEOWULF wird im altbewährten 2D, aber auch in 3D serviert. Ab dem 15. November zeigt Cineplexx Digital Cinema BEOWULF in 3D in sieben ausgewählten Kinos. Christian Langhammer, Geschäftsführer der Constantin Film Unternehmergruppe freut es den ersten abendfüllenden Spielfilm in 3D zeigen zu können. Die Säle wurden in Wien ( Cineplexx Reichsbrücke und Wienerberg ), Linz, Graz, Salzburg, Innsbruck und Hohenems auf 3D umgebaut. BEOWULF wird in diesen Kinos in 3D mit Hilfe von zwei unterschiedlichen 3D Techniken gezeigt. Zum einen handelt es sich um das passive 3D Verfahren das von zwei externen Projektoren mit bis zu 35 Millionen Farben auf die Silberleinwand projektiert wird. Die zweite Technik nennt sich die 3D Shutter Technik. Die Projektoren werfen ihre Bilder leicht versetzt auf die Bildwand. Die Augenbrillen dekodieren die Bilder und fügen diese für den Kopf des Zusehers zu einem Bild mit räumlicher Tiefe zusammen. Wer ein solches Kino in seiner Nähe hat der sollte sich unbedingt das Vergnügen in dieser 3D Variante gönnen !!!

  • Kurz Kritik
  • Story
    3,0
    Musik:
    4,0
    Unterhaltung:
    4,0
    Anspruch:
    2,0
    Spannung:
    4,0
    Animation:
    5,0
    Darsteller:
    4,0
    Gesamt:
    4,0
    Verfasst von:
    Richard Lammel

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User Kritiken

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Robert Zemeckis inszenierte „Die Legende von Beowulf“ in seiner neuen Performance Capture Technologie und sorgt für einen animierten Film, der vor allem in Nahaufnahmen teilweise photorealistisches Niveau erreicht. In den Gesichtern der Charaktere sind Poren, Falten und ähnliches derart detailgetreu und realistisch dargestellt, dass man gelegentlich wirklich vergessen könnte, einen animierten Film zu sehen. Vor allem bei den intensiven Kampf- und Actionszenen können sich die Animationen behaupten, da hier Dinge möglich sind, die in einem Realfilm nicht bzw. nur mit sehr hohem Budget (und auch dann nur mit vergleichbar aufwändigen, digitalen Tricks) möglich gewesen wären.

Mit Ray Winstone, John Malkovich, Anthony Hopkins, Crispin Glover und Angelina Jolie konnten einige sehr bekannte Schauspieler für den Film gewonnen werden, die den animierten Figuren ihre Gesichter, Bewegungen und Stimmen leihen. Dass es sich um einen animierten Film handelt merkt man vor allem in ruhigen Dialogszenen, da die Bewegungen gelegentlich minimal abgehakt wirken und man mangels anderen Schauwerten beginnt, die Animationen genauer zu analysieren. Wo Zemeckis’ Produktionsstil aber wirklich begeistern kann ist in den zahlreichen Actionszenen des Films. Einige davon bieten auch durchaus Härte und im Director’s Cut recht deutliche Blutdarstellung.

Die Musik untermalt das Geschehen pompös und kraftvoll, die Soundeffekte wurden großartig und dynamisch abgemischt. All das trägt zu einer beeindruckenden Soundkulisse bei, die selbst ruhigere Momente des Films gelegentlich genial erscheinen lässt. Trotzdem liegt das Hauptaugenmerk des Films klar auf den Kämpfen, die visuell brillant sind und den Zuschauer unterhalten können. Der Rest der 2 Stunden ist mit teils belanglosen aber teils durchaus sehenswerten Dialogpassagen aufgefüllt, wobei der Film trotzdem zu keiner Zeit langweilig erscheint.

Ob man hier einen „guten“ Film vor sich hat ist trotzdem noch eine Streitfrage. Einige werden sich am Animationsstil stoßen, andere wiederum an der sehr einfachen Story. Wer allerdings mit den richtigen Erwartungen an den Film heran geht – eine visuell und akustisch beeindruckende Achterbahnfahrt – wird sicherlich nicht enttäuscht. Zugegeben, meine Erwartungen an diesen Film waren vor allem nach diversen Erzählungen aus dem Freundeskreis mehr als nur bescheiden, insgesamt konnte mich der Film eben aufgrund seiner visuellen und akustischen Brillanz und den sehr gut inszenierten Actionszenen unterhalten und gelegentlich sogar gebannt auf die Leinwand starren.

Nicht nur wegen der beeindruckenden Tricktechnik sondern auch wegen spannenden und actionreichen Kämpfen sehenswert. Kurze Durchhänger zwischendurch sind zu verzeihen, „Die Legende von Beowulf“ ist einfach eye- und earcandy allerhöchster Güteklasse.

geschrieben am 25.07.2011 um 00:24

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