I´m Not There

  • Informationen zum Film
  • I´m Not There

  • Originaltitel:
    I'm Not There.
    Genre:
    Drama, Musik, Biographie
    Produktionsländer:
    USA, Deutschland
    Produktionsjahr:
    2007
    Kinostart Österreich:
    29.02.2008
    Kinostart Deutschland:
    28.02.2008
    Kinostart USA:
    21.11.2007
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Todd Haynes
    Drehbuch:
    Oren Moverman, Todd Haynes
    Darsteller:
    Greg Kramer, Tyrone Benskin, David Gow, Christian Bale, Richard Gere, Bill Croft, Julianne Moore, Kris Kristofferson, Kim Roberts, Matthew Harbour, Cate Blanchett, Heath Ledger, Terry Haig, Don Francks, Roc LaFortune, Larry Day, Jane Wheeler, Ben Whishaw, Peter Friedman, Gordon Masten, Kim Gordon, Marcus Carl Franklin, Paul Cagelet, Brian R.C. Wilmes, Pierre-Alexandre Fortin, Richie Havens, Eric Newsome, Angela Galuppo, Fanny La Croix, Kyle Switzer
  • Inhalt

  • Woody (Marcus Carl Franklin) ist ein aufgekratzter dunkelfarbiger Elfjähriger der sich nie lange auf der selben Stelle befindet. Als Gebäck tragt er einen alten Gitarrenkoffer mit sich. Darin befindet sich ein Instrument das ihm in die Wiege gelegt wurde. Denn wie keiner in seinem Alter beherrscht er seine Gitarre.

    Arthur (Ben Whishaw) ist ein Erzähler, der sich vor einem scheinbaren Gremium über die Vereinsamungen und die Motivation seiner Profession bereitwillig Auskunft gibt. Seine verbaler Ausdruck zeigt sich knapp bemessen und trotzdem schafft er es seinen Wörter Ausdruck zu verleihen.

    Als Folksänger findet Jack ( Christian Bale ) keine Befriedigung. Zwar bedeutet seine Kunst ein sichere Zukunft doch seine Berufung als evangelischer Priester ist wesentlich bedeutsamer. Welchen Wert besitzt Geld im Gegensatz zu Gott ?

    Robbie ( Heath Ledger ) liiert sich Anfangs wegen der Liebe mit der Künstlerin Claire. Zwei süße Mädel sind das Ergebnis dieser fruchtbaren Beziehung. Doch Robbie gestaltet sein Leben provokant und seine Karriere als Schauspieler scheint gefährdet.

    Jude ( Cate Blanchett ) ist ein schwieriger Rockstar der seine Fans wegen seiner herausfordernden Musik auf harte Proben stellt. Er lebt in ständigen Zwist mit seinem Umfeld und letztendlich mit sich selbst.

    Billy ( Richard Gere ) hat sein Leben gelebt. Als einsamer Cowboy fristet er ein abseitiges Dasein bis er plötzlich auf seinen alten Rivalen trifft. Pat Garrett war schon damals ein ernst zu nehmender Gegner.

    Sechs verschiedene Charaktere die eines gemeinsam haben. Sie alle widerspiegeln eine Charakter Facette der Musik Ikone BOB DYLAN.



  • Filmkritik

  • Nur in den seltensten Fällen steht ein Verfasser von Filmkritiken vor etwas völlig Neuem. Die Statistik zeigt das besten Falls ein Film im Jahr jene Eigenheit besitzt, die I`M NOT THERE aufweist. Dieser ist mit keinem anderen nur annähernd vergleichbar. Jeder Versuch Ähnlichkeiten mit diversen Werken zu entdecken, scheitern kläglich. Eine derartige Umsetzung hat es bislang noch nicht gegeben. Das Wort Innovativ wird zu häufig verwendet, hierfür eignet es sich perfekt. Eigentlich sollte man gar nicht den Versuch starten zu erklären, warum Todd Haynes I´M NOT TERE so ein Besonderer ist. Daher darf im höchsten Fall nur einer oberflächlichen Begründung für den angebrachten Enthusiasmus stattgegeben werden. Zu viel Verraten würde eine Preisgabe bedeuten. Und dieses Wissen, bevor der Zuseher den Film kennt, sollte ausdrücklich und sorgfältig gewählt werden.

    Nur so viel am Rande: Die Genre wechseln wie einzelne Kapitel es tun. Obwohl ein durchdachtes Durcheinander die Szenerie beherrscht, besteht beim Sehen nie das Gefühl den Faden zu verlieren. Haynes Werk neigt sich in Sphären und versteht eine Eigendynamik zu entwickeln, die dem Zuseher förmlich die Sprache verschlägt. I´M NOT THERE spiegelt verschiedenste Facetten des Künstlers BOB DYLAN und beleuchtet dessen Stationen seines Lebens. Er gibt seine persönlichen Regeln preis und spendet diese in wundervollen ausdrucksstarken Bildern. Neben der visuellen Komposition muss in diesem Zusammenhang natürlich auch die Hörbare erwähnt werden. Diesem Werk geht es nicht des Künstlers berühmteste Geburten zu bestaunen, hier wird vielmehr die textliche Komponente zum primären Ziel. Die Zeilen müssen sich mit dem Gezeigten inhaltlich ergeben. Das Gesamte reift dadurch zu einer Symbiose höchster Qualität.

    I`M NOT THERE ist wahrlich kein einfacher Film, versucht auch keiner zu sein. Aber seine kaum definierbare Stilrichtung basiert auf ästhetischem Hintergrund. Es spielt im Grunde keine Rolle ob man Bob Dylans Lieder mag oder nicht. Es kann auch keiner Bedeutung gezollt werden, ob das eigene Feedback über diesen Künstler ausreicht um den Mann und dessen Werdegang wirklich zu kennen. Der Film als solches funktioniert sehr wohl auch ohne dieser Begleiterscheinungen. Es fördert einzig das persönliche Wohlgefühl, passt die musikalische Richtung in den eigenen Geschmack. I´M NOT THERE ist als Biographical Picture kein Original, dafür ist seine Art zu fremd. Aber vielleicht führt gerade dieser Umstand dazu dieses Werk als unerreicht und als bester Film aller Zeiten dieses Genres gelten zu lassen.

  • Kurz Kritik
  • Story
    5,0
    Musik:
    5,0
    Unterhaltung:
    4,0
    Anspruch:
    5,0
    Darsteller:
    5,0
    Gesamt:
    5,0
    Verfasst von:
    Richard Lammel

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