Invasion

  • Informationen zum Film
  • Invasion

  • Originaltitel:
    The Invasion
    Genre:
    Thriller, Sci-Fi
    Produktionsländer:
    USA, Australien
    Produktionsjahr:
    2007
    Kinostart Deutschland:
    18.10.2007
    Kinostart USA:
    17.08.2007
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Oliver Hirschbiegel, James McTeigue
    Drehbuch:
    David Kajganich, Jack Finney
    Musik:
    John Ottman
    Darsteller:
    Josef Sommer, Daniel Craig, Jeremy Northam, Adam LeFevre, Celia Weston, Nicole Kidman, Jeffrey Wright, Rhonda Overby, Roger Rees, Veronica Cartwright, Joanna Merlin, Wes Johnson, Susan Floyd, Jeff Wincott, Jackson Bond, Eric Benjamin, Stephanie Berry, Alexis Raben, Field Blauvelt, Reid Sasser, Brandon Price, Mia Arnice Chambers, Ava Lenet, Michael Andrew Kelly, Jeremiah Hake, Luray Cooper, Nanna Ingvarsson, Becky Woodley, Parker Webb, Cloie Wyatt Taylor
  • Inhalt
  • Nach dem unglücklichen Absturz eine Raumshuttles bei dem Eintritt in die Atmosphäre beginnen merkwürdige Dinge zu geschehen. Menschen wirken verändert. Liebende sind nicht mehr die, die sie waren. Kinder scheinen nicht mehr das eigene Fleisch und Blut zu sein. Diese umhergehende Paranoia wird sehr rasch von der Psychiaterin Dr. Carol Bennell erkannt, als die Patienten zunächst beginnen mit fragenden Gesichtern in ihre Praxis kommen und sagen: Mein Mann ist nicht mehr mein Mann. Schließlich kommen gar keine mehr. Die Situation spitzt sich immer mehr zu. Bennell beginnt die vermeintlich psychisch Verstörten zu verstehen und schreitet mit ansteigender Paranoia in der Stadt umher und versucht ihr Kind von ihrem „Ex-Mann“ wiederzubekommen …
  • Filmkritik
  • Jack Finney publizierte im Jahre 1955 einen Science- Fiction- Roman, der schnell zu einem Klassiker seines Genres avancierte und die Menschen für die nächsten Jahrzehnte einfach nicht mehr loslassen wollte. The Body Snatcher ist ein politkritisches Abbild der damaligen Situation bzw. gar eine allgemeine Allegorie über das Verhalten der Menschen in den letzten Jahrhunderten. Die Tinte war noch nicht getrocknet, schon fand der Film seinen Weg auf die große Leinwand. Don Siegel drehte den Film Invasion of the Body Snatchers mit dem Blick nach Osten. Jahrzehnte später kam die Angst und somit auch eine neue Verfilmung des Stoffes – Die Körperfresser kommen von Philip Kaufmann – erneut durch den Vietnamkrieg auf. Die Angst vor der Änderung der Machtstrukturen und der Wunsch nach einer friedlichen Welt prägten seinerzeit den Roman. Und diese Sehnsüchte und Befürchtungen haben sich bis heute nicht verändert. Oliver Hirschbiegel nahm sich mit dem Actionproduzenten Joel Silver der Sache erneut an - dieses Mal darf die Situation in Irak als Hintergrund fungieren.

    Joel Silvers Meinung nach spiegelt das Drehbuch von David Kajganich die momentane allgemeine Angst vor einer Pandemie und vor einen sozialen und politischen Aufruhr wieder, aber zeitgleich auch das politische Desinteresse unserer Gesellschaft. Man wünscht sich nur das Glück und den Frieden und legt sich darum blindlings in die Hände von anderen, auch ohne deren politischen Hintergrund zu durchschauen. Diese äußerst profunden Ansätze verlieren sich leider aber gänzlich in den Wirrungen aus den verschiedensten Genres, die der Film bietet. Es scheint viel mehr, dass diese Hintergrundgedanken nur eine Fassade für die tatsächlichen Mutter-Sohn-Beziehung zu sein, die in einen Gespann aus Thriller und Horror eingebettet wurde. Doch leider ist die Ausführung der Hauptstory eher mäßig ausgefallen. Die Zuseher können stets ahnen, was ihnen hinter der nächsten Ecke als „Überraschung“ serviert wird, und nur die Ereignisse, die sich gegen den eigenen Hausverstand stellen, werden nicht gesehen. Die eigentlichen Charaktere sind äußerst seicht gestaltet und lassen keinerlei interessanteren düsteren Geheimnisse zu. Da helfen auch nicht die exzellenten Darsteller, die dem Film große Promotion bescherten.

    Oliver Hirschbiegel hat sich im Laufe der 90er seinen Namen in dem TV-Geschäft gemacht und wurde nach seinen ersten Spielfilmen schlagartig berühmt. War noch Das Experiment ein weitgehend deutsches Phänomen, öffneten sich mit Der Untergang auch die Tore des internationalen Filmgeschäftes. Die klaustrophobe, düstere Gestaltung der letzten Tage des „Führers“ machte Hollywood auch auf den deutschen Filmkünstler aufmerksam und fing ihn ein. Leider konnte Hirschbiegel seine exzellente Cinematographie nicht in das Projekt einbringen, denn es wurden ihm die Fesseln des Ruhms aufgezwungen. Hirschbiegel schien sich einen stark amerikanischen Stil anzueignen, um sein Projekt in den Staaten zum Erfolg zu führen. Angeblich haben sich die Produzenten auch entschieden sich an James McTeigue, der mit dem Actionknüller V for Vendetta sich in die Herzen der Studiobosse katapultierte, zu wenden, um einigen Szenen den Feinschliff zu geben. Diese neue Bildsprache des deutschen Regisseur blieb leider weit hinter der eigentlichen Qualität zurück und erzeugte größtenteils nur die typische Szenerie, die dann noch von Komponist John Ottman mit dem üblichen „Suspense-score“ untermalt wurde. Nur selten erfreut Hirschbiegel einen mit seiner sonst wohlüberlegten und düsteren Inszenierung – trotzdem gibt es diese Momente !

    Neben den guten Ansätzen und der stellenweise guten Regie können die renommierten Darsteller zwar nicht über alle Fehler der Produktion hinwegtäuschen, aber sie doch abmildern. Auch wenn die beiden sympathischen Hauptdarsteller Nicole Kidman und Daniel Craig in den eher flach gezeichneten Charakteren keine wirkliche Herausforderung finden, verkörpern sie die Rollen mit viel Charme und besitzen eine bestimmte Chemie zu einander, was den beiden in ihren nächsten Gemeinschaftsprojekt Golden Compass sicherlich gut tun wird. Auch in den Nebenrollen wurde die Produktion mit äußerst fähigen Darstellern besetzt – sogar ein vertrautes Gesicht lässt sich in einer der kleineren Rollen erblicken: Veronica Cartwright trat schon in der Verfilmung von Philip Kaufmann im Jahre 1978 auf.

    Fazit:
    Der Film wünscht sich eine politische Auseinandersetzung mit dem Thema Irak zu sein, doch endet schließlich als mittelmäßiger Thriller.
  • Wertu
  • Story
    2,0
    Musik:
    2,0
    Unterhaltung:
    2,5
    Anspruch:
    1,5
    Spannung:
    2,5
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    2,5
    Verfasst von:
    Sebastian Klausner

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Userkritiken

User Kritiken

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„Invasion” erzählt im Prinzip die selbe Geschichte wie „Die Körperfresser kommen”, wurde aber modernisiert und in vielen Bereichen der Story auch angepasst. Im Gegensatz zu dem großen Vorbild, das übrigens auf der selben literarischen Vorlage basiert, wirkt „Invasion“ einfach unausgegoren.

Eine Geschichte langsam aufzubauen ist an sich eine gute Sache. Nur wenn man von der Infektion in „Invasion“ nach 40 Filmminuten das erste Mal hört und das bei einem 100 Minuten Film ist das schlicht und ergreifend zu spät. Kidmans wachsende Zweifel werden zwar gut und realistisch dargestellt, hätten aber in der Hälfte der Zeit sicherlich auch transportiert werden können. Das hat zum Effekt, dass die Aufmerksamkeit des Zuschauers bereits bevor sich die Story wirklich entwickelt hat bereits nachlässt.

Sind die Hauptcharaktere erst mal eingeführt und die Story nach über 45 Minuten langsam in Gang gekommen ist der Film zugegebenermaßen für die nächsten 45 Minuten schwer in Ordnung. Die Story wird action- und wendungsreich präsentiert, Handlungen gehen nahtlos ineinander über und Spannung kann für kurze Zeit auch aufgebaut werden. In dieser Zeit ist der Film wirklich sehenswert und in Sachen Spannung seiner Vorlage womöglich sogar leicht überlegen. Allerdings wird der Aufbau von Spannung dadurch etwas verhindert, dass dieser Teil des Films im krassen Kontrast zur ersten Filmhälfte steht und somit schlicht unpassend wirkt.

Achtung – der folgende Absatz enthält Spoiler! Allerdings, und das ist der Grund wieso trotz der sehr guten zweiten Filmhälfte die Wertung so niedrig ausfällt, wurde das Ende verändert. Während „Die Körperfresser kommen” mit einem sehr guten und überraschenden Twist ändert wurde „Invasion“ auf das typische Hollywood-Happy-End getrimmt, was vor allem bei Kenntnis der Vorlage nicht nur unpassend erscheint sondern den Zuschauer schlicht verärgert. Das zeigt, dass man hier den Zuschauer wirklich null zum Nachdenken anregen wollte und der Film überhaupt keinen bleibenden Eindruck hinterlassen wird. Hätte man den Film mit einem guten, in gewisser Hinsicht innovativen Ende oder zumindest einem offenen, überraschenden Ende in Richtung Abspann geführt wäre er insgesamt zumindest eingeschränkt empfehlenswert. Eine erste negative Überraschung (wenngleich immer noch glaubwürdig und womöglich sogar Ausgangspunkt für eine wirklich interessante Neuinterpretation der Geschichte) ist das Auftauchen der Immunität gegen die Infektion, dass gerade Kidmans Kind auch immun ist wirkt dann nur mehr erzwungen und dass sie letzten Endes auch noch ohne wirklichen Widerstand die Welt retten ist einfach nur ärgerlich.

Zuerst 45 Minuten langweilig, dann 45 Minuten gut und zum Schluss noch ein grottenschlechtes Ende – das ergibt schicht und ergreifend einen nicht empfehlenswerten Film.

geschrieben am 25.07.2011 um 00:32

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ø Wertung: 4,6/10 | Wertungen: 7 | Kritiken: 1