Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau war das größte deutsche Vernichtungslager in der Zeit des Nationalsozialismus. Es wurde 1941 drei Kilometer entfernt vom Stammlager Auschwitz gebaut und befand sich etwa 60 Kilometer westlich von Krakau nahe der polnischen Kleinstadt Oswiecim.
In die Konzentrationslager Auschwitz wurden insgesamt mehr als 1,3 Millionen Menschen aus ganz Europa deportiert. Davon wurden hier geschätzte 1,1 Millionen Menschen ermordet, eine Million davon Juden. Etwa 900.000 der Deportierten wurden direkt nach ihrer Ankunft in die Gaskammern geschickt oder erschossen. Weitere 200.000 Menschen starben durch Krankheit, Unterernährung, schwerste Misshandlungen, medizinische Versuche oder spätere Vergasung.
Der Name „Auschwitz" ist zum Symbol für den Holocaust an etwa sechs Millionen europäischen Juden sowie weiteren Opfern unter, russischen und polnischen und anderen zu Feinden des Nationalsozialismus erklärten Menschen geworden.
Die Überreste beider Hauptlager sind als Staatliches Museum Auschwitz- Birkenau, Gedenkstätte des Holocaust und jüdischer Friedhof öffentlich zugänglich. ( Quelle Wikipedia )
Als Regisseur Robert Thalheim vor zwei Jahren auf den Einfall hatte, aus der literarischen Geschichte einen Film zu realisieren, dachte er im Leben nicht daran, in Auschwitz zu produzieren. Er wusste weder wo das ehemalige Gefangenenlager liegt noch das es die Stadt Oswiecim überhaupt gibt. Was Robert aber gefiel war die Tatsache das die Vorlage in der Gegenwart spielt und eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit möglich ist. Es sollte, ohne das dieses Thema überstrapaziert wird, eine andere Sichtweise darzustellen. Dieser Ansatz gepaart mit autobiographischen Zügen, denn auch Robert verbrachte seinen Zivildienst in einer Begegnungsstätte, genügt um diese Idee in die Tat umzusetzen. Und AM ENDE KOMMEN TOURISTEN als abendfüllender Spielfilm auf die Leinwand zu bringen.
Für Regisseur Robert Thalheim war es nach NETTO, für den er in Berlin 2005 einen Jurypreis gewann, sein zweiter Spielfilm. Und auch AM ENDE KOMMEN TOURISTEN ist qualitativ durchaus in der Lage Aufmerksamkeit zu erlangen. Der Film bleibt trotz seines ruhigen Stils eingängig interessant. Natürlich gab es zuhauf Werke die das oder einen ähnlichen Inhalt zeigt. Der Blickpunkt aber ist komplett neu. Die Angehensweise differenziert sich von jeden anderen Film, der sich mit der Thematik beschäftigt. Ein junger Mensch, der mit dem zweiten Weltkrieg nichts zu tun hat, kommt in die alte Welt die nach mehr als 60 Jahren noch immer ihre Wunden leckt. Noch dazu muss er nun für die Menschen da sein und ihnen dienen. Die Produktion ist sich der schweren Materie sehr wohl bewusst und geht damit verantwortungsvoll um. Es entstand ein schöner tiefgehender Film der nachhaltig wirkt. Er schafft trotz seiner ruhigen Passagen ein seriöses Level zu halten und versteht die Geschichte auf ihre Art zu erzählen. Wir dürfen hoffnungsvoll auf die nächsten Projekte dieser Verantwortlichen warten, und deren Dinge positiv entgegen sehen. AM ENDE KOMMEN TOURISTEN beweist Talent so dass wir dahingehend erwartungsvoll in die Zukunft blicken dürfen.
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