OPERATION: KINGDOM zeigt eine aus heutiger Sicht überaus realistische Standortbestimmung. Die Saudis sind zu großen Teilen ein armes aber herzliches Volk, das mit Kriegsspielereien wenig im Sinn hat. Zum Leidwesen jener Zivilisten werden sie von Radikalen umsäumt die auch nicht ihren eigenen Tod scheuen. Der Hass gegen die westliche Welt ist zwar verständlich aber ihre Maßnahmen viel zu radikal. So geschehen jeden Tag Selbstmordattentate, die Menschenleben und deren Schicksale von einer Sekunde auf die Nächste zerstören. Die Straßen werden mit Blut gefüllt, ihre leblosen Körper stellen tägliche Katastrophen der östlichen Welt dar.
Regisseur Peter Berg zeigt auf schonungslose Art eine Misere auf die wir sonst nur aus Nachrichtensendungen kennen. Leider bedient er sich dabei einer scheinbar in Mode gekommener “ nervösen “ Kamera. Der Vorteil ist in der entstehenden Nähe zum Geschehen zu suchen. Die zeitweise verloren gegangene Orientierung muss als Nachteil angeführt werden. THE KINGDOM, so der Originaltitel, besitzt nach dem zugegeben explosiven Beginn einen zu langen Aufbau. Der Faden der zur Spannung beiträgt wird sehr lose gezogen, so das der Zuseher etliche langatmige Phasen über sich ergehen lassen muss. Hat man diesen Teil überstanden steht ihm das Sehenswerteste bevor. Nach den übertriebenen Dialogszenen erhält das Genre Action Einzug. Statt dem Drama der ersten Stunde folgt ein gnadenloser Actionthriller. Dabei erinnert Peter Bergs dirigieren sehr an den berühmten Michael Mann. Dessen Stil lässt den Betrachter den Eindruck erwecken das dieser direkt neben den Darsteller steht. Es wirkt fast so als wäre man während eines Gefechts Kriegsberichterstatter an einem Schauplatz. Diese Idee bedient sich auch Peter bei seinem Werk, um seine schnellen Szenen zu steigern, um sie förmlich zu intensivieren. In diesen Passagen ist OPERATION; KINGDOM ein ausdrucksstarker und repräsentativer Film.
Das dieses Werk auch sein Publikum an den diversen Kinokassen entdeckt wurde eine Schauspielerriege gefunden, die wohl unter der Kategorie 1A einzuordnen ist. Oscarpreisträger Jamie Foxx, Jennifer Garner, Jason Bateman, Jeremy Piven, Chris Cooper und Einige mehr, dürfen ihr Talent unter Beweis stellen. Die passenden Darsteller, eine zeitgeschichtlich attraktive Geschichte, und der Umstand das die Diplomatie nicht zu sehr thematisiert wird, sind drei Kriterien um einen finanziellen Erfolg zu ermöglichen. Der Film wirkt niemals kompliziert und schwer verständlich, so dass nicht nur Politik Interessierte Gefallen finden können. Auch das Popcorn Publikum wird durch die ausgeprägten Gewaltszenen einen positiven Eindruck erhalten. Leider wird dieser Eindruck zwar ein tatsächlicher, aber als kein Langfristiger im Gedächtnis bleiben. Dafür sind die vorhandenen Hänger im ersten Teil zu deutlich.
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