Pornorama oder Die Bekenntnisse der mannstollen Näherin Rita Brauchts

  • Informationen zum Film
  • Pornorama oder Die Bekenntnisse der mannstollen Näherin Rita Brauchts

  • Originaltitel:
    Pornorama
    Genre:
    Komödie
    Produktionsland:
    Deutschland
    Produktionsjahr:
    2007
    Kinostart Österreich:
    12.10.2007
    Kinostart Deutschland:
    11.10.2007
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Granz Henman, Marc Rothemund
    Drehbuch:
    Stephan Puchner, Granz Henman, Marc Rothemund
    Darsteller:
    Philip Hagmann, Michael Schönborn, Michael Gwisdek, Martin Glade, Karoline Herfurth, Christian Näthe, Lisa Potthoff, Benno Fürmann, Elke Winkens, Tom Schilling, Josef Heynert, Anna Böttcher, Dieter Landuris, Petra-Maria Cammin, Gundi Ellert, Leonie Brill, Heinz Badewitz, Valentina Lodovini, Patrick Finger, Sandra Ferrara, Hans B. Goetzfried, Lutz Teschner, Michael Däumler, Katharina Gerhardt, Anne Diemer, Eva-Maria Reichert, Teresa Senatore, Kerstin Dietrich, Philipp Nasemann, Christoph Vogel
  • Inhalt

  • Diese Geschichte spielt sich inmitten Deutschlands am Ende der sechziger Jahre ab. In München Ramersdorf regiert die sexuelle Revolution. Für freien Sex mit Jedem geht das Volk auf die Straße um zu protestieren. Mit Parolen versucht man sich lautstark Gehör zu verschaffen. Der junge Polizei Schüler Bennie soll sich unter die Protestierenden mischen und mit seiner Filmkamera Verdächtige aufzeichnen. Dabei entdeckt er Luzi, in der er sich auf Anhieb verliebt. Sein älterer Bruder Freddie überredet den werdenden Polizisten bei einem Filmprojekt die Regie zu übernehmen. Das benötigte Geld wird von einigen Kumpels bereit gestellt. In dieser Zeit sind Aufklärungsfilme der große Renner, und Freddies Idee ist an dieser Sache mit zu naschen. Denn was die können, das können wir auch. Gesagt, getan; das Drehbuch steht und die Besetzung wurde gefunden. Leider stellt sich sehr bald heraus dass die Hauptdarstellerin eine Italienerin ist und kein Wort Deutsch spricht. Dieser Faktor erweist sich in einem deutschsprachigen Film als großer Nachteil. Aber noch dazu ist sie sehr prüde und würde es nicht zulassen sich freizügig zu zeigen. Das ist für einen Aufklärungsfilm ebenfalls ein nachteiliges Dilemma. Zum Leidwesen der Brüder gilt es diese Hürden zu bewältigen. Weitere Hürden werden folgen und es ist noch ein weiter Weg bis zum Ziel. PORNORAMA, den Film in die Kinos zu bringen und dabei haufenweise Kohle zu scheffeln.

  • Filmkritik

  • Regisseur Marc Rothemund ist Genretechnisch schwer einzuschätzen. Er bedient sich verschiedenster Stoffe um seine Filme zu realisieren. Werke wie DAS MERKWÜRDIGE VERHALTEN GESCHLECHTSREIFER GROßSTÄDTER ZUR PAARUNGSZEIT, sowie HARTE JUNGS und DIE HOFFNUNG STIRBT ZULETZT gehen auf sein Konto. 2006 wurde Marc für sein Werk SOPHIE SCHOLL für den Oscar als besten fremdsprachigen Film nominiert. Diesmal geht er eine Partnerschaft mit Produzent Bernd Eichinger ein um den Zeitgeist des Münchner Sommers am Ende der 60er Jahre wachzurufen. Die Drehzeit belief sich auf knapp zwei Monate und haben im Herbst 2006 stattgefunden. Der provokante Titel PORNORAMA oder DIE BEKENNTNISSE DER MANNSTOLLEN NÄHERIN RITA BRAUCHTS dient zum Zweck, nicht mit einer romantischen Komödie verwechselt zu werden.

    Und um gleich zu Beginn mit etwaigen Missverständnisse aufzuräumen. Natürlich ist Marc Rothemund ein Regisseur der sein Handwerk versteht. Natürlich wirkt sein Film professionell und gekonnt. Nur leider kommt in dieser Geschichte nie das Gefühl auf eine Interessante zu sehen. Nie fasst der Zuseher den Gedanken sich in eine der Charaktere versetzen zu können. Und dabei wollte sich gerade dieser Film niemals mit seichten Komödien verglichen wissen. PORNORAMA`s Ziel ist, mit seiner Struktur vom üblichen Durchschnitt abzuheben und als Besonderheit zu gelten. Der Kinobesucher soll laut dem Regisseur 12 - 50 Jahre alt sein und Gefallen finden können. Leider gibt es gerade hier große Bedenken anzumelden. Den die heutige Teenager Generation kennt diese Aufklärungsfilme nicht und weiß daher mit diesem Stoff wenig anzufangen. Und die fortschreitende Altersgruppe kennt zwar die Geheimnisse um Oswalt Kolle, findet sie aber als altmodisch und eingerostet. Um sie erfrischend wiederzugeben, hätte es einer originelleren Geschichte gebraucht um den Staub einer früheren Generation abzustreifen.

    Marc Rothemund gibt zu, viele Fehler die der Film bei einem Dreh zeigt, tatsächlich so passiert sind. Er und Produzent Bernd Eichinger haben ihre eigenen Erfahrungen und selbst erlebte Begebenheiten einfließen lassen. Das stellt für das Publikum einen großen Unterhaltungswert dar, so die Filmemacher. Die Verantwortlichen wollen damit aufzeigen das “ Leidenschaft auch immer Leiden schafft “. Leider fühlt der Zuseher nicht alle Bemühungen, so dass letztendlich jener Umstand eintritt, die der Produktionsstab am wenigsten wollte, eine durchschnittliche Kost.

  • Kurz Kritik
  • Story
    2,5
    Musik:
    3,0
    Unterhaltung:
    2,5
    Anspruch:
    2,5
    Spannung:
    2,0
    Darsteller:
    2,5
    Gesamt:
    2,5
    Verfasst von:
    Richard Lammel

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