Regisseur Marc Rothemund ist Genretechnisch schwer einzuschätzen. Er bedient sich verschiedenster Stoffe um seine Filme zu realisieren. Werke wie DAS MERKWÜRDIGE VERHALTEN GESCHLECHTSREIFER GROßSTÄDTER ZUR PAARUNGSZEIT, sowie HARTE JUNGS und DIE HOFFNUNG STIRBT ZULETZT gehen auf sein Konto. 2006 wurde Marc für sein Werk SOPHIE SCHOLL für den Oscar als besten fremdsprachigen Film nominiert. Diesmal geht er eine Partnerschaft mit Produzent Bernd Eichinger ein um den Zeitgeist des Münchner Sommers am Ende der 60er Jahre wachzurufen. Die Drehzeit belief sich auf knapp zwei Monate und haben im Herbst 2006 stattgefunden. Der provokante Titel PORNORAMA oder DIE BEKENNTNISSE DER MANNSTOLLEN NÄHERIN RITA BRAUCHTS dient zum Zweck, nicht mit einer romantischen Komödie verwechselt zu werden.
Und um gleich zu Beginn mit etwaigen Missverständnisse aufzuräumen. Natürlich ist Marc Rothemund ein Regisseur der sein Handwerk versteht. Natürlich wirkt sein Film professionell und gekonnt. Nur leider kommt in dieser Geschichte nie das Gefühl auf eine Interessante zu sehen. Nie fasst der Zuseher den Gedanken sich in eine der Charaktere versetzen zu können. Und dabei wollte sich gerade dieser Film niemals mit seichten Komödien verglichen wissen. PORNORAMA`s Ziel ist, mit seiner Struktur vom üblichen Durchschnitt abzuheben und als Besonderheit zu gelten. Der Kinobesucher soll laut dem Regisseur 12 - 50 Jahre alt sein und Gefallen finden können. Leider gibt es gerade hier große Bedenken anzumelden. Den die heutige Teenager Generation kennt diese Aufklärungsfilme nicht und weiß daher mit diesem Stoff wenig anzufangen. Und die fortschreitende Altersgruppe kennt zwar die Geheimnisse um Oswalt Kolle, findet sie aber als altmodisch und eingerostet. Um sie erfrischend wiederzugeben, hätte es einer originelleren Geschichte gebraucht um den Staub einer früheren Generation abzustreifen.
Marc Rothemund gibt zu, viele Fehler die der Film bei einem Dreh zeigt, tatsächlich so passiert sind. Er und Produzent Bernd Eichinger haben ihre eigenen Erfahrungen und selbst erlebte Begebenheiten einfließen lassen. Das stellt für das Publikum einen großen Unterhaltungswert dar, so die Filmemacher. Die Verantwortlichen wollen damit aufzeigen das “ Leidenschaft auch immer Leiden schafft “. Leider fühlt der Zuseher nicht alle Bemühungen, so dass letztendlich jener Umstand eintritt, die der Produktionsstab am wenigsten wollte, eine durchschnittliche Kost.
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