Stellungswechsel

  • Informationen zum Film
  • Stellungswechsel

  • Originaltitel:
    Stellungswechsel
    Genre:
    Komödie
    Produktionsland:
    Deutschland
    Produktionsjahr:
    2007
    Kinostart Deutschland:
    03.10.2007
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Maggie Peren
    Drehbuch:
    Maggie Peren, Christian Bayer
    Musik:
    Marc-Sidney Müller
    Darsteller:
    Kostja Ullmann, Gustav-Peter Wöhler, Simon Verhoeven, Florian Lukas, Ulrike Kriener, Lisa Potthoff, Herbert Knaup, Adriana Altaras, Philip Koestring, Diana Staehly, Sebastian Bezzel, Annette Paulmann, Stefan Merki, Katharina Heyer, Almut Kapp, Florian Karlheim, Annette Kreft, Nina Kronjäger, Susanne Schröder, Elli Stark, Christian Heiner Wolf, Moses Wolff
  • Inhalt
  • Frank ist 32 Jahre alt, besitzt seit einigen Monaten einen Doktor in Germanistik und hat außer einigen Praktika keine Erfahrung – und das Arbeitsamt lässt ihm das mit aller Härte nicht vergessen. Seine einzige Aufgabe ist Putzen und Kochen in der gemeinsamen Wohnung von ihm und seiner Langzeitfreundin. Während er seit einer Dekade fest mit beiden Beinen in seiner Beziehung steht, hüpft sein Freund Gy, ein Polizist mit einseitigen Zahnschmerzen, der in Dauerinsolvenz steckt, von einer Bettgeschichte zu der nächsten. Nachdem dieser eine neue Partnerin bekam, beginnt schon der erste Streit um die Autoschlüsseln, der in 3000 € Schulden aufgrund eines Autounfalls endete. Doch im Vergleich zu den finanziellen Problemen von Olli, der Besitzer eines langsam in Konkurs gehenden Feinkostladens, wirken die der anderen beiden Freunde eigentlich lächerlich. Nachdem Frank wieder einmal nach einer Arbeit im Bereich der Journalistik suchte, wird ihm am Dach des Abends 150 € für eine Stunde seiner Gesellschaft angeboten – was die Freunde auf eine interessante Idee brachte …
  • Filmkritik
  • Die Geschichte scheint wie eine aus dem Bilderbuch – oder besser aus dem Fernsehprogramm. Die Story um Frank und seine Freunde ist nur ein Aufhänger um eine mehr oder weniger witzige Komödie dem Zuseher zu präsentieren. Dies merkt man im Laufe des Filmes immer deutlicher, da sich die Charaktere eigentlich nicht merklich verändern – bis auf Gy, der sich in äußerst unrealistischen Zügen vom Saulus zum Paulus der Liebesbeziehung entwickelte. Nachdem die beiden Drehbuchautoren schon nicht eine interessante Geschichte fanden, wurden keinerlei Anstrengungen unternommen, um das Drehbuch auf irgendeine Weise außer auf der Unterhaltungsebene zu retten. Denn auch den grundsätzliche Aufbau kann man nicht anders als äußerst schlampig zu bezeichnen, da sich zwar die beiden Drehbuchautoren Peren und Bayer um eine gewisse „Balance“ zwischen den einzelnen Abschnitten bemühten. Doch leider bemerkten die beiden nicht, dass man dieses Gleichgewicht der einzelnen Teile nicht gleichsetzbar ist mit der Gleichberichtung der Längen aller Abschnitte.

    Maggie Peren ist zwar noch nicht wirklich in diesem, für sie neuem Milieu etabliert, doch hat sich schon in den restlichen Teilbereichen der Filmindustrie einen Namen gemacht. Begonnen hat sie zwar als eine Schauspielerin, aber wirklich groß raus kam sie als eine der bekanntesten deutschen Drehbuchautoren. So schrieb sie sowohl derlei von den Kritiken hoch gelobten Dramen wie etwa Vergiss Amerika und NaPolA als auch etwas weniger anspruchsvolle Kost wie etwa Vor kurzem war sie auch mit dem gelobten Hände Weg von Mississippi in aller Munde. So arbeitete sie schon für einige talentierte Regisseure, aber konnte sich nicht deren sensiblen Umgang mit dem Material Film aneignen: Ohne viel Gefühl für Kontrast und Komposition schien sie bloß die düsteren Straßen der Großstadt abzufilmen.

    Um für eine deutsche Produktion hohe Einspielungen zu erzielen, versucht die Produktionsfirma das Werk mit bekannten Darsteller zu füllen. Für die Rolle des eher schüchternen Frank holte man sich wohl den bekanntesten Darsteller in der Runde: Florian Lukas, der seit seiner wohl wichtigsten Rolle als Denis in der DDR-Komödie Good Bye Lenin! immer wieder in größeren deutschen Produktionen zu sehen war. Herbert Knaup und Gustav-Peter Wöhler werden den Zuschauer dank den vielen Auftritten in unzähligen deutschen Produktionen bekannt sein. Den Part des jugendlichen, wilden Lasse wurde von Kostja Ullmann übernommen, den man trotz seiner jungen 23 Jahren schon in ein paar Kinorollen sah – bekannteste wohl seine Darbietung in Sommersturm. Nur für Gy wurde ein eher unbekanntes Gesicht genommen, da man Sebastian Bezzel eher aus TV-Produktionen kennt. Leider half das Aufgebot aus den verschiedenen Sektionen der deutschen Filmindustrie nur wenig: Die meisten der Hauptdarsteller blieben recht kühl in ihrer Darbietung und konnten ihre Leinwandminuten nicht mit irgendeiner interessanten Performance untermalen. Die meisten der Hauptdarsteller blieben recht kühl in ihrer Darbietung und konnten ihre Leinwandminuten nicht mit irgendeiner interessanten Performance untermalen. Besonders Bezzel und Ullmann können mit den anderen nur schwerlich mithalten, da der restliche Cast durch ihre sehr witziger Mimik und Gestik bei dem Publikum punkten kann.

    Fazit:
    Stellungswechsel darf sich als recht amüsante Komödie bezeichnen und wird sich problemlos in den eher mäßigen Kinosommer einreihen und auch seine Freunde finden.
  • Wertu
  • Story
    1,5
    Musik:
    2,5
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    1,0
    Spannung:
    1,5
    Darsteller:
    2,5
    Gesamt:
    2,0
    Verfasst von:
    Sebastian Klausner

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