´

Das Omen

  • Informationen zum Film
  • Das Omen

  • Originaltitel:
    The Omen
    Genre:
    Mystery, Horror
    Produktionsländer:
    UK, USA
    Produktionsjahr:
    1976
    Kinostart Österreich:
    25.09.1976
    Kinostart USA:
    25.06.1976
  • Inhalt
  • In der Pariser Oper treibt ein "Phantom" sein Unwesen. Es handelt sich um einen im Gesicht entstellten Mann, der aus Liebe zur Musik die Oper zu seinem zu Hause gemacht hat. Als "Bewohner" der Oper erwartet er sich ein gewisses Mitspracherecht, zum Beispiel bei der Besetzung der Aufführungen. Anstelle der arroganten Operndiva möchte er viel lieber seine große Liebe, die junge Christine (Emmy Rossum) in der Hauptrolle sehen. Als seine Forderung jedoch nicht sofort erfüllt wird, geschehen einige "Unfälle" welche die Opernbetreiber dazu zwingen auf die Forderungen des Phantoms einzugehen. Als sich dann auch noch Raoul (Patrick Wilson) in "seine" Christine verliebt, kommt es zum unausweichlichen Konflikt...
  • Filmkritik
  • Phantom Redux -----
    Der Film ist eine Adaption des erfolgreichen Musicals von Andrew Lloyd Webber. Sämtliche Songs stammen demnach aus der Bühnenversion. Hat man das Musical, und / oder eine der vielen Verfilmungen des Stoffes gesehen, bewegt man sich als Zuseher auf ziemlich vertrauten Terrain. Musikalisch und schauspielerisch ist THE PHANTOM OF THE OPERA durchwegs gelungen, obwohl Alexander Goebel in der Rolle des Phantoms in der Bühnenversion ausdrucksstärker war als Gerard Butler in der Filmversion. Emmy Rossum (MYSTIC RIVER, THE DAY AFTER TOMORROW) bietet eine gute Darstellung der weiblichen Hauptfigur, und auch Minnie Driver (GOOD WILL HUNTING) in der Rolle der eingebildeten Operndiva ist sehenswert. Mein persönliches schauspielerisches Highlight war jedoch Miranda Richardson, sie spielt in einer Nebenrolle die Mutter von Christine.

    Kitsch is King -----
    Der Film beginnt vielversprechend mit einer elegant inszenierten S/W-Szene, welche die Rahmenhandlung mit der eigentlichen Geschichte verbindet. Doch kurze Zeit später wird klar, dass der Film diese Eleganz nicht über seine gut zweistündige Laufzeit bringen wird. THE PHANTOM OF THE OPERA entwickelt sich visuell zur heillos überfrachteten Kitschoper, zum kunterbunten Ausstattungs- und Kostümfilm. Hätte der Regisseur nur etwas Feingefühl für eine konsistente Farbdramaturgie, dann könnte man von Opulenz sprechen. Im konkreten Fall handelt es offenkundig um waschechten, pompös inszenierten Kitsch. Baz Luhrmann (MOULIN ROUGE!) wäre stolz darauf. Die Bilder der Opernaufführungen im ersten und zweiten Akt des Films würfeln eine knallbunte Farbpalette (256 Farben?) zusammen, ob es am Ende harmoniert hat sich offensichtlich niemand gefragt. Und so werden weiße Kostüme mit goldenen Verzierungen, knallig gelben und roten Farbtönen scheinbar konzeptlos mit dunklen Farben gemischt und der I-Punkt im Farbtopf ist dann wohl das penetrant pinkfarbene Kostüm der Operndiva, das dem Zuseher förmlich die Augen einhaut. Die überfrachtete Ausstattung und die über alle Maßen bunten Kostüme reißen den Film optisch an sich, sie erschlagen nicht nur den Zuseher sondern vor allem auch Choreographie, Darsteller und Regie. Letzteres dürfte allerdings kein Problem sein, Joel Schumacher ist das ja bereits von seinen zwei BATMAN Sequels gewohnt.

    Opernball in Hollywood -----
    THE PHANTOM OF THE OPERA funktioniert in seinen schlichten Szenen weitaus besser als in seinen aufwendigen. Erst im dritten Akt des Films finden sich die ersten größeren Sequenzen, die eine gewisse optische Konsistenz haben. Der Maskenball in der Oper ist zum Beispiel so eine Szene. Die Farbenvielfalt wurde heruntergeschraubt, primär dominiert Schwarz, Weiß und Gold das ausgewogene Bild. Zumindest solange Christine mit ihren rosafarbenen Ballkleid diese kurze Harmonie nicht mit ihrer Anwesenheit stört. Die eindrucksvollsten Momente sind jene in den Katakomben der Oper, der Film versteht es hierbei eine stimmungsvolle Atmosphäre aufzubauen die durchaus ihren Reiz hat. Weniger reizvoll sind allerdings die Effekte. Die Matte Paintings sind grauenvoll und die Visual Effects mittelmäßig, ein Studiofilm durch und durch... Insgesamt gesehen ist THE PHANTOM OF THE OPERA wie eine Hollywood Version vom Opernball. Musikalisch und schauspielerisch durchaus ansprechend, jedoch optisch genauso verkitscht wie Disneyland. Es gibt durchaus Regisseure die sehr gut mit opulenten Bildern umgehen können, Joel Schumacher ist jedoch keiner davon das ist jetzt evident.
  • Wertungen
  • Story
    3,0
    Musik:
    4,0
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    2,0
    Spannung:
    1,0
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    2,5
    Verfasst von:
    Bestellen bei:
    Jetzt auf Amazon bestellen

BILDER ZUM FILM

Bild

Komentare (0)

Um einen Kommentar verfassen zu können müssen Sie sich einloggen. Sollten Sie noch keinen DVD-Forum.at Account haben, registrieren Sie sich bitte hier.

 

Weitere Diskussionen zu diesem und vielen anderen Themen findest du im Forum von DVD-Forum.at.

Rechtliche Hinweise:
Die in den Kommentaren geäußerten Meinungen geben ausschließlich die Ansichten der User wieder, von denen sie gepostet wurden. Diese müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion von DVD-Forum.at sowie deren Partnern decken. Wir behalten uns vor, Kommentare die gegen unsere Nutzungsbedingungen oder gegen straf- oder zivilrechtliche Normen verstoßen bzw. dem Ansehen von DVD-Forum.at schaden können auch ohne Angabe von Gründen zu löschen. Gegen diese Schritte können keine Ansprüche geltend gemacht werden. Bei wiederholten Verstößen ist mit einem Ausschluss aus unserer Community zu rechnen, weiters behält sich DVD-Forum.at bei schwerwiegenden Verstößen wie strafrechtlich relevanten Tatbeständen vor Anzeige zu erstatten und/oder Schadenersatzansprüche geltend zu machen.

Userkritiken

Userkritiken

Um eine Kritik auf DVD-Forum.at abzugeben musst du angemeldet sein.

Cover

das-omen-poster

Bewerte den Film!

Meine Wertung:


Community Wertung:

ø Wertung: 8,3/10 | Wertungen: 18 | Kritiken: 0