Ein Remake von einem Kultklassiker zu schaffen ist entweder äußerst dumm oder sehr gewagt und mutig. Um eine Katastrophe zu verhindern darf der Film mit dem selben Inhalt auf keinen Fall das Original kopieren. Das könnte nicht funktionieren und HAIRSPRAY das Remake wäre dem Untergang geweiht. Auch dürfte das Werk nicht die gleichen Vorzüge wie sein Vorgänger stellen. John Waters HAIRSPRAY war schräg, skurril und wurde mit richtig bösen Textzeilen pointiert. Das neue Projekt hingegen setzt auf andere Werte. Es sucht seinen Vorteil, vor allem mit neu komponierten Songs, einer tollen Choreographie und knallbunten Kostümen. Des weiteren wurde eine Besetzung der Sonderklasse gefunden, die nicht wegen ihrer bekannten Namen glänzt. Sondern dadurch, dass sie perfekt in diese Welt passen. Ihr Make Up und ihre erstaunlichen Masken setzen diesen Film zusätzlich die Krone auf. Noch dazu sieht der Kinobesucher dem Ensemble von der ersten Minute an, wie viel Spaß sie an der Sache hatten. Daraus entstand nicht nur ein gelungener Film, nein es wurde ohne Schwierigkeiten die Komödie des Jahres ! HAIRSPRAY bewegt sich mit seinen Kompositionen zwischen THE LITTLE SHOP OF HORROR und GREASE. Jeder seiner Songs ist das geworden das der vorjährige Musikfilm SHOWGIRLS mit seinen Titeln nicht sein konnte. HAIRSPRAY wartet mit jeder Menge Ohrwürmer auf die man mit ziemlicher Sicherheit bei der nächsten Golden Globe Verleihung wieder hören wird.
Auch ihre Darsteller könnten bei dieser Veranstaltung durch diverse Nominierungen in Erscheinung treten. Vor allem Michelle Pfeiffer als bösartige Velma Von Tussle hätte es verdient, als beste weibliche Nebenrolle, genannt zu werden. Ebenfalls ihr kongenialer männlicher Gegenpart, Christopher Walken fleht förmlich um eine Auszeichnung. In welcher Kategorie John Travolta zu nennen wäre obliegt den Verantwortlichen. Von Weiblich bis Männlich ist dahingehend alles möglich. Mit der 18 jährigen Nikki Blonsky wurde eine bis dato unbekannte Schauspielerin für den Hauptpart engagiert. Nikki kann für ihre Rolle als Tracy Turnblad auf eine schauspielerische Erfahrung und Musical Training aus der Great Neck South High School zurückgreifen. Die Great Neck ist eine hervorragende Schule, die bereits fünfmal von der Grammy Stiftung ausgezeichnet wurde. In weiteren Nebenrollen sind unter anderem Queen Latifah, die den schönsten Song im Film stellt, James Mardsen, Brittany Snow und Zac Efron zu sehen. Zu guter letzt sei erwähnt das der Regisseur und die Hauptdarstellerin des Originals, John Waters und Ricki Lake, einen Gastauftritt verzeichnen. Auch Jerry Stiller durfte sowohl im Vorgänger, als auch im Remake sein Konterfei geschickt in die Kamera halten.
Fazit:
Um HAIRSPRAY ( 2007 ) zu mögen sollte man für seine Musik zugänglich sein. In gewisser Hinsicht sollte der Zuseher auch einen kleinen Hang zu Kitsch besitzen. Ist Beides der Fall wird dieses Musical mit gebührender Sicherheit ein Highlight des heurigen Kinojahres darstellen.
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