Nach Jagdfieber ist Surf `s Up, so der Originaltitel, das zweite große Animationsprojekt von Sony Pictures. Um den Film so viel Qualität wie nur möglich zu verleihen wurden Regiegrößen wie Ash Brannon ( Toy Story 2 ) und Chris Buck ( Tarzan ) engagiert. Und obwohl KÖNIGE DER WELLEN und seine Figuren HAPPY FEET sehr ähneln, haben sie von der Idee nichts gemeinsam. Denn während bei Mumble und seinen Kumpanen noch alles sehr lieblich mit Musik umtanzt wurde, findet man sich bei KÖNIGE DER WELLEN in einer wesentlich anderen Strategie wieder. Die Musik ist viel zeitgemäßer und statt den netten Tönen werden uns Songs von Green Day, Incobus oder Pearl Jam vorgesetzt. Dieser Film ist trotz seiner witzigen Figuren, etwas ernster und erwachsener geworden. Auch diesen Film in einer Art Pseudo Dokumentation zu gestalten, verstärkt den Eindruck. Ob man damit eventuell sein Zielpublikum verfehlt bleibt abzuwarten. Denn die Kids von heute sind den Stil von HAPPY FEET noch gewöhnt und erwarten quasi eine Art Fortsetzung. Und das ist dieser beschriebene Film nicht geworden. Durch den Dokumentationsstil wirkt er zusätzlich noch langsamer und seriöser und deshalb könnten sich bei der jüngeren Generation einige Hänger einschleichen.
Aus der technischen und animierten Sicht gibt es nichts an den Film auszusetzen. Die Pinguine bewegen sich gekonnt über die realistisch anzusehenden Wellen. Die Auswahl der gezeichneten Charakteren sind überaus gelungen und ihre Dialoge sprühen von Wortwitz. Die Szenen beinhalten das Wesentliche, nämlich das Wellenreiten an sich. Sie stellen neben der Philosophie den Hauptanteil an diesem Projekt. Diese angesprochenen Philosophie, das Freundschaft mehr zählt als alles andere ist eine sehr Verbrauchte und lähmt leider etwas den Gesamteindruck. Schon klar das Verantwortliche den Kiddies in Filmen auch etwas lernbares mit auf den Weg geben wollen. Aber, diese Weltanschauung ist verbraucht und holt heutzutage keinen mehr vor dem Ofen. Neuere, wie um Beispiel der Klimawandel, würden besser in unsere Gegenwart passen. Die Message das Freundschaft wichtig ist, hat man schon zu oft gesehen.
Fazit:
KÖNGE DER WELLEN ist ein lieber und netter Film geworden. Leider kommt er wegen seiner kleinen Längen nicht ganz an seinen zu messenden Vorgänger Happy Feet heran.
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