Death Proof - Todsicher

  • Informationen zum Film
  • Death Proof - Todsicher

  • Originaltitel:
    Death Proof
    Genre:
    Action, Krimi, Thriller
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2007
    Kinostart Österreich:
    19.07.2007
    Kinostart Deutschland:
    19.07.2007
    Kinostart USA:
    06.04.2007
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Quentin Tarantino, Eli Roth
    Drehbuch:
    Quentin Tarantino
    Darsteller:
    Rose McGowan, Jordan Ladd, James Parks, Kurt Russell, Vanessa Ferlito, Tina Rodriguez, Rosario Dawson, Michael Parks, Helen Kim, Jonathan Loughran, Nicky Katt, Marley Shelton, Mary Elizabeth Winstead, Tracie Thoms, Sydney Tamiia Poitier, Marcy Harriell, Omar Doom, Michael Bacall, Monica Staggs, Marta Mendoza, Tim Murphy, Melissa Arcaro, Electra Avellan, Elise Avellan, Eurlyne Epper, Jamie L. Dunno, Kelley Robins, Quentin Tarantino, Eli Roth
  • Inhalt

  • Vier Freundinnen wollen ihre freien Tage ohne Männer auf einen Landhaus in Texas verbringen. Zuvor bringen sie sich gemeinsam in einer Bar in Stimmung in dem die Girls Joints und harte Drinks verschlingen. Nicht zufällig erscheint auch Stuntman Mike in jenem schäbigen runtergekommenen Laden. Er treibt ein böses Spiel und begibt sich mit seinem umgebauten Dodge auf die Spuren der Ladys.

    14 Monate später; Stuntman Mike taucht in Lebanon, Tennessee auf und wieder ist er hinter vier jungen hübschen Opfern her. Doch diesmal wird sich die Jagd wesentlich schwieriger gestalten, denn die von ihm Ausgesuchten sind Stunt Frauen und erholen sich gerade von einem harten Dreh.

  • Filmkritik

  • Die Inhaltsangabe fällt aus gutem Grunde ziemlich gering aus. Denn eine Geschichte gibt es in Tarantinos neuen Film DEATH PROOF nicht zu beschreiben. Der Film bekundet sich als eine Episode die in zwei Kapiteln erzählt wird. Die Tatsache dieses Werk für Europa zu dehnen, stellt sich als bedenklicher Fehler heraus. Denn diese “ zarte “ Story erweist sich als viel zu dünn um über 120 Minuten interessant zu bleiben. Viel zu mühsam versuchen sich Dialoge über Tarantinos Fachwissen zu spinnen. Und dieser Umstand kann auf Dauer nicht funktionieren. Es werden scheinbar endlos, fremde und auch eigene Zitate in die Gegend geschmettert, so das ein Erkennen solcher nur den Macher selbst vorbehalten bleibt. Klar das Quentin seine Vorlieben zu Trash Klassikern der 70er Jahre mit diesem Film in Erinnerung ruft und diverse ähnlich alte TV Serien einen Kultstatus verleihen will. Aber das ewig zelebrieren der damals schon einem geringen Zuschauerkreis besitzenden “ Goodies “ nervt ! Weniger wäre mehr, und ein 90 Minuten Cut, vor allem an den richtigen Stellen, könnte Heilung bringen.

    Denn die Herangehensweise an DEATH PROOF in Sachen Stilistik erscheint ein wesentlich bemerkbarer Aspekt. Quentin formt sein Werk mit Farb, Ton und Bildaussetzern in ein typisch billiges 70er Jahre Flair. Schon vor dem Beginn zollt der Regisseur mit “ Our Feature Präsentation “ Huldigung an seine damalige Lieblinge. Danach werden Stimmen mal leiser, mal lauter. Auch verschwindet die Farbe für einige Zeit um Minuten später wieder knallbunt zu erscheinen. Auch werden Bildausfälle imitiert, als hätte der Filmvorführer noch vor dem Start schnell die Rolle repariert. Streifen ziehen sich durch das Bild und des öfteren wirkt es als wäre die Linse verstaubt. Das alles macht DEATH PROOF noch zu keinen guten Film aber eine gewisse Eigenständigkeit ist durchaus positiv vernehmbar. Vor allem weil der Regisseur diese gewollten Makel zu setzen, konsequent durch die gesamte Länge des Films verfolgt.

    Der größte Pluspunkt was diese Zeit in Action Filmen zu bieten hatte waren ihre Autoverfolgungsjagden. Damals als noch keine Pixel oder CGI`s die Realität verdrängten, wo eine Karambolage noch echtes Blech zertrümmerte. Damals gab es auch vermehrt echte Helden zu feiern, die für jene waghalsigen Szenen verantwortlich zeigten. Diesen mutigen Stunt Frauen und Männer gilt auch ein Teil der Verherrlichung dieses Streifens auf den der filmbesessene Quentin Tarantino sein Augenmerk lenkte. Sie sind auch wirklich sehenswert und vor allem, unverfälscht echt. Der Genre Fan wird es ihm danken wenn Stahl sich gegenseitig von der Straße zu rammen versucht. Wenn Sportwägen der damaligen Epoche ungebremst ineinander knallen. Tarantino nahm sich hierfür Anleihen von Spielbergs DUEL oder H.B.Balickis DIE BLECHPIRATEN und erweist ihnen damit seine Referenz.

    Frauen als Helden, ein Thema das sich in Quentins Filmen stets wiederholt. War es The Bride, oder O-Ren Ishii in KILL BILL oder JACKIE BROWN aus dem gleichnamigen Film. So ist es diesmal gleich eine Armee sexy aussehender Frauen mit klingenden Filmnamen. Diesmal dürfen sich Abernathy, Arlene Butterfly, Shanna Banana, Jungle Julia und Zoe Bell dem Bösewicht Stuntman Mike zur Wehr setzen. Zoe Bell war im übrigen Uma Thurmans Stuntfrau während der Dreharbeiten zu KILL BILL und diese Fähigkeit stellt sie in DEATH PROOF nachdrücklich unter Beweis. Fast scheint es so als erhebt Quentin das weibliche Geschlecht in die Kategorie: Stärkere Geschlecht !

    Insgesamt bietet der DEATH PROOF eine vergnügliche Kost, die mit einer grandiosen Songauswahl unterstützt wird. Seine Darsteller macht es sichtlich Spaß Teil eines Tarantino Spektakels zu sein. Leider verdirbt das matte Drehbuch ein noch besseres Endprodukt. Und auch ein fahler Beigeschmack wegen der viel zu langen Dialogszenen ist nicht zu übersehen. Liebhaber und uneingeschränkte Fans des Meisters werden diesen letzten angesprochenen Aspekt als ein Positivum abtun.

  • Wertu
  • Story
    1,0
    Musik:
    4,0
    Unterhaltung:
    4,0
    Anspruch:
    1,0
    Spannung:
    3,0
    Darsteller:
    4,0
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
    Richard Lammel

Kommentare

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Userkritiken

User Kritiken

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„Death Proof“ ist eine Hommage an das Grindhouse- und Exploitation-Kino der Siebziger Jahre, schmuddelige Atmosphäre im Kino, schlechte Filmrollen, schlechter Schnitt. All das hat der Film, natürlich gewollt, doch nimmt dies nichts von der Atmosphäre. Es ist schön, wieder einmal einen Streifen mit Jumpcuts, Filmrissen und Sprüngen und dergleichen zu sehen.

Die Anspielungen auf diverse Siebziger Actionfilme und Serien kommen gut an; Erinnerungen an Filme wie „Fluchtpunkt San Francisco“ werden so geweckt.

Eigentlich wollte Tarantino ein Grindhouse-Projekt machen, doch blieb der Erfolg in den USA aus. Bei uns wurden die beiden Filme, die dieses Projekt darstellen – „Planet Terror“ und „Death Proof“ – schon von vornherein getrennt. Da die Studios uns deswegen entschädigen wollten, drehte man kurzerhand eine Langfassung von „Death Proof“.

So haben wir ein paar Szenen mehr erhalten, unter anderem einen Lapdance.

Dieser Film spielt auch und vor allem im Tarantino-Universum, und so gibt es wieder Big-Kahonies-Burger oder auch eine winzig kleine Anspielung auf die Serie „CSI“, bei der Tarantino für zwei Folgen Regie führte. Auch „Planet Terror“ zeigt sich hier, durch einen Auftritt Doc Blocks.

Sehr positiv zu bemerken ist, dass Tarantino keine CGI-Effekte bei den Stunts einsetzte. Dies brauchte er auch nicht, spielt doch eine sehr bekannte Stuntfrau eine Hauptrolle – und zwar sich selbst: Die Neuseeländerin Zoé Bell die von Anfang bis Ende das Stuntdouble von Xena (Lucy Lawless) war, hat in „Death Proof“ einen waghalsigen Stunt zu meistern.

Tarantino zeigt uns hier, wie sehr er das Grindhouse-Kino der Siebziger Jahre liebt. Für jeden Tarantino-Fan und für alle, die Actionfilme der Siebziger mögen, ist dieser Streifen eine absolute Empfehlung.

geschrieben am 25.07.2011 um 14:38

Also ich muss schon sagen, "Death Proof" hinterlässt ein gefühl, das man mit dem Wort "Enttäuschung" gar nicht mehr beschreiben kann. Bei den Dialogen hatte ich das Gefühl, als wollte Tarantino sich irgendwie selbst kopieren (wie es diverse andere schon probiert hat), aber derart aufgesetzt wirkende Möchtegern-coole Dialoge habe ich schon lange nicht mehr gehört), zudem passt die Story selbst auf die Rückseite einer Briefmarke und wurde absolut langatmig und einfach nur öde inszeniert.

Insgesamt hat der Film 3 gute Szenen:
- Vanessa Ferlitos Lap Dance
- Autounfall
- Verfolgungsjagden zu Ende

Letztere wurden nämlich hervorragend umgesetzt und sind spannend, actionreich und atemberaubend ausgefallen. Dann, als ich mir gedacht habe "Jetzt wirds interessant" war der Film plötzlich aus. Ich hatte mich nämlich noch auf eine Szene gefreut, in der die Mädels das völlig demolierte Auto zurückbringen.

Überzeugend waren hier lediglich die Schauspieler (allen voran Kurt Russel und natürlich QT himself) aber nach den "coolness-Maßstäben" eines Tarantino-Films ist "Death Proof" in meinen Augen ein wahnsinniger Flop!

geschrieben am 24.07.2011 um 19:37

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ø Wertung: 6,9/10 | Wertungen: 19 | Kritiken: 2