Baba's Cars

  • Informationen zum Film
  • Baba's Cars

  • Originaltitel:
    Babas bilar
    Genre:
    Komödie, Action
    Produktionsland:
    Schweden
    Produktionsjahr:
    2006
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Rafael Edholm
    Drehbuch:
    Rafael Edholm, Björn Olofsson
    Musik:
    Hannu Kiviaho
    Darsteller:
    Andreas Wilson, Per Christian Ellefsen, Laura Malmivaara, Georgi Staykov, Jarmo Mäkinen, Göran Forsmark, Sara Sommerfeld, Hassan Brijany, Peter Franzén, Hannu Kiviaho, Joakim Andersson, Conny Ceder, Rogelio Duran, Sylvia Rauan, Hayes Jemide, Eivor Strandberg, Kent Sturk, Lars Törnman, Björn Olofsson, Johan Kyrö, Christian Kitter
  • Inhalt
  • Jojo und Anso sind ein verträumtes Pärchen, das immer von der Zukunft schwärmt. Doch durch nur wenig Geld sind die beiden „gefangen“ in ihrem alltäglichen Leben und in ihrem kleinen Heimatkaff in Schweden. Anso ihren Liebhaber immer wieder unter Druck setzt, lässt er sich auf Arbeit bei Baba ein, der Vater seiner Geliebten, der gleichzeitig ein zwielichtiger Autoverkäufer ist. Obwohl er versprochen hat, nur ungefährliche Aufträge zu erfüllen, fährt er los, um einen Cadillac von einer jungen Dame abzuholen. Alles scheint normal und schnell erledigt – nur weiß Jojo nicht: Dies war das Auto von Ivan, dem großen Gangsterboss des Drogengeschäftes in dieser Gegend, und er will es wieder haben …
  • Filmkritik
  • Regisseur Rafael Edholm hat mit diesem Werk eindeutig auf die Gaunerfilmwelle gesetzt, die Anfang der 90er zuerst durch die noch ernsteren Tarantinoklassiker begann und später im britischen Königreich und im restlichen Europa durch Ritchie’s Lock, Stock and Two Smoking Barrels gänzlich durchsetzte. Eben derlei Meister des Genres – insbesondere Guy Ritchie – hat sich Edholm für seinen hier verwendeten Stil als Vorlage genommen. Doch während der Gemahl von Madonna im richtigen Moment seine Technik zu benützen weiß, sind die meisten Szenen, die in diesem Werk in der Video-Clip-Ästhetik versucht wurden, nur uninspirierte Versuche geblieben, denen man keinerlei Gefühl für Timing zuschreiben kann.

    Edholm versuchte aber auch in eine andere filmische Richtung zu tendieren und fand in den Coenbrothers ein geeignetes Kopieropfer. Die weißen, düsteren Landschaftsbilder in der Kälte Schwedens dürften einem in besserer Form schon aus Werken wie etwa Fargo bekannt sein. Um aber die Anleihen auf diese Künstler zu verbergen, versuchte sich Edholm noch an den Western der 60er und 70er, aber konnte die „innovative“ Idee des Western in der Eiswüste nur klischeehaft einsetzen. Edholm hat sich hier einige der besten und interessantesten Regisseure der Gegenwart als Vorbild genommen, konnte aber nicht einem in deren Gebieten auch nur annähernd das Wasser reichen.

    Neben der Regie fand auch das Drehbuchduo in dem westlichen Gaunerkomödienmilieu ihr Vorbild, konnte aber den subtilen und schwarzen Humor desselben einfach nicht nachmachen. Stattdessen wirken die Witze allesamt äußerst platt, die Geschichte einerseits konstruiert, aber andererseits noch immer zu „einfach“ strukturiert und die Figuren zwar überzogen, aber nicht interessant.

    Fazit:
    Die schwedische Variante von Snatch kann einem kaum überzeugen – lieber bei den „Originalen“ bleiben!
  • Wertu
  • Story
    1,0
    Musik:
    1,5
    Unterhaltung:
    2,0
    Anspruch:
    0,5
    Spannung:
    1,0
    Darsteller:
    1,5
    Gesamt:
    1,5
    Verfasst von:
    Sebastian Klausner

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