Nach einigen Arbeiten für diverse Fernsehserien versucht sich Regisseur Michael Katleman an seinem ersten Kinospielfilm. Primeval, so der Originaltitel zeigt eine Mischung aus Horrorelementen und der momentanen prekären Situation in Burundi, Afrika. Das Land befindet sich in einem Bürgerkrieg in dem ein Mann Namens Little Gustave regiert. Er vernichtet alles und Jeden der sich gegen Ihn stellt. Und wäre das nicht schon schlimm genug, wütet in den Gewässern ein riesiges, scheinbar mutiertes Krokodil, das wahllos mordet sobald sich Einer an die Nähe des Ufers traut.
Wäre Mister Katleman doch besser beim Fernsehen geblieben. Denn was er den Publikum vorsetzt ist schlichtweg eine Gemeinheit. Die genreübergreifende Handlung passt überhaupt nicht zusammen. Das daraus Entstandene kann nicht als Film sondern nur noch als Stückwerk bezeichnet werden. Die Szenarien darf der Betrachter als peinliche Katastrophe abtun, das mit Horror oder Drama nur wenig zu tun hat. Vielmehr erhält im Verlauf die Lächerlichkeit Platz sich zu entfalten und nur eine entstehende Müdigkeit verhindert das vorzeitige Verlassen des Kinosaales. Leider fällt das Urteil so drastisch aus denn Dilettantismus darf nicht schön geschrieben werden. Zwar kann der Hinweis auf die dramatische Lage in Afrika gutgeheißen werden, es sollte nur in einem besseren Rahmen stattfinden. Leider ergeht es in diesem Fall “ DIE FÄHRTE DES GRAUENS “ nicht besser als das ebenfalls aufzeigende “ BORDERTOWN “. Beide filmischen Umsetzungen enden trotz guten Willens im Fiasko und hinterlassen einen Trümmerhaufen.
Auch die Darsteller passen sich nahtlos an die blamable Leistung des Regisseurs an. Sie agieren per Zufall und kaum eine Regung dient der Optimierung des Charakters. Sie wirken fast wie Marionetten die am Set abgestellt wurden. Auch der Bekannteste unter ihnen, Jürgen Prochnow schafft es nicht seinen ehemaligen Ausdruck zu zeigen. Er reiht sich exakt in die Riege der matten Gesichtslosen ein. Der Schnitt ist insofern vorhanden in dem er ausschließlich an falscher Stelle platziert ist. Den Score vergisst man in jenem Moment in dem der Zuseher ihn hört. Die Kamera ist zu nahe am Geschehen so das schlechte Effekte kaschiert werden konnten. Die Ausleuchtung war in Actionszenen mit dem Krokodil wohl aus dem selben Zweck zu dunkel. Insgesamt erweist sich “ DIE FÄHRTE DES GRAUENS “ als vollkommen missglückte Konzeption, zu dem er hinzufügend den Status “ unnötig “ aufgestempelt bekommt.
Fazit :
Mit Sicherheit der handwerklich bedenklichste Horrorfilm der letzten Jahre !
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