28 Weeks Later...

  • Informationen zum Film
  • 28 Weeks Later...

  • Originaltitel:
    8 Weeks Later
    Genre:
    Horror, Thriller
    Produktionsländer:
    UK, Spanien
    Produktionsjahr:
    2007
    Kinostart Österreich:
    31.08.2007
    Kinostart Deutschland:
    30.08.2007
    Kinostart USA:
    11.05.2007
    Verleiher Österreich:
    20th Century Fox
    Verleiher Deutschland:
    20th Century Fox
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Juan Carlos Fresnadillo
    Drehbuch:
    Rowan Joffe, Enrique López Lavigne, Jesús Olmo, Juan Carlos Fresnadillo
    Musik:
    John Murphy
    Darsteller:
    Rose Byrne, Jeremy Renner, Robert Carlyle, Catherine McCormack, Beans El-Balawi, Amanda Walker, Stewart Alexander, Roderic Culver, Shahid Ahmed, Harold Perrineau, Idris Elba, Imogen Poots, Mackintosh Muggleton, Garfield Morgan, Emily Beecham, Meghan Popiel, Philip Bulcock, Chris Ryman, Tristan Tait, William Meredith, Matt Reeves, Thomas Garvey, Tom Bodell, Andrew Byron, Sarah Finigan, Maeve Malley-Ryan, Ed Coleman, Karen Meagher, Amanda Lawrence, Simon Delaney
  • Inhalt

  • Die Geschichte beginnt ein paar Tage nach Ende des ersten Teils. Über ganz England liegt noch immer ein Virus das gesunde Menschen zu Zombies mutieren lässt. Doch diese Zombies sind schlau, flink und bärenstark. Don, einer der wenigen übriggebliebenen gesunden Menschen, verschanzt sich mit seiner Frau und Verwandte in einem kleinen Haus nahe der Stadt. Ihre Kinder konnten sie vor der Epidemie rechtzeitig zu Bekannte nach Amerika schicken. Als ihr Haus von hungrigen Monster heimgesucht wird, kann Don fliehen. Aus Feigheit und vorherrschender Panik lässt er seine geliebte Frau in den Fängen der Zombies. 28 Wochen später ...

    Amerika hat England als Virusfrei klassifiziert und die ersten 500 Einheimische dürfen zurück in ihr Land. Auch Dons beide Kinder sind unter den Rückkehrern. Er selbst erwartet sie am Bahnhof aber das Wiedersehen wird durch die Abwesenheit der Mutter getrübt. Der Vater versucht sich zu rechtfertigen in dem er seinen Sprösslingen nicht die ganze Wahrheit erzählt. Gleich am nächsten Tag durchqueren die Beiden eine Passage ins unsichere Gebiet. Sie wollen in ihre alte Umgebung um an ihr ehemaliges Haus zu gelangen. Als der Junge das obere Stockwerk durchforstet entdeckt er seine Mutter. Sie lebt, aber trägt das Virus noch in sich !

  • Filmkritik

  • Danny Boyles 28 Tage später wurde bei Kritikern und Genre Liebhaber zu gleicher Maßen gefeiert. Für die Fortsetzung 28 WEEKS LATER wurde der spanische Regisseur Juan Carlos Fresnadillo engagiert. Juan wurde in unseren Breiten mit seinem Werk INTACTO bekannt für den er den heimischen Oscar den Goya Award gewann. An der Produktion sind die Macher des Originals Danny Boyle und Alex Garland mit von der Partie. Auch der ursprüngliche Komponist John Murphy durfte seine Kompositionen ins Geschehen einfließen lassen so das der Eindruck einer nahtlosen Weiterführung verspürt wird.

    28 WEEKS LATER, um es vorweg zu nehmen, funktioniert. Die Spannung trägt den Film mühelos über die volle Distanz. Obwohl in diesen Teil die Endzeitstimmung einer Aufbruchstimmung weicht ist das Grauen stetig präsent und inmitten der Handlung. 28 WEEKS LATER besitzt keinen Spannungsbogen der langsam aber ständig steigt. Hier weiß man nach exakt einer Minute was Sache ist. Hier wird dem Zuschauer keine Zeit zur Akklimatisierung gegeben. Es geht im wahrsten Sinne des Wortes ans Eingemachte ! Noch gesunde Charaktere, Zombies oder Kinobesucher sitzen im gleichen Boot in dem Keiner verschont wird. Eindringlich durch geniale Soundeffekte verfeinert appelliert der Seher vergebens seine Nervenstränge zu schonen. Denn ruhige Minuten sind rar und schnell folgt der nächste intensive Kitzel. Für Freunde des Horror Films wird diese Fortsetzung vollends überzeugen.

    Ein Wehrmutstropfen das leider keine bessere Benotung in der Gesamtbeurteilung zulässt ist die stilistische Umsetzung der Action Szenen. Diese sind viel zu schnell geschnitten und zu nahe am Geschehen. Zwar verspürt der Betrachter durch diese Handhabe die Nähe zum Bösen genau, und dieser Stil passt virtuos zur Inszenierung. Aber sie fallen zu lange aus und manchmal geht das auf Kosten der Orientierung. Der Ergriffenheit tut dieser Vorgang natürlich keinen Abbruch. Andererseits werden die wenigen ruhigen Passagen stimmlich wunderbar koordiniert, so das ein Gesamturteil nur Positiv ausfallen kann.

    Ein pointierter Hintergrund der Story ist das Amerika mit ihrer Macht auch hier ihre Fäden zieht. Sie versuchen zwar den Engländern zu helfen, ihre Absichten sind gut. Aber sie treten gerne in Fettnäppchen und jede ihrer Entscheidungen ist falsch. Zu leicht könnte man Parallelen aus der “ echten Welt “ ziehen. Mit jeden gutgeglaubten Handeln machen sie alles nur noch schlechter. Ein Schelm der Böses dabei denkt ....

    Zu guter letzt muss man den wohl momentan besten Komponisten der Gegenwart loben. JOHN MURPHY schafft mit seinen Klängen Atmosphäre und hebt eine Dramatik ins Grenzenlose. Der 1965 in London geborene Engländer zeichnet für großartige Scores wie 28 Days later, Miami Vice, Sunshine und nun auch 28 WEEKS LATER verantwortlich. Jeder Ton, jede Note hebt das Niveau dieses Werkes zusätzlich an und so manche Passage bleibt den Zuseher im Gehör haften. Hierfür würde sich ein Kauf des Soundtracks empfehlen denn diese Werke können sehr wohl auch ohne dem passenden optischen Zusatz genüsslich wahrgenommen werden.


    Fazit:

    Toll, Spannend, Faszinierend ... Leider mit dem kleinen Beigeschmack der “ nervösen “ Kamera.
  • Kurz Kritik
  • Story
    3,5
    Musik:
    5,0
    Unterhaltung:
    3,5
    Spannung:
    4,5
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
    Richard Lammel

Kommentare

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User Kritiken

User Kritiken

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Als Fan des Horror-Genres ist man von Fortsetzungen ja so einiges gewöhnt. Allzu oft versucht man mit billigen Sequels im Fahrwasser des beliebten Originals an dessen Erfolg mitnaschen zu können, und vernachlässigt dabei die Qualität – und verliert dadurch oftmals genau jene Elemente, die das Original erst zu so einem Erfolg gemacht haben. "28 Weeks Later" fällt zum Glück nicht in diese Kategorie. Zwar wird natürlich auch hier die Hauptmotivation gewesen sein, durch die Fortsetzung zu Danny Boyle's Original, welches nach der Veröffentlichung schnell zum Kultfilm avancierte, einen finanziellen Erfolg einzufahren. Trotzdem merkt man, dass sich Regisseur Juan Carlos Fresnadillo mit seinen Drehbuch-Coautoren Gedanken darüber gemacht hat, wie man auf den ersten Teil aufbauen kann, ohne einfach nur eine billige, einfallslose Kopie und/oder einen müden Abklatsch abzuliefern: Während sich Danny Boyle auf die Folgen einer solchen Epidemie konzentriert hat, lässt uns die Fortsetzung nun den Zusammenbruch der Zivilisation hautnah erleben – wenn auch "nur" am Beispiel einer vergleichsweise kleinen Gesellschaft.

War es im ersten Teil die Forschung (sowie militante Tierschützer; auch wenn ich nicht glaube, dass Danny Boyle und Alex Garland damit etwas Grundsätzliches aussagen wollten, á la "Keine Macht dem Tierschutz!"), liegt der neuerlichen Ausbreitung des Virus ein persönliches, familiäres Drama zugrunde, nämlich Don's Entscheidung, seine Frau zurückzulassen und seine eigene Haut zu retten – eine Tat, für die im Endeffekt alle in "New London" den Preis zahlen. Dennoch wird Don hierfür nicht verteufelt – vor allem, da bei der (natürlich teilweise gelogenen) Schilderung der Ereignisse an seine Kinder seine Selbstvorwürfe deutlich werden und man erkennt, wie er selbst mit dieser Entscheidung hadert. Natürlich war es egoistisch, rücksichtlos und fragwürdig von ihm, seine Frau einfach so ihrem Schicksal zu überlassen, dennoch ist die Entscheidung – vor allem in der Hitze des Gefechts – durchaus nachvollziehbar. Insbesondere, wenn man den Vorgänger kennt und weiß, wie schnell sich die Infizierten für gewöhnlich in blutrünstige Monster verwandeln. "28 Weeks Later" zwingt uns hier gleich zu Beginn – in einer der besten Szene des Films – uns in Don's Lage zu versetzen und uns zu fragen: Hätten wir in dieser Situation wirklich anders gehandelt? Wären wir selbstlos geblieben und hätten alles daran gesetzt, Alice zu retten – selbst wenn dies mit großer Wahrscheinlichkeit unseren eigenen Tod bedeutet hätte? Unter diesem Gesichtspunkt erscheint die Strafe für Don's kurzen Moment der Schwäche – nämlich der erneute Ausbruch der Krankheit – unangemessen hart.

Eine Thematik, die "28 Weeks Later" mit dem Vorgänger teilt, ist die kritische Betrachtung des Militärs. Nicht nur, dass man um die Verbreitung des Virus einzudämmen dazu bereit ist, jene zu töten, die man eigentlich beschützen sollte, scheitert man im Endeffekt sogar damit. Jene Szene, als die Soldaten den Befehl ihres Vorgesetzten ausführen und damit beginnen, keinen Unterschied mehr zwischen Infizierten und Gesunden zu machen, zählt zweifelsohne zu den dramaturgischen Höhepunkten des Films. Weitere diesbezügliche Highlights sind – neben dem bereits erwähnten Einstieg mit dem Angriff auf das abgelegene Landhaus – der Einsatz des Giftgases, die Zerstückelung mehrere Infizierter durch einen Hubschrauber, sowie die enorm spannende Szene, als sich die letzten verbliebenen Überlebenden auf der Flucht vor den Infizierten in einen U-Bahn-Schacht begeben. Letztere zieht ihre Spannung vor allem aus dem – damals noch recht unverbrauchten und sehr effektiven – Stilmittel mit dem Nachtsichtgerät, welches (im Vergleich zu z.B. "Das Schweigen der Lämmer") noch dazu nur einen sehr kleinen Bereich des Bildes sichtbar macht…

Mit Ausnahme des Drehbuchs orientiert man sich in praktisch allen anderen Bereichen der Produktion sehr stark am Original. Wie schon bei "28 Days Later" wurde John Murphy für die Filmmusik verpflichtet, der zwar auch das eine oder andere gelungene neue Thema komponierte, an den Schlüsselstellen des Films erklingt jedoch mit "In the House, In a Heartbeat" gleich mehrmals das wohl bekannteste und prägnanteste Stück aus dem Vorgänger. Ebenfalls an das Original erinnert die Verpflichtung eines starken Ensembles in den Haupt- und wichtigsten Nebenrollen. Neben Robert Carlyle und Rose Byrne, welche die größte Last auf ihren Schultern tragen (und meistern), überzeugen in Nebenrollen noch Jeremy Renner, Imogen Poots (die trotz der weniger interessanteren Rolle einen bleibenderen Eindruck hinterlässt als ihre quasi-Vorgängerin Megan Burns) und Catherine McCormack, während Harold Perrineau und Idris Elba leider nicht wirklich etwas zu tun bekommen und dadurch auch nur bedingt zum Erfolg des Films beitragen dürfen. Wie schon beim Vorgänger liegt die größte Stärke von "28 Weeks Later" aber in der tollen Inszenierung, die erneut statt auf Schockmomente auf eine dichte Atmosphäre setzt, und uns einige der spannendsten Momente des Kinojahres 2007 bescherte – nicht zuletzt war mir die oben bereits angesprochene Szene in der U-Bahn beim FilmRückblick damals ja sogar die Auszeichnung als "Nägelbeißer des Jahres" wert!

Fazit:
Die befürchtete Schändung des Originals ist ausgeblieben. Dem Team von "28 Weeks Later" ist unter der Leitung von Regisseur und Drehbuch-Coautor Juan Carlos Fresnadillo eine würdige Fortsetzung zu Danny Boyle's Endzeit-Schocker gelungen, welche die dort erzählte Geschichte konsequent weiterführt und um einige interessante neue Ideen und Aspekte bereichert. Schauspielerische Leistungen, musikalische Untermalung und die sehr atmosphärische Inszenierung befinden sich auf dem Niveau des Vorgängers. Vor allem letztere zählt erneut zu den größten Stärken des Films und sorgt für einige sehr spannende Momente und Szenen. Das Drehbuch mag sich zwar nicht ganz mit jenem von Alex Garland messen können, weiß aber ebenfalls zu gefallen, und verfügt wie der Vorgänger über einiges an Anspruch und Sozialkritik. Vor allem das Militär bekommt wieder einmal sein Fett weg – aber auch individuelle Entscheidungen werden hinterfragt und kritisch beleuchtet. Das düstere Finale sorgt dann schließlich für einen stimmigen, gefälligen Abschluss eines überzeugenden Sequels, dass zwar die Klasse des Vorgängers nicht ganz erreicht, sich aber auch nicht vor ihm verstecken muss.
8/10

Review © Christian Siegel
verfasst am 05. Oktober 2011
geschrieben für und ursprünglich veröffentlicht auf http://www.fictionbox.de

geschrieben am 04.11.2011 um 23:33

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Wertung: 7,8/10 | Wertungen: 17 | Kritiken: 1