-Eine kleine Selbstbiografie
Regisseur Arévalo hatte bis zu diesen Film seinen Weg nicht wirklich gefunden gehabt. Er sprang von einer Laufbahn zu der nächsten – begonnen bei dem Traum eines Bankers über den Schauspielerberuf bis hin zum Drehbuchschreiberling. Diese Erfahrung ließ er sehr stark in das Drehbuch zu diesem Film einfließen. Sein Hauptdarsteller sucht die Antwort zu einer Frage, die er noch nicht einmal gefunden hat. Dieses Gefühl der Unsicherheit ist immer und überall in diesem Film vorhanden und zieht sich bis zu der Entscheidung über den Titel – „dunkelblaufastschwarz ist ein Seelenzustand, eine ungewisse Zukunft.“
-Düstere Bilder über das Leben
In wunderschön komponierten Bildern stellt Arévalo die Beziehungen zwischen seinen Protagonisten dar. Sein Drehbuch erzählt uns die Geschichte von emotionaler Entfernung und Entfremdung. Während die Figuren doch alle so nah sind, zeigt uns der Regisseur stets das wahre Gesichter dieser glücklich scheinenden Beziehungen der Personen, die immer von unsichtbaren Wänden auseinander gerissen werden. Die Schauspieler schaffen es das Gefühl dieser Einsamkeit und emotionalen Kälte den Zuseher näher zu bringen. Sie sind gut gewählt und haben sich schon öfters im spanischen Kino als wunderbare Charakterdarsteller herausgestellt.
-Die Klänge der Einsamkeit
Die Musik dieses kleinen schönen Dramas verdeutlicht noch dazu die Grundstimmung des Filmes, welche zwischen leichte Komödie und düsteren Drama schwankt. Sie ist zwar nicht so herausragend, da sie nach einiger Zeit etwas redundant wirkt, aber unterstützt doch die sensiblen Bilder.
Fazit:
Ein grandioses Drehbuch zwischen Leid und Glück, eine tolle Atmosphäre und passende Schauspieler. Es ist kein Wunder, dass dieses subtile Drama über emotionales Auseinanderleben ein Sieger bei den letzt jährigen Goya-Festspielen war!
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