Einen Thriller zu inszenieren stellt für Regisseur Gregory Hoblit kein sonderliches Problem dar. Schon in Primal Fear, Fallen oder Frequenzy beweist er mit dieser Materie umzugehen. Allerdings schafft er es diesmal nicht das umzusetzen was einen Thriller wesentlich macht. Einen Film durchwegs interessant zu halten, einen Spannungsbogen zu bilden. DAS PERFEKTE VERBRECHEN zeigt sich in diesen Belangen als durchschnittliches Werk dem die Gänsehaut fehlt. Zwar ist gegen Gregorys Regieren im Grunde nichts zu sagen. Er schafft schöne Bilder und gibt Raum für seine Protagonisten. Er erzeugt ein angemessenes Flair und seine Handlung passt in dem atmosphärischen Rahmen. Es fehlt dem Regisseur allein das Händchen den Thrill auf die Spitze zu treiben. Ein Aha Erlebnis das den Zuseher in seinem Bann zieht, sucht man hier vergebens. Dabei hätte es mit “ DAS MESSER “ oder “ THE VERDICT “ zwei gut Vorbilder dafür wie man Spannung ins Unermessliche hebt.
Trotz dessen ist Hoblits Werk insgesamt ein seriöser Film der einen Vergleich mit anderen, in dieser befindlichen Kategorie, Hollywoodproduktionen nicht zu scheuen braucht. Dieser Umstand verdankt diese Produktion weitgehend seinen Schauspielern. Hier wurden zwei völlig verschiedene Charaktere gefunden. Zum einen der renommierte Star, den man sofort den smarten Bösewicht abkauft. Anthony Hopkins verkörpert Ted Crawford sicher und beweist einmal mehr welch Charakter ihn am meisten liegt. Und zum anderen ein aufstrebender Jungdarsteller der bereits heuer durch eine Oscarnominierung aufhorchen ließ. Ryan Gosling spielt den ehrgeizigen Anwalt Willy Beachum erfrischend und mit einer gewissen Leichtigkeit. Die Beiden inszenieren in ihren Dialogen ein Katz und Maus Spiel das Spaß bereitet und durch gewisse Nahaufnahmen unterstützt wird. Dabei spielt sich die Kamera mit diversen Stilmittel und spiegelt das Licht und dem Schatten gekonnt in ihre Gesichter. Die Umsetzung vom visuellen Bereich und auch der hörbare, also dem Soundtrack, darf durchaus als positiven Eigenschaften dieses Werkes gelistet werden.
Produzent Charles Weinstock erzählte in einem Interview das ein Thriller beinhart zu drehen wäre. Der Umstand mit einer Überraschung zu beginnen, beinhaltet das man diese Überraschung mit dem Ende noch toppen müsse um zu funktionieren. Eine Verfolgungsjagd oder ein Kampf auf Leben und Tod wolle er nicht drehen, davon gäbe es zu Viele. Nein, ein Thriller mit Hirn war Bedingung für sein Vorhaben. In Anbetracht der Tatsache das fehlende Spannung an einigen Stellen des Filmes erkennbar war, darf dieses Vorhaben als nur teilweise geglückt betrachtet werden.
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