Quinceañera

  • Informationen zum Film
  • Quinceañera

  • Originaltitel:
    Quinceañera
    Genre:
    Drama
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2006
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Richard Glatzer, Wash Westmoreland
    Drehbuch:
    Richard Glatzer, Wash Westmoreland
    Musik:
    J. Peter Robinson, Victor Bock, Michael B. Jeter, Micko Westmoreland
    Darsteller:
    Carmen Aguirre, Chalo González, Jesus Castanos, Araceli Guzman-Rico, Emily Rios, J.R. Cruz, Listette Avila, Alicia Sixtos, Hector Quevedo, Germán Campos, Carlos Linares, Johnny Chavez, Margarita Lugo, Jorge Ortiz, Veronica Sixtos, Jesse Garcia, Valentin Martinez Medina, Alicia Flamenco, Bertha Flamenco, George Ortiz, Jasiel Flamenco, Alexandra Escamilla, Marlene Flamenco, Franco Delgado, Aris Mendoza, Rebecca López, Alex Sanchez, David W. Ross, Jason L. Wood, Blanca Reyes
  • Inhalt
  • Die „Quinceanera“ ist für mexikanische Familien ein ganz besonderes Fest: Der 15. Geburtstag eines Mädchens markiert den Übergang ins Erwachsenenleben. Eileen feiert gerade ihre Quinceanera, eine ausgelassene Party bei der jung und alt gleichermaßen Spaß haben. Bis es zum Eklat kommt als Carlos (Jesse Garcia) auftaucht. Dessen Familie hat den homosexuellen „Nichtsnutz“ verstoßen, er lebt bei seinem Onkel Tomas (Chalo Gonzáles). Magdalena (Emily Rios) ist Carlos Schwester und wurde streng katholisch erzogen. Am Sonntag singt sie zusammen mit ihrem Vater, einem Prediger, in der Kirche und auch sie steht kurz vor ihrem 15. Geburtstag.
    Doch sei muss feststellen, dass sie schwanger ist. Ihr Vater schenkt ihren Beteuerungen, dass sie noch Jungfrau ist, keinen Glauben und er verstößt auch sie. Magdalena zieht ebenfalls zu Onkel Tomas, der Kindesvater Herman verschwindet von der Bildfläche und so übernimmt Carlos mehr und mehr die Verantwortung für seine Schwester, die sprichwörtlich wie die Jungfrau zum Kinde kommt…
  • Filmkritik
  • So sehen also Sundance Film Festival Gewinner aus. „Quinceanera“ gewann dort 2006 sowohl Publikums- als auch Jurypreis.
    Allerdings fällt es doch ziemlich schwer, mit dem Film warm zu werden. Er beginnt wie eine Komödie, macht Spaß und verbreitet gute Laune, doch plötzlich kippt die Stimmung und alles wird schwarz/weiß. Auf der einen Seite die im wahrsten Sinne des Wortes unschuldige Tochter, die beim Petting schwanger wurde, auf der anderen Seite der erzkonservative Vater, der ständig von Todsünde, Gesichtsverlust und Fegefeuer spricht. Es verwundert gar nicht mehr, dass immer Menschen sterben müssen, damit solche Sturköpfe zum Umdenken bewegt werden. So auch in diesem Film.
    Als Milieustudie funktioniert „Quincenaera“ leider ebenso wenig: Zwar wird das Leben der lateinamerikanischen Bevölkerungsschicht in „Echo Park“ einem Stadtteil von Los Angeles geschildert, mit den Bildern kratzen die Regisseure jedoch nur an der Oberfläche. Ist „Quinceanera“ ein Film über das Erwachsenwerden? Vermutlich, da Emily und vor allem Carlos mit fortschreitender Zeit an ihren Aufgaben wachsen, Rückschläge erleiden und trotzdem nicht aufgeben. Konträr dazu stehen typische nervige „Diskussionen“ modebewusster Teenage-Latinas, die nach der Schule über die trendigsten Outfits, wer mit wem und überhaupt schnabulieren.
    Ein weiteres Problem des Films ist, dass er schon fast zu überladen ist mit den typischen Problemen des Alltags – frei nach dem Motto: Kaum haben unsere Protagonisten eine Hürde umschifft, folgt schon die nächste. So ist das Leben. Um das zu sehen, muss ich nicht ins Kino.
    Lächerlich ist auch das übermäßige Pathos am Schluss – da fließen Tränen, ob nun wegen der Wiedervereinigung der Familie oder dem Verlust eines geliebten Familienmitglieds. Dass der für die Zuschauer nicht mal mehr überraschend ist, da jeder einigermaßen aufmerksame Zuschauer die Probleme, die über jeder einzelnen Figur fast schon plakativ leuchten, erkennt, zählt ebenfalls zu den Schwächen des Films.
    Nicht falsch verstehen: „Quincenaera“ ist sicherlich kein schlechter, uninspirierter oder unsehenswerter Film. Mir erschließen sich lediglich nicht die Zielgruppe und die Intentionen, die der Film in sich birgt. Das und die angesprochenen Schwächen machen den Film bestenfalls zur Durchschnittsware.
  • Kurz Kritik
  • Story
    2,5
    Musik:
    2,5
    Unterhaltung:
    2,5
    Anspruch:
    3,0
    Spannung:
    2,0
    Darsteller:
    3,5
    Gesamt:
    2,5
    Verfasst von:
    Eduardo D'Amaro

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