Children of the Prophet

  • Informationen zum Film
  • Children of the Prophet

  • Originaltitel:
    Children of the Prophet
    Genre:
    Dokumentation
    Produktionsland:
    Österreich
    Produktionsjahr:
    2006
    Kinostart Österreich:
    25.05.2007
  • Inhalt
  • Diese Dokumentation beinhaltet im Wesentlichen das schiitische Trauerfest zu Ehren Imam Hossein. Hossein war der Enkelsohn des Propheten Mohammad und fiel einem Märtyrertod zum Opfer. Verschiedene Gruppen trauern auf ihre Weise und gedenken im traditionellen Stile ihren Helden. Andere Gruppierungen leben bereits ein westlicheren moderneres Leben und betrachten diese Feier aus etwas anderen Augen. Im Iran wird das Fest Moharram uneingeschränkt gefeiert.
  • Filmkritik
  • CHILDREN OF THE PROPHET gewährt einen direkten, menschlichen und aufklärenden Eindruck in die islamische Gesellschaft. Diese Dokumentation erzählt in einzelnen Kapitel den Leidensweg Imam Hossein bis zu seinem Tod. Dazwischen bietet der Film Einblick in verschiedenen Gruppen. Die Einen, die in wochenlanger Vorbereitung dieses Fest sehr ernst nehmen und sich während der Trauerzeit selbst geißeln, sich Schmerzen zufügen und leiden. Die zweite Gruppe, die in gehobener Gesellschaft leben. Sie sind für die Nahrung verantwortlich. Denn bedürftige sollen an jenen Tagen keinen Hunger leiden müssen. Bleibt noch eine dritte Gruppe, nämlich jene der jungen Gesellschaft. Sie sehen das Fest als eine Gelegenheit auszugehen. Es gibt nicht viele Möglichkeiten und derartige Events sind im Iran sehr begrenzt. Hier zählt der Spaß und auch ein Flirtfaktor spielt bei den Jugendlichen eine wichtige Rolle.

    Einen persönlichen Bezug sieht Regisseurin Sudabeh Mortezai in ihrer Kindheit. Denn sie war schon immer fasziniert von den Ritualen Irans. Ihre Familie hatte das Fest nie praktiziert, daher stammt die Leidenschaft. Sie waren in der Gesellschaft sehr präsent, ähnlich wie in Europa Weihnachten. Es zog sie in den Bann egal wie religiös man ist. “ Der Film bricht einige Stereotypen über den Iran auf und zeigt eine Gesellschaft voller Widersprüche. Überraschend ist zum Beispiel das ausgerechnet die frommen konservativen Männer in der Moschee kritisch über Politik reden und sich für eine Trennung von Staat und Religion aussprechen. “ ( Sudabeh Mortezai )

    Fazit:

    Children of the Prophet zeigt eine für uns fremde, unverständliche Welt. Sie gibt aber eine in Abstrichen interessante Sichtweise auf das land Iran wieder.
  • Wertu
  • Story
    2,5
    Musik:
    1,0
    Unterhaltung:
    2,0
    Anspruch:
    3,0
    Gesamt:
    2,0
    Verfasst von:
    Richard Lammel

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