GOODBYE BAFANA erzählt eine Geschichte seines Landes Afrika. Und auf diesem Kontinent saß ein Mann der für seine Rechte und für alle Farbigen Menschen dieser Welt kämpfte, über 27 Jahre im Gefängnis. Erst 1990, mit der Freilassung Mandelas endete eine Beziehung zwischen zwei Menschen, die erst durch Hass und danach durch tiefe Freundschaft geprägt wurde. James Gregory, der Gefängniswärter, schrieb seine Erlebnisse nieder, auf dessen Buch dieser Film basiert. Ausgebildet von brutalen Kräften des Regimes wurde er zum inbrünstigen Unterstützer des Apartheidsystem für den Schwarze nur eine Gesellschaft zweiter Klasse darstellen. Er war ein ausgeprägter Rassist, dem jedoch die stetige Nähe zu dem berühmten Häftling und die daraus steigende Sympathie veränderte. Gregory starb im Jahre 2003 nach einem langwierigen Kampf gegen den Krebs. Seine Frau Gloria und seine Tochter Natasha leben bis zum heutigen Tag in Südafrika.
Regisseur Billie August sieht GOODBYE BAFANA als Geschichte die eine Vielschichtigkeit der Menschlichkeit widerspiegelt. Er hält Nelson Mandela als den größten Humanisten unserer Zeit. Er verstand es den Wärter Gregory wach zu rütteln. Und das ist doch ein guter Ansatz für seinen Film. Den Zuseher aufzuwecken, daran zu erinnern, welch unmenschliche Umstände damals und zu einem gewissen Teil noch bis zum heutigen Tag herrschen, und dafür zu kämpfen. Man sollte die politischen Gegebenheiten immer wieder auf das Neue in Frage stellen und sich mit diesem brisanten Thema konfrontieren. Nur dann kann der von Nelson Mandela begonnene Weg weitergeführt, und vielleicht in Zukunft, erfolgreich beendet werden.
Mit dieser schweren Last einer Botschaft auf den Rücken versteht GOODBYE BAFANA durchaus umzugehen. Felsenfeste und starre Visionen jedes Einzelnen Verrückbar zu machen. Ansichten verändern zu lassen sind Dinge die schwer umsetzbar sind. Billie scheint sich dieser Aufgabe bewusst und bewegt seine Inszenierung in ansehnlichen Bildern. Er erzählt seine Geschichte mit einfachen Worten und lässt den Betrachter über seine Bedeutsamkeiten selbst interpretieren. Er gibt genug Spielraum das man sich während des Filmes seine eigenen Gedanken über diese Thematik anlegen darf. Es besteht kein Grund für kompliziertes Regieren, Billie lässt die Story für sich arbeiten und geht elementare lineare Wege. GOODBYE BAFANA ist im Gesamten betrachtet ein solides Werk. Es entstand jedoch unter diesen beschriebenen Vorraussetzungen ein Film dem es etwas an Leidenschaft fehlt. Der Betrachter wird zu keiner Zeit berührt und in seinem Bann gezogen. Unwiderlegbar ist Qualität vorhanden, doch diese findet man in anderen Regionen. Kamera, Ausstattung, Schnitt, Beleuchtung um nur einige positive Aspekte zu nennen.
Auch das Casting darf sich zu den bejahenden Eigenschaften des Filmes zählen. Joseph Fiennes als James Gregory vollzieht seinen Weg vom Rassisten zum Gläubigen innerhalb 20 Jahren glaubhaft. Zwar wirkt er in manchen Phasen fraglich, jedoch bezieht sich diese Unsicherheit auf diese zu spielende Person. Sie wirkt manchmal in sich zerrissen und vermittelt deshalb den Eindruck. Dennis Haysbert charakterisiert mit seiner Persönlichkeit Nelson Mandela beeindruckend. Dennis ist mit einer unglaublichen Ausstrahlung und einer enormen Präsenz ausgestattet. Schon in der TV Serie 24 beweist er als Präsident der vereinigten Staaten von Amerika seinen Führungsstil. Diane Kruger spielt die von Macht zerfressende und ehrgeizige Ehefrau Gloria. Ihrer äußerlichen Zerbrechlichkeit ist es zu verdanken das ihre rassistischen Aussagen mehr Bedeutung gemessen und daher noch böser und gemeiner wirken. Gemeinsam tragen sie zum gefälligen Gesamteindruck bei.
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