Spider-Man 3

  • Informationen zum Film
  • Spider-Man 3

  • Originaltitel:
    Spider-Man 3
    Genre:
    Action, Thriller, Fantasy, Drama
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2007
    Kinostart Österreich:
    01.05.2007
    Kinostart Deutschland:
    01.05.2007
    Kinostart USA:
    04.05.2007
  • Inhalt
  • Für Peter Parker (Tobey Maguire), seines Zeichens der lokale Superheld des Big Apples, könnte es nicht besser laufen: In seiner Beziehung zu Mary Jane (Kirsten Dunst), die einer Karriere am Broadway entgegenstrahlt, tun sich Horizonte in Richtung baldiger Eheschließung auf, die Uni läuft soweit ebenfalls gut (außer dass andere Nerds ebenfalls gegen ihn sticheln) – wäre da nicht der ehemalige beste Freund Harry (James Franco), der glaubt, sein Vater wäre durch Peters/Spider-Mans Hand gestorben. Also sinnt er auf Rache – verliert aber beim Häuserkampf sein Gedächtnis und kann sich an seine Gelüste nicht mehr erinnern.
    Indessen ist Flint Marko (Thomas Haden Church) – der Mörder von Peters Onkel und Vater einer schwer kranken Tochter – auf der Flucht vor der Polizei. Wie es der Zufall so will, landet er unfreiwillig in einem physikalischen Experiment und wird zunächst in seine Molekularteile zerlegt, nur um als „Sandman“ zurückzukehren. Als solcher verfügt er zwar über riesengroße Kraft, muss aber das Wasser scheuen.
    Beim nächtlichen „Im-Spinnennetz-Hängen“ schlägt hinter Peter und Mary Jane ein kleiner Komet ein (von beiden natürlich völlig unbemerkt), der eine seltsame Flüssigkeit mit sich führt, welche sich an Peters Moped heftet. Während also Spider-Man in New York gefeiert wird und Peter seine Beliebtheit auskostet, wird Mary Janes Traum von der Broadwaykarriere aufgrund ihrer schrecklichen Stimme jäh zu Ende geträumt.
    Es kommt, wie es kommen muss – Harry erlangt langsam aber sicher seine Erinnerung zurück und macht Peter erst mal Mary Jane abspenstig, die sich ohnehin schon vernachlässigt fühlt. Der „Sandman“ versetzt NYC in Angst und Schrecken und die seltsame Flüssigkeit beschert Spider-Man ein neues, cooles, weil schwarzes Outfit. Doch während seine physischen Kräfte steigen, muss er mehr und mehr erkennen, in menschlicher Hinsicht zu verkommen. Der Fotograf Eddie Brock (Topher Grace) nutzt die Chance und nimmt das schwarze Kostüm an sich – er wird zu Venom. Und gemeinsam mit „Sandman“ will er es dem wieder rot gewordenen Spider-Man heimzahlen: Sie kidnappen Mary Jane!
    Wird Spider-Man den Kampf gegen die Mächte des Bösen auch diesmal gewinnen? Wird Harry den Groll gegenüber Peter vergessen und ihm in diesen schweren Stunden mit helfender Hand beistehen? Oder sieht sich New York einer Apokalypse gegenüber?
  • Filmkritik
  • Das sind die zentralen Fragen, mit denen der Film am Schluss versucht, einigermaßen Spannung zu erzeugen und Pfeffer in die ohnehin schon klischeelastige Story zu bringen. Mir bleibt zu hoffen, der ironische Unterton meiner Inhaltsangabe ist auch als solcher angekommen – denn was uns die Drehbuchautoren Sam und Ivan Raimi und Alvin Sargent hier bieten ist Hollywoodpathos pur, ohne Sinn und Verstand aneinandergereiht, mit hin und wieder mehr oder weniger funktionierenden Kalauern und reichlich SFX versehen. Einige der uns präsentierten Plattitüden schmerzen wahrlich im Gemüt eines jeden Kinozuschauers, der an der Kasse seinen Verstand nicht völlig zurückgelassen hat und werden so zum hundertsten Male aufgekocht: Das betrifft im Wesentlichen nicht unseren titelgebenden Helden, sondern Kirsten Dunsts Mary Jane-Charakter: Sie beweist nicht nur, dass ihr Gesangstalent nicht wesentlich über dem einer kreischenden Krähe liegt, sondern verwundert auch mit ihrer nicht vorhandenen darstellerischen Präsenz: Es mag sein, dass das Skript an sich sie schon stark limitiert, aber ihr ständig gleicher Gesichtsausdruck gereicht nicht besonders zur Freude. Es erwartet wohl keiner in so einem Film großartige schauspielerische Leistungen zu sehen, aber was sie macht, ist schon fast auffallend schlecht. „Fast“ deswegen, weil auch der Rest des Casts ohne Glanzpunkte zu setzen seine Arbeit absolviert.

    Es drängt sich im Zuschauer doch die unvermeidliche Frage auf, ob es nicht von vorneherein besser gewesen wäre, auf jeglichen Kitsch (=Story) zu verzichten, und stattdessen Spider-Man einfach das tun zu lassen, was er am besten kann: Durch die Häuserschluchten New Yorks schwingen, hilflose Blondinen retten (macht er auch diesmal) um schließlich seinen Widersachern gegenüberzutreten. Das würde nicht nur den Film (mit 139 Minuten in dem Fall tatsächlich zu lange) verkürzen, sondern wieder etwas Wind in die Segel bringen. Besonders gen Filmende stellt sich noch eine Überportion Pathos ein – von kurzen patriotischen Einstellungen mit Spiderman vor überdimensionaler Amerika-Flagge, bis hin zu Bösewichten, die am Schluss geläutert werden und mit dem Winde ziehen – erwarten uns da eventuell Spin-Offs?

    Wer – wie ich – Teil eins und zwei nicht kennt, wird zudem einige Probleme haben, die Story, bzw. Motivationen einzelner Figuren, zu verstehen. Welche Rolle Harrys Vater in den vorhergehenden Teilen gespielt hat, würde zwar zum Verständnis des Films beitragen, im Nachhinein habe ich zumindest trotzdem beschlossen, dieser Frage nicht weiter nachzugehen. Doch nicht nur bei den „Voraussetzungen“ gibt es ein paar offene Fragen, auch der Film an sich ist in dieser Hinsicht nicht besonders konsequent: Warum ist der „Sandman“ böse und tut Dinge, die er (laut Schluss) gar nicht tun will? Bzw. Was will er überhaupt erreichen? Was hat es nun genau mit der Herkunft der schwarzen Masse auf sich – ich meine, sie landet doch nicht zufällig da, wo sie landet!?
    Weiters kann man durchaus enttäuscht sein, denn die Weltherrschaft wird von keinem der Bösewichte angestrebt, stattdessen geht es um eine fadenscheinige persönliche Vendetta, die sie mit Spidey austragen (noch dazu auf Kosten unschuldiger Menschenleben! ;-)

    Natürlich ist „Spider-Man 3“ alles andere als schlecht – in seinen Paradedisziplinen (und ich nehme an, die meisten Zuschauer sehen sich den Film deswegen an), vermag er zu überzeugen: Da wären zum einen die grandiosen Special Effects, die die Messlatte doch wieder um ein, zwei Niveaus höher stellen. Während ich die SFX in den (wenigen von mir gesehenen) Blockbustern des letzten Sommers („Superman Returns“, „Fluch der Karibik 2“) für eher schlecht als recht erachtete, können sie in „Spider Man 3“ restlos überzeugen. Toll ist vor allem der „Sandman“, der in seinen letzten Minuten doch sehr an den klassischen Golem (oder von mir aus auch an King Kong) erinnert. Flotte Luftkämpfe in den Häuserschluchten New Yorks sind ohne Fehl und Tadel inszeniert, der eingängige Soundtrack von Christopher Young („Ghost Rider“) passt sich dem Geschehen auf der Leinwand perfekt an.

    In „Spider Man 3“ halten sich die Hochflüge mit den Tiefschlägen etwa die Wage: Wenn der Film seine Stärken ausspielt, so ist er definitiv einigermaßen mitreißend und lässt über die Fähigkeiten der Rechner im Jahr 2007 staunen, doch sobald er sich – und das tut er leider zu oft – auf die „menschlichen“ Aspekte der Geschichte verlässt, kommt er niemals über bloßen Durchschnitt hinaus und beginnt schnell zu langweilen. Daher, ganz knapp, von mir noch drei Sterne (mit denen sollten sowohl die Spider-Man Fans als auch ich gut schlafen können)
    Fazit: Ein unstringenter, wenngleich auch passabler Start in die diesjährige Blockbustersaison. Es gibt sicher Schlimmeres.
  • Wertungen
  • Story
    1,5
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    1,0
    Spannung:
    3,0
    Darsteller:
    1,5
    Gesamt:
    3,0
    Verfasst von:
    Eduardo D'Amaro
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Userkritiken

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Hab den Film nun wieder gesehen, leider ohne die ersten beiden ebenfalls kürzlich gesehen zu haben - von daher kann ich wohl leider keinen relevanten Vergleich zwischen den einzelnen Teilen ziehen. Tatsache ist aber, so oder so, dass der Film die Re...

Weiterlesen...

geschrieben am 17.08.2011 um 10:23

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ø Wertung: 7,1/10 | Wertungen: 30 | Kritiken: 1