Verführung einer Fremden

  • Informationen zum Film
  • Verführung einer Fremden

  • Originaltitel:
    Perfect Stranger
    Genre:
    Krimi, Drama, Thriller, Mystery
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2007
    Kinostart Österreich:
    13.04.2007
    Kinostart Deutschland:
    12.04.2007
    Kinostart USA:
    13.04.2007
  • Cast & Crew
  • Regie:
    James Foley
    Drehbuch:
    Jon Bokenkamp, Todd Komarnicki
    Musik:
    Antonio Pinto
    Darsteller:
    Richard Portnow, Giovanni Ribisi, Bruce Willis, Halle Berry, Daniella Van Graas, Liliane Thomas, Nicki Aycox, Kathleen Chalfant, Gary Dourdan, Gerry Becker, Heidi Klum, Jason Antoon, Patti D'Arbanville, Jared Burke, Florencia Lozano, Gordon MacDonald, Paula Miranda, Clea Lewis, Tamara Feldman, Jay Wilkison, Aaron Nauta, Jane Bradbury, Jeffrey Bellamy, Charles Thomas, Daniel A. Thomas, Jack Menz, Todd Komarnicki, Daniel Cheswick, James Mazzola, Emma Heming
  • Inhalt

  • Die attraktive Journalistin Rowena widerfährt ihr berufliches Fiasko, als sie einen anerkannten Politiker aufdecken will. Senator Sachs kämpft gegen die Rechte der Homosexuellen. Und das obwohl er selbst Schwul ist. Rowena verfügt über Beweise, die genügen um diesen Kerl an den Pranger zu stellen. Se ist in Besitz von verräterischen Photos, diversen Zeugenaussagen und weiteres belastendes Material. Nur leider will es ihre Zeitung nicht drucken, denn diese Zeugen werden plötzlich nicht mehr vor das Gericht treten und auch ihre Vorgesetzten haben anscheinend ein Agreement mit der politischen Macht getroffen. Erst resigniert Rowena, danach schwört sie sich in ihrem nächsten Fall noch härter an einem Erfolg zu arbeiten. Da kommt Grace ins Spiel. Sie ist eine Freundin von Kindheit an, die ihr von einer Internetbekanntschaft erzählt. Dabei handelt es sich von dem Werbeagenturchef Harrison Hill, mit dem Grace ein paar sexuelle Erfahrungen gesammelt hat. Dieser ist verheiratet und wechselt seine Liebschaften im Geheimen. Am nächsten Tag ist Grace tot, auf brutale Weise ermordet. Rowena erfährt das Grace ihre geheimen Treffen publik machen, und der reichen Ehefrau die Wahrheit erzählen wollte. Diese Tatsache ist für Rowena Grund genug um weitere Nachforschungen zu tätigen und kommt Harrison dabei gefährlich nahe.
  • Filmkritik

  • PERFECT STRANGER bezeichnet einen Thriller in dem virtuelle Spinnweben gezogen und gefährliche Fallen gestellt werden. Diese zu erliegen und immer enger in Kreise jener dunkler Mächte der Anonymen einzutauchen, war der Bewegrund für Regisseur James Foley diesen Film zu realisieren. In unserer Gegenwart braucht man für sexuelle Bekanntschaften den Gegenüber nicht mehr zu sehen, ja nicht einmal wirklich zu kennen. In Chatrooms werden die üblichen Gesellschaftsformen ad acta gelegt und rigoros seinen Trieben freien Lauf gelassen. Sein Alter, das Körpergewicht, jede Falte, nichts davon ist hier von Belangen. Hier benimmt man sich zügellos jung und attraktiv. Die wahre Welt existiert nicht, ihre Nick Namen sind ohne Wert.

    Um diese Scheinwelt bewegt sich ein Werk das durch ein nicht sattelfestes Drehbuch seinen Weg in die Durchschnittlichkeit bahnt. Zu sehr ist es das Ziel des Skripts den Zuseher zu verwirren und ihm falsche Fährten zu legen. Dabei vergisst es aber substanzielle und wichtige Punkte zu setzen. Die Charaktere wirken oberflächlich und werden plakativ durch bekannte Akzente ersetzt. Wie zum Beispiel der böse Vater, der seiner Tochter die Denkweise in der Zukunft über Männer verändert. Oder der verliebte Kollege, der seine Vorlieben recht merkwürdig in Szene setzt, aber sich der Scheingeliebten nicht anvertraut. Nicht zuletzt das übliche Macho Gehabe in einer so von Männer dominierten Welt. All diese Schablonen werden wie in 08/15 Filmen üblich, gerne und oft bedient. Noch erschwerend betrachtet sich die Tatsache das PERFECT STRANGER, sieht man von den letzten zehn Minuten ab, keine Spannung erzeugt. Vorhersehbarkeit wechselt sich mit zweifelhaften Handlungssträngen ab, diese mit Fortdauer die Auflösung in ein fragwürdiges Licht stellen und man sich mit einer gewissen Unlogik konfrontiert sieht. Des weiteren ist es nicht klug mehrere Leitfäden nachzugehen, ohne sich auf die wesentliche Geschichte zu konzentrieren. Einige werden mitten am Weg fallen gelassen andere wechseln sich parallel ab. Der Hintergedanke zu dieser merkwürdigen Vorgehensweise war dem Kinobesucher zu verunsichern, dessen Pläne zu durchkreuzen. Aber mit einer klaren Strategie und einer Durchführung des Essentiellen hätte diese Schonkost vermieden werden können.

    Den Darstellern wird zur Last gelegt, das sie sich nicht dem matten Buch widersetzt und durch eine außergewöhnlichen Leistung die Attraktivität des Gesamtpakets gesteigert haben. Sie allesamt passen sich dem Mittelmaß an. Halle Berry agiert wie zuletzt in Gothika mit leichtem Overacting und glänzt nur mit ihrem bestechenden Äußeres. Bruce Willis, wieder mit kleiner Perücke, ist zur keiner Zeit jener begnadete Schauspieler, dessen Vermögen er im Stande ist. Ein 182 cm großer Benjamin Ficus würde diese Rolle ohne Frage in selben Ausmaß ausfüllend erledigen. Giovanni Ribisi hat mit Abstand den besten Part erwischt. Seine Performance darf unter der Rubrik sehenswert eingestuft werden, obwohl auch er mitunter einen genervten Eindruck hinterlässt. Unauffällig in weiteren Rollen zu sehen sind Heidi Klum und SCI - Las Vegas Star Gary Dourdan, der einer Sexszene mit Halle nicht abgeneigt schien.

    Fazit:
    Ohne Gänsehaut und echten Nervenkitzel plätschert PERFECT STRANGER in seichten Gewässern. Typisch im Stile eines durchschnittlichen Hollywoodfilms inszenierter bedeutungsarmer Thriller. Aus den Augen aus dem Sinn !!
  • Kurz Kritik
  • Story
    1,5
    Musik:
    2,5
    Unterhaltung:
    2,0
    Anspruch:
    1,0
    Spannung:
    2,0
    Darsteller:
    2,5
    Gesamt:
    2,0
    Verfasst von:
    Richard Lammel

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