La Bestia nel cuore

  • Informationen zum Film
  • La Bestia nel cuore

  • Originaltitel:
    La bestia nel cuore
    Genre:
    Drama, Mystery
    Produktionsländer:
    Frankreich, UK, Italien, Spanien
    Produktionsjahr:
    2005
    Kinostart USA:
    17.03.2006
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Cristina Comencini
    Drehbuch:
    Francesca Marciano, Giulia Calenda, Cristina Comencini
    Musik:
    Franco Piersanti
    Darsteller:
    Aldo Massasso, Giuseppe Battiston, Stefania Rocca, Giovanna Mezzogiorno, Angela Finocchiaro, Alessio Boni, Luigi Lo Cascio, Valerio Binasco, Francesca Inaudi, Lucy Akhurst, Lewis Lemperuer Palmer, Jeke-Omer Boyayanlar, Simona Lisi, Julian Ferro, Simonetta Graziano, Roberto Infascelli, Juliana Kögler, Alessandra Mastronardi, Daniele Natali, Manny Oliverez, Rita Statte, Megan Lee, Jared Morrison, Lil Rhee
  • Inhalt
  • Sabina (Giovanna Mezzogiorno) arbeitet als Synchronsprecherin und ist mit Herz bei der Sache, selbst wenn sie – wie zu Beginn des Films – eine Vergewaltigung synchronisieren muss. Mit ihrem Freund, dem Schauspieler Franco (Alessio Boni) ist sie glücklich, die beiden stecken mitten in der Familienplanung. Doch das Glück der beiden wird langsam aber sicher getrübt, denn eines Nachts erwacht Sabina von einem schrecklichen Albtraum, in dem sie von ihrer Kindheit und ihrem Vater träumte. Daraufhin zieht sie sich sowohl von ihrem Freund Franco als auch von ihren besten Freundinnen, der blinden Emilia (Stefania Rocca) und Maria (Angela Finocchiaro), die von ihrem Gatten nach 20 Ehejahren wegen einer wesentlich jüngeren Frau verlassen wurde. Sabina beschließt, über Weihnachten zu ihrem Bruder Daniele (Luigi Lo Cascio)zu fliegen, der mit seiner Familie in Amerika lebt. Dort erfährt sie, was sie seit ihrer Kindheit verdrängte, nämlich dass ihr Vater sie sexuell missbrauchte.
  • Filmkritik
  • Die Verfilmung von Cristina Comencinis gleichnamigem Roman ist zugegebenermaßen kein einfacher Stoff. In seiner Essenz ist die Geschichte äußerst emotional anrührend, interessant und dank der hervorragenden Schauspieler (bei internationalen Preisen vielfach nominiert und prämiert) auch höchst authentisch. Das Problem, mit dem der Film zu kämpfen hat, ist ein anderes: Er wirkt schlicht und einfach zu überladen:
    Wenn sich Comencini auf den „Mikrokosmos“ Sandra – Franco – Daniele konzentriert, vermag der Film stark zu sein. Doch LA BESTIA NEL CUORE bietet Nebenhandlungen, die so eigentlich für einen eigenen Film reichen würden. Der ganze Block um die langsam aufkeimende Beziehung zwischen Emilia und Maria, die von Sabina richtiggehend arrangiert wurde, lockert zwar mit etwas Komik den schweren Stoff auf, lenkt aber vom eigentlichen Problem, welches der Film behandeln will, ab. Hätte ein Ingmar Bergman diesen Stoff verfilmt, so wäre ein beeindruckendes Kammerspiel entstanden, bei dem die Protagonisten nach und nach ihr Innerstes Preis geben. In Comencinis Film scheint es eher wichtig zu sein, ein authentisches Umfeld zu kreieren um zu signalisieren, dass potentiell jeder an solchen Traumata leiden kann. Auffallend ist, wie sehr das eigentliche, nämlich Sabinas Problem „umgangen“ wird. Sie artikuliert ihre Angst zu keiner Zeit „on screen“ – es ist entweder (in der stärksten Szene des Films) der Bruder, der sich ihr öffnet und Struktur ihre verschwommene Erinnerung bringt, oder Franco, der ihr von seiner Affäre beichtet, an der Sabinas Verhalten nicht ganz unschuldig ist.
    So sehr das letzte Drittel des Films auch zeigt, dass Sabina die Wahrheit und ihre Erinnerung noch nicht verarbeitet hat, so überflüssig und aufgesetzt wirkt er auf der anderen Seite. Zum Schluss bekommt sie ihr Baby, versöhnt sich mit Franco und blickt in psychologischer Hinsicht in eine ihr zwar unbekannte aber spürbar „bessere“ Zukunft.

    Fakt ist, das Thema ist ein wichtiges und relevantes und es bedarf eines sensiblen Zugangs, den Regisseurin und Darsteller durchaus schaffen, doch am Schluss bleibt großteils der Eindruck, einen emotional wenig kraftvollen, stellenweise langatmigen und leider ziemlich inkonsequenten Film gesehen zu haben - was vermutlich auch daran liegt, dass man als Regisseur seinen eigenen Roman nur ungerne und eventuell auch an falschen Stellen kürzt.
  • Kurz Kritik
  • Story
    3,0
    Musik:
    2,5
    Unterhaltung:
    2,0
    Anspruch:
    3,5
    Spannung:
    2,0
    Darsteller:
    4,0
    Gesamt:
    2,5
    Verfasst von:
    Eduardo D'Amaro

Kommentare

Um einen Kommentar verfassen zu können müssen Sie sich einloggen. Sollten Sie noch keinen DVD-Forum.at Account haben, registrieren Sie sich bitte hier.

User Kritiken

User Kritiken

Um eine Kritik auf DVD-Forum.at abzugeben musst du angemeldet sein.

Cover

Cover

User Meinung

Meine Wertung:


User Wertung:

Wertung: 0/10 | Wertungen: 0 | Kritiken: 0