Battle in Heaven

  • Informationen zum Film
  • Battle in Heaven

  • Originaltitel:
    Batalla en el cielo
    Genre:
    Drama
    Produktionsländer:
    Frankreich, Deutschland, Mexiko, Belgien, Niederlande
    Produktionsjahr:
    2005
    Kinostart Österreich:
    30.03.2007
    Kinostart Deutschland:
    20.07.2006
    Verleiher Österreich:
    Polyfilm
    Verleiher Deutschland:
    Neue Visionen Filmverleih
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Carlos Reygadas
    Drehbuch:
    Carlos Reygadas
    Musik:
    John Tavener
    Darsteller:
    Marcos Hernández, Anapola Mushkadiz, Bertha Ruiz, David Bornstein, Rosalinda Ramirez, El Abuelo, Brenda Angulo, El Mago, Francisco 'El Gato' Martínez, Diego Martínez Vignatti, Alejandro Mayar, Chavo Nava, Estela Tamariz, Ernesto Veláquez
  • Inhalt
  • Marcos, ein korpulenter und unzufriedener Mann, arbeitet als Chauffeur und im Sicherheitsdienst eines Generals. Er ist verheiratet, mag seine wohl beleibte Frau, ist trotzdem keineswegs glücklich. Denn die Tochter des Chefs liebt er wesentlich mehr, im Verborgenen. Anna weis das sehr wohl, spielt mit ihm und seinen Gefühlen. Sie ist Nymphomanin, wirkt obwohl sie es nicht nötig hat, als Prostituierte. Ihr normales Leben langweilt sie, und so schläft sie mit jedem, der ihr über den Weg läuft. Natürlich darf es niemand in ihrer Familie wissen, deshalb bringt Marcos sie jeden Tag mit dem Dienstwagen zur Arbeit. Aber auch der Protagonist hütet ein Geheimnis mit dem er und seine Frau nicht zurecht kommen. Sie haben erst kürzlich aus Geldmangel ein Baby einer Nachbarin entführt. Als dieses Baby stirbt, treiben sie ihre Gewissensbisse in eine dramatische Situation. Während Marcos sich der Polizei stellen will, würde seine Frau lieber ihre Schuldgefühle bei einem Pilgermarsch nach Guadalupe tilgen. Die Geschichte besagt das bei dieser Reise die Seelen wieder zu einer Reinheit gelangen. Werden sie gemeinsam einen Weg aus der Misere finden, oder wird dieser Weg der Letzte sein ?

  • Filmkritik
  • Während Cannes sich noch heute über die skandalösen Sexszenen beklagt und das Publikum damals in Scharen den Saal verließ, darf BATTLE IN HEAVEN im deutsprachigen Raum nun endlich auch das Licht der Kinowelt erblicken. Regisseur Carlos Reygadas schuf einen unangenehmen, verstörten und schamlosen Film. Das währen wohl alles untypische aber positive Eigenschaften für ein anspruchsvolles befremdetes Werk. Doch leider entwickelt die stilistische Umsetzung ein Gefühl von einer voyeuristischen Veranlagung und es wirkt als hätte Reygadas BATTLE IN HEAVEN für sich selbst inszeniert. Obwohl der Regisseur in einem Interview behauptet das diverse Szenen so gedreht wurden, um die Zuseher nicht zu erregen, sieht das für ihn wohl anders aus. Er ergötzt sich geradezu im Zeigen von unäsethische Körper und nützt sie unsittlich aus. Ein zurückerregierendes Glied in Nahaufnahme für eine volle Minute. Welche Botschaft da wohl dahinter steckt ?

    Zugegeben, BATTLE IN HEAVEN ist keine Massenware. Jedoch wird jegliche Ambition ein zeigbares filmisches Dokument zu drehen zunichte gemacht indem sein Handeln nur geringfügig mit herkömmlichen Regieren zu tun hat. Seine Darsteller verbringen, obwohl die Kamera läuft, zuviel Zeit damit nichts zu tun. Sie stehen im Leeren während die Aufnahme läuft. Die “ Camera obscura “ hält auf Sie, meist nackt, geht nach einer Erholungsphase ganz gemütlich weg und zeigt eine nichtssagende Landschaftsaufnahme. Danach schwenkt sie wieder auf die Darsteller, die bis zu diesen Moment keinen Laut von sich geben und vor sich hin stieren. Erst allmählich öffnet sich ein Mundwinkel und verständliche aber belanglose Wörter kommen zum Vorschein. Man kann in diese Sequenzen jede Menge hinein interpretieren und sie schön schreiben, jedoch darf nicht jeder Ansatz von burlesken Inszenieren einen Anspruch erheben. Doch Kunst ist ein dehnbarer Begriff und jeder Besucher soll seinen subjektiven Eindruck bekommen.

    Zu den wenigen positiven Aspekten darf das schmutzig kühle Ambiente gezählt werden. Auch eine gewisse Konsequenz darf diesem Projekt nicht abgesprochen werden. Der Film wird zudem von einer Gefühlswelle geleitet. Er zeigt das sich jeder Mensch auf dieser Welt auf seine eigene Weise behütet fühlen möchte. Eine gewisse Einsamkeit aller Charaktere weisen deutlich auf diesen Umstand hin. Die sexuelle Hörigkeit kann sehr wohl einen Menschen dominieren aber sie kann eine Geborgenheit nicht ersetzen. Marcos hätte den Zuspruch nötiger gehabt als kontrollierten Sex. Dann wären durch einen anderen Gemütszustand hervor gerufen seine Dinge ganz anders verlaufen. Carlos Reygadas wollte dies wohl auf seine ganz eigene und sonderbare Weise vermitteln.

    Fazit:

    BATTLE IN HEAVEN ist ein optischer Schock der dadurch zu einen Status gelangen will den er nicht verdient. Das Ergebnis stellt wohl eher einen Pseudoanspruch dar. Bilder sprechen lassen ist wahrlich nicht die Kunst des Carlos Reygadas.

  • Kurz Kritik
  • Story
    1,0
    Musik:
    2,0
    Unterhaltung:
    0,0
    Anspruch:
    2,0
    Spannung:
    0,0
    Darsteller:
    1,0
    Gesamt:
    1,0
    Verfasst von:
    Richard Lammel

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