Den Willen mit diesen Film auf die Misere in Ciudad Juàrez hinzuweisen, muss Respekt gezollt und sicherlich Beachtung geschenkt werden. Denn scheinbar dürfen in dieser mexikanischen Stadt laut Gazetten Frauen straflos ermordet werden. Seit 1993 wurden bereits über 370 Leichen gefunden und mehr als die doppelte Anzahl gilt als vermisst. Die Dunkelzahl liegt jedoch noch wesentlich höher. Alibiverhaftungen von Täter, die sich meist als unschuldige Obdachlose entpuppen, sollen die ausländischen Medien beruhigen. Tatsächliche Mörder werden aber so gut wie nie gefasst. Zu sehr schützen Mafiosi, Politiker und Polizei die wahren Verbrecher. Die Administrationen streiten die Mordserie ab. Die Frauen haben doch selbst schuld, wenn sie sich Prostituieren oder im Rauschgiftwahn innerhalb der Familien töten, so ein Staatsanwalt. Sie versichern das die Großzahl der Morde gelöst und die Verantwortlichen hinter Gitter seien. Dies wird aber, vor allem von Amnesty International, sehr stark bezweifelt.
Die Bevölkerung ist über diese Verbrechen, die von den Behörden als „Serienmorde“ eingestuft werden, schockiert. Allerdings gehört exzessive Gewalt gegen Frauen in Chihuahua zum Alltag, immer wieder werden Frauen von ihren eigenen Partnern gequält oder sogar ermordet. ( Anmerkung von A.I. )
BORDERTOWN, so die filmische Umsetzung misslingt in allen Zügen. Regisseur Gregory Nava kümmert sich kein bisschen um eine Inszenierung und lässt alles rund um ihn geschehen. Die Darsteller stehen mit Fragezeichen im Gesicht am Set und agieren daher unfreiwillig komisch. Szenen werden unmotiviert aneinander gereiht, keinerlei Strukturierung ist erkennbar. Dadurch wirkt der Film als Gesamtes wie ein Flickwerk. Das Drehbuch stellt ein einziges Fiasko dar und ist gespickt mit unnötigen Fehler. Anscheinend wurde das Skript so schnell fertig gestellt, denn stellenweise gleicht es einer Television Serie. Charaktere die es zu nennen lohnt gibt es kaum. Die Actionszenen sind an den Haaren herbei gezogen und völlig unrealistisch. Die Spannung ist, wenn vorhanden, widerstrebend und tollpatschig. Einzig dem Team der Maske darf überaus ein Lob ausgesprochen werden. Denn Jennifer Lopez darf, egal in welcher Lage sie sich befindet, Top gestylt durchs Bild stolzieren. Obwohl sie durch ein Feuer muss, oder mit einem Bösewicht kämpft und sich im Staub wälzt, sitzt ihr Make Up genau. Niemals ist in ihrer Bekleidung auch nur eine Falte zu erkennen. Auch Schweiß tut einer La Lopez nicht gut, daher wird es trotz 40 Grad nicht gezeigt. Höhepunkt der Peinlichkeiten ist eine Szene in der Jennifer nur in ihrer Silhouette zu sehen ist und ihr Hinterteil nicht und nicht enden wollte. Insgesamt jedoch ist nicht sie schuld am Dilemma des Films, dafür zeichnet Gregory Nava allein verantwortlich. Aber hervorragen, an welcher Stelle auch immer, wird Jennifer durch diese Leitung nicht. Und von einem Schritt zurück zu ihren Wurzeln, die sie nie besaß, kann wohl auch keine Rede sein.
Fazit:
Empfehlen kann sich BORDERTOWN in keiner Weise. Über dieses Thema hat man schon Besseres in diversen Dokumentationen gesehen. Jedoch wird eventuell der Zuseher mit diesem Inhalt aufgerüttelt um Amnesty International zu helfen und zu spenden. Dann hätte auch dieser Film etwas Gutes und sein Ziel gefunden.
Kommentare
Um einen Kommentar verfassen zu können müssen Sie sich einloggen. Sollten Sie noch keinen DVD-Forum.at Account haben, registrieren Sie sich bitte hier.