The Wind That Shakes the Barley

  • Informationen zum Film
  • The Wind That Shakes the Barley

  • Originaltitel:
    The Wind That Shakes the Barley
    Genre:
    Drama, Krieg, Geschichte
    Produktionsländer:
    Frankreich, UK, Deutschland, Schweiz, Italien, Belgien, Spanien, Irland
    Produktionsjahr:
    2006
    Kinostart Österreich:
    02.02.2007
    Kinostart Deutschland:
    28.12.2006
    Verleiher Österreich:
    Polyfilm
    Verleiher Deutschland:
    Neue Visionen Filmverleih
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Ken Loach
    Drehbuch:
    Paul Laverty
    Musik:
    George Fenton
    Darsteller:
    Cillian Murphy, Liam Cunningham, Padraic Delaney, Orla Fitzgerald, Mary O'Riordan, Laurence Barry, Damien Kearney, Frank Bourke, Myles Horgan, Martin Lucey, Aidan O'Hare, Shane Casey, John Crean, Máirtín de Cógáin, Keith Dunphy, Kieran Hegarty, Gerard Kearney, Shane Nott, Gary McCarthy, Tim O'Mahon, Graham Browne, Owen Buckley, Aidan Fitzpatrick, Vince Hannington, Denis Kelleher, Colin McClery, Finbar O'Mahon, John Quinlan
  • Inhalt
  • Eigentlich ist Damians ( Cillian Murphy ) Laufbahn als Mediziner vorbestimmt und sein Zugticket nach London gelöst. Als er jedoch Zeuge eines feigen Mordes der britischen Armee wird, entschließt sich der junge Ire einer Bewegung anzuschließen, die sein Bruder ( Padraic Delaney ) anführt. Als Revolutionäre ziehen sie in den Krieg um für ihr Land und Gerechtigkeit zu kämpfen. Schonungslos gegenüber sich selbst und dem Feind agieren die ernannten Helden. Dabei erhalten sie Unterstützung durch die verarmte und ausgehungerte Bevölkerung, die mit Rat, Tat und Waffen zur Seite steht. Aber schon bald müssen beide Brüder erkennen das ihr Kampf aussichtslos, und auch ihre Ansichten nicht mehr die Selben sind. Und schon im nächsten Bürgerkrieg stehen sich Beide als erbitterte Feinde gegenüber.
  • Filmkritik
  • “ Join the brave United Men while soft Winds shakes the Barley. “


    Für den Zuschauer unbekannt, den Kritiker anerkannt. Diese Kurzbeschreibung passt exakt auf Regisseur Ken Loach zu. Seine Filme sind keine Kassenschlager, brechen keine Umsatzrekorde. Dennoch singen Fachkenner Loblieder auf ihn. Seine Werke erzählen Geschichten aus seiner Heimat. Sehr oft spielt Rassismus oder verschiedene Kulturen mit konträren Anschauungen eine gewichtige Rolle. Und auch “ THE WIND THAT SHAKES THE BARLEY “ berichtet eine wahre Begebenheit über die 1916 ins Leben gerufene Irish - Republican Brotherhood. Sie erprobten gegen das britische Militär den Aufstand in Dublin. Dieser Anfangs aussichtslose Kampf erfreute sich in der Bevölkerung zunehmender Beliebtheit. Die Öffentlichkeit trennte sich immer mehr vom Nationalismus. Und mit deren Augen betrachtet waren die verlorenen Leben nicht umsonst gestorbene Unabhängige. Ihnen ist es schließlich zu verdanken das 1918 ein irisches Parlament gewählt werden konnte.

    Regisseur Ken Loach stellt klar auf welcher Seite er steht. Seine Sympathien gelten jenen Gesetzesbrecher die für ihre Freiheit einstanden. Natürlich veranschaulicht Ken ihre Schwächen, tut dies hingegen auf eine menschliche Art. Er weist auf die Beweggründe hin während er die Gegner, den Staat, als herzlose Monster agieren lässt. Hass widerspiegelt sich in den Augen des Gesetzes, während Angst in den Blicken seiner Helden regiert. THE WIND THAT SHAKES THE BARLEY verwendet schöne Landschaften, erzeugt aber keine bunten Bilder. Er zeigt weite Gerstenfelder mit einer beklemmend engen Geschichte. Die Kamera richtet sich auf Einzelschicksale und bleibt dabei eher unscheinbar als Bildgewaltig. Dieser anhaltende Kontrast schmälert den Gesamteindruck. Auch stilistisch ist dieses Werk kalt und berührt kaum, obwohl dem Zuschauer das Vorgegebene realistisch dargestellt wird. Ehrlichkeit ohne Wärme; kleine Tragödie statt großes Drama. Ken Loach setzt Prioritäten nun mal auf seine Art. Leider beweist dieser Umstand das die Inszenierung nie in Stimmung kommt. Und zwar in jene nachhaltig in Erinnerung bleibende Seelenlage die das Thema verdient hätte. Man kann dem Regisseur keine nachhaltige Leistungsschwäche unterstellen, nur hätte dem Film ein wenig Gefühl sehr gut getan.


    Fazit:

    Leider stellt sich dieses Drama als nicht so imposant heraus, wie die vergebene Goldene Palme für den besten Film 2006 in Cannes vermuten lässt. Trotzdem bleibt er, für den geschichtlich Interessierten und Liebhaber der britischen Insel ein insgesamt sehenswerter Film.
  • Kurz Kritik
  • Story
    4,0
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    2,0
    Anspruch:
    3,5
    Spannung:
    2,0
    Darsteller:
    3,5
    Gesamt:
    3,0
    Verfasst von:
    Richard Lammel

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