Tagebuch eines Skandals

  • Informationen zum Film
  • Tagebuch eines Skandals

  • Originaltitel:
    Notes on a Scandal
    Genre:
    Thriller, Drama
    Produktionsland:
    UK
    Produktionsjahr:
    2006
    Kinostart Österreich:
    23.02.2007
    Kinostart Deutschland:
    22.02.2007
    Verleiher Österreich:
    Centfox
    Verleiher Deutschland:
    20th Century Fox
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Richard Eyre
    Drehbuch:
    Patrick Marber, Zoe Heller
    Musik:
    Philip Glass
    Darsteller:
    Judi Dench, Philip Davis, Bill Nighy, Cate Blanchett, Shaun Parkes, Adrian Scarborough, Joanna Scanlan, Benedict Taylor, Diana Berriman, Michael Maloney, Wendy Nottingham, Tom Georgeson, Emma Kennedy, Syreeta Kumar, Andrew Simpson, Tameka Empson, Leon Skinner, Juno Temple, Max Lewis, Debra Gillett, Barry McCarthy, Julia McKenzie, Jill Baker, Alice Bird, Miranda Pleasence, Jonathan Speer, Stephen Kennedy, Derbhle Crotty, Catherine Drew, Anne-Marie Duff
  • Inhalt
  • Barbara Covett ( Judi Dench ) ist Lehrerin in einer staatlichen Schule. Ihre Regentschaft ist legendär und sie führt ihre Klasse dominant und diktatorisch. Da sie ihr Leben einsam und alleine fristet, schreibt sie ihre Erlebnisse sorgfältig, und Tag für Tag in ein Tagebuch. Sie hat keine Verwandte oder Freunde mit denen sie sich austauschen könnte. Nur ihre Katze Portia teilt ihre Gesellschaft. Dieser Umstand ändert sich auf dramatische Weise als sie die Kunstlehrerin Sheba Hart ( Cate Blanchett ) begegnet. Sie scheint die gesuchte Freundin und Ansprechpartnerin für die Zukunft zu werden. Lange hat sie davon geträumt und ihre Langeweile scheint sich grundlegend zu ändern. Als Barbara jedoch Shebas geheimes Leben entdeckt und erfährt das die neugewonnene Vertraute ein Verhältnis mit einem Schüler unterhält, ändert sich ihre Freundschaft auf bedenkliche Weise. Barbara droht diese Obsession publik zu machen, sollte Cheba ihre Neigung nicht sofort beenden. Auch ihr Ehemann Richard Hart ( Bill Nighy ) müsse von dem bösen Treiben in Kenntnis gesetzt werden. Eine unausweichliche Maschinerie setzt sich im Gang, denn ist auch Barbara in ihrem fortgeschrittenen Leben nicht frei von jeglicher Unschuld.

  • Filmkritik
  • Der 1943 in England geborene Regisseur Richard Eyre gilt mit seinen Werken als Abräumer diversester Preise. Sein Film Iris zum Beispiel gewann 2002 den Golden Globe für die beste männliche Nebenrolle ( Jim Broadbent ). Zahllose weitere Auszeichnungen für Ihn und seine Mitwirkenden bestätigen seine Fähigkeiten. Notes on a Scandal, so der Originaltitel, nennt sich nun sein neuestes Projekt. Hierbei handelt es sich zweifellos um ein Drama mit spannenden Nebengeräuschen die “ Tagebuch eines Skandals “ zu einem Thriller befördern. Dabei verlässt sich Richard auf Grundelemente die auch ein gewisser Alfred Hitchcock phänomenal umzusetzen verstand. Der Handlungsaufbau beginnt als könne er kein Wässerchen trüben. Er lässt seine Charaktere erst langsam wachsen bevor sie mit Fortdauer ihr wahres Gesicht zum Vorschein bringen. Dabei vergisst der Regisseur nicht den Bogen zu spannen und der Story Anziehungskraft zu verleihen. Die Geschichte ist derart gut konzipiert das zu jeder Minute interessant und emphatisch bühnengerecht erscheint. Denn vorwiegend funktioniert Notes on a Scandal, als zwei Personenstück in einem Kammerspiel. Und diese beiden Protagonisten können sich beglaubigt sehen lassen.



    Die grandiose Besetzung wird angeführt von der 1934 in York geborenen Engländerin Judi Dench. Sie gestaltet ihren Part auf derart eindringliche Weise, das es ihrer Kollegschaft schwer fällt sich neben ihr in Szene zu setzen. Sie besitzt eine Authentizität die seines Gleichen sucht. Bei ihrem Agieren ist ihr gesamtes Erscheinungsbild stimmig und ihre Aura fast angsteinflößend. Ihr Mimikspiel, ihre Sprache und ihr Ausdruck passen sich perfekt ins Szenario. Neben Judi repräsentiert die 37 jährige Australierin Cate Blanchett den zweiten Hauptpart. Natürlich fällt es ihr schwer neben ihrer Kollegin zu glänzen, dennoch macht sie ihre Sache wesentlich besser als befürchtet. Cate steht ihren Mann eminent, exklusive bei lauten Szenen. Da kann sie all ihren Einfühlungsvermögen an den Tag legen und offenbaren was in ihr birgt. Gemeinsam sind sie Beide, neben dem Score, die Hauptattraktion dieses Werkes. Bill Nighy als Shebas Ehemann und all die anderen Mitwirkenden sind keineswegs störend, aber an und für sich nur Beiwerk. Sie werden dahingehend benötigt dem Drehbuch genüge zu leisten.



    Um dramatische Szenen auch hörbar zu unterstützen engagierte Regisseur Richard Eyre den 60 jährigen Komponisten Philip Glass. Dieser “ Maestro “ begeistert mit seinen unverkennbaren Klängen seit Jahrzehnte unser Gehör. Er besitzt die unglaubliche Gabe ein Glass Arrangement erkennbar zu gestalten. Ohne im Vorfeld den Tonsetzer zu kennen wird schon nach Sekunden klar aus welcher Feder diese Komposition stammt. Auf dieses Talent können nur ganz Wenige Anspruch erheben. Auch diesmal untermalt Philip auf eine fantastische Weise, so das man diesen Score ohne schlechtes Gewissen zur besten Filmmusik der letzten Jahre zählen darf. Dieser Soundtrack darf bedenkenlos in einer Reihe mit Koyaanisqatsi, Powaqqatsi, The Thin Blue Line, La Chiesa, A Brief History of Time, Kundun und “ Opening “ von Truman Show genannt werden. Außerdem bietet diese Vielfalt der Resonanzen auch ohne den dazugehörigen Bildern ein ungeheures audiophiles Vergnügen.





    Fazit:



    Dench + Blanchett + Score = Film !!! Und ein Ausgezeichneter noch dazu !!



  • Wertu
  • Story
    4,0
    Musik:
    5,0
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    3,5
    Spannung:
    3,5
    Darsteller:
    4,5
    Gesamt:
    4,0
    Verfasst von:
    Richard Lammel

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