The Prestige - Meister der Magie

  • Informationen zum Film
  • The Prestige - Meister der Magie

  • Originaltitel:
    The Prestige
    Genre:
    Thriller, Mystery, Drama
    Produktionsländer:
    USA, UK
    Produktionsjahr:
    2006
    Kinostart Österreich:
    05.01.2007
    Kinostart Deutschland:
    11.01.2007
    Kinostart USA:
    20.10.2006
    Verleiher Österreich:
    Warner Bros.
    Verleiher Deutschland:
    Warner Bros.
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Christopher Nolan
    Drehbuch:
    Jonathan Nolan, Christopher Priest, Christopher Nolan
    Musik:
    David Julyan
    Darsteller:
    Christopher Neame, Christian Bale, Andy Serkis, Michael Caine, Ezra Buzzington, Hugh Jackman, Piper Perabo, Ricky Jay, Scarlett Johansson, William Morgan Sheppard, Jamie Harris, Roger Rees, Jim Piddock, Mark Ryan, David Bowie, Ron Perkins, James Lancaster, Daniel Davis, Rebecca Hall, Samantha Mahurin, Monty Stuart, J. Paul Moore, Anthony De Marco, Chao Li Chi, Gregory Humphreys, John B. Crye, Sean Howse, Julie Sanford, Olivia Merg, Zoe Merg
  • Inhalt
  • Einst waren die beiden Zauberer Robert Angier ( Hugh Jackman ) und Alfred Borden ( Christian Bale ) gute Freunde und gemeinsam auf der Bühne einer Aufführung. Doch als ein Fesseltrick wegen des Ehrgeizes nicht funktioniert und Roberts Freundin ums Leben kommt, wird Alfred dafür verantwortlich gemacht und aus Angiers Leben verbannt. Nicht genug damit, der Trauernde versucht von nun an Alfreds Zaubertricks zu sabotieren. Und da Dieser an seine Unschuld glaubt schlägt auch er zurück und hintertreibt ebenfalls Illusionen des Kontrahenten. Dieses miese Spiel wird immer intensiver geführt und auch andere Personen, wie der Trickingenieur Cutter ( Michael Caine ) und die Bühnengehilfin Olivia Wenscombe ( Scarlett Johansson ) werden dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Es werden Intrigen geschmiedet und imaginäre Geheimnisse gestohlen. Dieser ewige Wettstreit eskaliert und es stellt sich das Rätsel wer in Zukunft dieser beiden Protagonisten, die wahre Magie, oder die perfekte Täuschung gelingt.
  • Filmkritik
  • “ Are you watching closely ? - Sehen Sie genau hin ? “

    Mit diesen einleitenden Satz verführt Regisseur Christopher Nolan ( Memento, Batman Begins ) das faszinierte Publikum in eine Welt der Magie. Wobei die Frage zu welchen Anteil es sich tatsächlich um wahre Magie, eine perfekte Illusion oder doch nur um einen simplen Betrug handelt, erst im letzten Moment offenbart wird. Nolan versteht sein Handwerk in dem er sachlich, fein und sorgfältig jede Szene erschafft. Er versteht wie kaum ein Anderer, einzelne Sequenzen seriös und eindringlich zu vermitteln. Es entsteht eine Atmosphäre die vom tollen Score untermalt, eine wunderbare Symbiose ergeben und einen Film mit Stil kreieren lässt. Christopher hat zwar nicht den Wiedererkennungswert den ein David Lynch oder ein Peter Greenaway besitzt, aber im Bereich Ausdruck und Stil steht er den “ Göttern des Films “ um nichts nach. Sein Umgang mit den einzelnen Charakteren ermöglicht ein Herz höher zu schlagen und es ist ihm ein Leichtes seine Protagonisten glänzen zu lassen. Er versteht es die Stärken hervorzuheben und kleine Schwächen wegzuzaubern. Er geht auf Sie ein, stellt sie ins Licht und verpackt sie im perfekten Gewand, sei es die Beleuchtung, der Schnitt oder die Kamera. Und so passieren sonderliche Dinge, das auch ein bedingt talentierter Hugh Jackman plötzlich in jedem Dialog und jeder dramatischen Szene glaubhaft seine Begabung vermittelt. Christopher setzt auch Miss Johansson, die man zuletzt mehr in talentfreie Werke gesehen hat, unter authentische Scheinwerfer. Und lässt Michael Caine und Christian Bale das beweisen was sie am besten können; Agieren ! Weiter demonstriert er mit den Besetzungen der sogenannten kleinen Rollen sein besonderes Gespür. Andy Serkis, David Bowie und Coyote Ugly Star Piper Perabo komplettieren das rundum avancierte Ensemble. Nur schade das für die Endcredits kein Bowie Song gewählt wurde. Es hätte sich angeboten.

    Kenner und Bewunderer von Nolans früheren Werken werden erahnen das sich THE PRESTIGE natürlich nicht mit einer Zeitebene zufrieden gibt. Zwar wird die Geschichte nicht in die entgegengesetzte Richtung strukturiert, trotzdem spielen die Ebenen Vergangenheit und Gegenwart eine wichtige Rolle. Denn erst durch das Zusammenflechten einzelner Bereiche eröffnen sich dem Betrachter nach und nach Geheimnisse und Schlussfolgerungen. Durch die Erzählweise der Vorgeschichte offenbart sich Schritt für Schritt jene Rätsels Lösung die zur großen Schlusspointe zielt. Und wenn der einleitende Satz zu Beginn des Films “ Sehen Sie genau hin ? “ konzentriert eingehalten wird, wird dieses Ziel schon weit früher bewusst. Nicht das Christopher Nolan es für ungemein wichtig gehalten hätte, sein Ende so spät wie möglich zu enthüllen, doch ist das Finale als Überraschung konzipiert, Antizipierartisten und Filmkenner mit logischen Verstand werden auf Tricks und Kniffs die Teile des Endes verraten schon wesentlich früher erkennen. Aber diese Vorsehbarkeit schadet in keiner Weise, im Gegenteil. Entdecker dieser Lösungen werden das Gefühl entwickeln einem Zaubertrick auf die Schliche gekommen zu sein. THE PRESTIGE ist in seiner qualitativen Art ein Genuss für das Auge und dem Geist.
    Novellist Christopher Priest, der das Buch veröffentlichte, zeigte sich mit dem Skript das auf das Erwähnenswerte reduziert wurde, nicht begeistert. Viele Irrwege, viele Handlungen und andere Charaktere wurden einfach gestrichen um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Christopher und sein Bruder Jonathan Nolan vertraten die Ansicht das zu viele Verstrebungen den Film geschadet hätten und strichen alles was nicht in direkter Verbindung zu den beiden Magier stand. Diese Umsetzung darf getrost als kluger Schachzug verstanden werden, denn nur dieser Umstand erlaubt ein ungetrübtes Filmerlebnis und gebraucht keinen Genie IQ um der Handlung zu folgen.

    Fazit:

    128 Minuten großes Kino und einer außerordentlichen Regie. Ein Film ohne Laster, es sei denn man bewertet die Vorhersehbarkeit als ein Solches.


  • Wertu
  • Story
    4,5
    Musik:
    4,5
    Unterhaltung:
    4,5
    Anspruch:
    4,0
    Spannung:
    4,5
    Darsteller:
    4,5
    Gesamt:
    4,5
    Verfasst von:
    Richard Lammel

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Userkritiken

User Kritiken

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Christopher Nolan ist wohl der größte aufgehende Regiestern am Hollywoodhimmel was die letzten Jahre betrifft. Sein Erstlingswerk Following habe ich bisher noch nie gesehen und auch wenn der Kritiken zufolge gut sein sollte geriet er aufgrund seiner nachfolgenden Werke bei vielen in Vergessenheit. Mit Memento gelang ihm 2000 eine der außergewöhnlichsten Filme überhaupt der seinen Kultstatus absolut verdient hat und mit seiner Interpretation der Batman-Saga (Batman Begins & The Dark Knight - The Dark Knight rises kommt ja erst) sorgte er nicht nur für Kassenschlager, sondern gewann auch viele neue Fans damit. All seine Filme schätze ich sehr, auch der neueste (Inception) war wieder einmal ein Geniestreich in meinen Augen, lediglich Insomnia konnte mich nicht umhauen. Auf PRESTIGE mit Christian Bale und Hugh Jackman war ich schon sehr gespannt da ich bisher keinen vergleichbaren Film gesehen habe und eines kann ich schon vorweg sagen - auch der hat mich nicht enttäuscht.

Der "Originalplot": Gibt es ein Geheimnis, für das sie töten würden? In diesem elektrisierenden spannungsgeladenen Film von Christopher Nolan spielen Hugh Jackmann und Christian Bale Zauberkünstler, die mit allen Mitteln kämpfen, um einander zu übertrumpfen - was schließlich in tödlichen Täuschungsmanövern mündet. Scarlett Johansson spielt die Bühnenassistentin, die im Kampf der Rivalen zunächst als Schachfigur dient, dann aber eine immer wichtigere Rolle einnimmt.

Ob The Dark Knight, Inception oder Memento - ihren Hype kann ich absolut nachvollziehen, denn sie alle sind für mich kleine Meisterwerke, dennoch ist und bleibt PRESTIGE mein Lieblingsfilm von Nolan. Er gilt als einer der Filme von denen es nur eine handvoll gibt, die ich als perfekt bezeichnen würde. Einerseits fasziniert mich die Magie, denn sowohl hinter der Bühne als auch davor liebe ich es mich damit zu beschäftigen und mich davon begeistern zu lassen. Nolan macht einem die Magie somit wirklich schmackhaft, aber das ist nur ein kleiner Teil eines ganz großen Films.

Aufgrund des Aufbaus von PRESTIGE würde ich ihn nicht als übliche Hollywoodware bezeichnen, denn immer wieder gibt es geniale Zeitsprünge weswegen man dem Film auch durchgehend aufmerksam folgen muss. Das gefinkelte Drehbuch enthält nämlich einige Tücken die diesem intelligenten Thriller erst so besonders machen. Stück für Stück scheint sich das Ganze zu einem Puzzle zusammenzufügen, bis man plötzlich wieder am Anfang steht. Eine vielzahl von so unglaublich wirksamen Aha-Effekten habe ich in einem einzigen Film noch nie gesehen, selbst am Ende überschlagen sich die Ereignisse und treiben das nochmal auf die Spitze. Dass der Aufbau eines Zaubertricks der auch schon zu Beginn des Films erklärt wird am Ende so dem Film selbst entspricht lässt den Zuschauer mit offenem Mund zurück - so muss Kino sein!

Das Drehbuch (das für mich übrigens eines der besten der letzten Jahre ist) wurde aber nicht nur mit unglaublicher Konsequenz und Liebe zum Detail mit Hirn umgesetzt, auch die Darsteller sind absolut grandios. Wer Christian Bale also aufgrund von Filmen wie Equilibrium, Terminator 4 oder der Batman-Reihe als Darsteller bezeichnet der nur in (verdammt guten!) Actionern gute Figur macht wird spätestens durch PRESTIGE von seinem Talent überzeugt. Schon in Rescue Dawn oder The Machinist spielte er außerordentlich gut, seine beste Darbietung sah ich aber hier. Unglaublich intensiv gespielt verpasst er seinem Charakter Tiefe und fesselt den Zuschauer. Für seinen Part in The Fighter bekam er nun endlich einen Oscar, längst überfällig meiner Meinung nach. Aber auch Hugh Jackman braucht sich nicht vor ihm zu verstecken, denn er spielt ebenfalls sehr gut und schafft einen fast ebenbürtigen Gegenpart. Ihn mochte ich noch nie so richtig, doch in PRESTIGE konnte er mich schlussendlich überzeugen. Zu Michael Caine gibt es nicht viel zu sagen, er spielt gut wie immer. Scarlett Johansson fällt hingegen weniger auf, nicht wegen schlechter Leistung, sondern wegen ihrem kleinen Part der neben den übermächtigen Hauptcharakteren einfach nebensächlich ist.

Die Musik, die Optik, der Aufbau, die Inszenierung, die Überraschungen, die schauspielerischen Leistungen - hier stimmt einfach alles. PRESTIGE ist für mich schlichtweg ein perfekter Film ohne Schwächen, der mich ins Staunen bringt wie kein anderer. Mittlerweile hab ich den Film bereits 5x gesehen und nach wie vor schafft er es mich zu verblüffen, einer der besten Filme der letzten Jahre.

10/10 transportierte Männer

geschrieben am 19.08.2011 um 09:38

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ø Wertung: 9,3/10 | Wertungen: 6 | Kritiken: 1