Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter

  • Informationen zum Film
  • Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter

  • Originaltitel:
    Eragon
    Genre:
    Action, Abenteuer, Familie, Fantasy
    Produktionsländer:
    USA, UK, Ungarn
    Produktionsjahr:
    2006
    Kinostart Österreich:
    15.12.2006
    Kinostart Deutschland:
    14.12.2006
    Kinostart USA:
    15.12.2006
    Verleiher Österreich:
    Centfox
    Verleiher Deutschland:
    20th Century Fox
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Stefen Fangmeier
    Drehbuch:
    Peter Buchman, Christopher Paolini
    Musik:
    Patrick Doyle
    Darsteller:
    Sienna Guillory, John Malkovich, Ágnes Bánfalvy, Garrett Hedlund, Paula J. Newman, Rachel Weisz, Alun Armstrong, Jeremy Irons, Djimon Hounsou, Steve Speirs, Robert Carlyle, Caroline Chikezie, Ed Speleers, Christopher Egan, Richard Rifkin, Joss Stone, Michael Mehlmann, Tamás Deák, Matt Devere, Máté Haumann, Andrea Fazekas, Pál Makrai, Spencer Wilding, Gábor Hortobágyi, Maggie Baird, Johnny Gidcomb, Peter Lavin, Mark Silverman, Julian Barnes
  • Inhalt
  • König Galbatorix ( John Markovich ), ein vormaliger Drachenreiter, regiert sein Land Alagaesia totalitär. Noch vor kurzer Zeit kämpfte der König gemeinsam mit seinem Drachen für den Frieden und eine gerechte Welt. In ein dunklen Phase und genau in jenen Moment ermordet er die eigenen Mitstreiter und deren Drachen. Und als sein Weggefährte ebenfalls getötet und vom Orden der Reiter ein neuer Drache verweigert wurde, verfiel Galbator dem Irrsinn. Von nun an tyrannisiert er sein Gebiet und deren Einwohner. Außerdem wiegt man im Gauben das sämtliche Flugsaurier verschwunden wären.
    Als der junge Eragon ( Edward Speleers ) während der Jagd einen blauen Stein findet das sich als Drachenei entpuppt, nimmt seine Geschichte eine schicksalhafte Wende. Eragon zieht im Verborgenen das Baby Saphira auf, erlernt den Schwertkampf, und entwickelt sich Schritt für Schritt zum Drachenreiter. Natürlich erfährt Galbatorix von Eragons Vorhaben, die Magie verbindet, und versucht mit allen Mitteln dies zu verhindern. Er entsendet seine Gefolgschaft, die Razacs, um den noch unerfahrenen Krieger den Gar auszumachen und den Drachen in seinem Besitz zu erlangen. Eragon wird auf seiner Begebenheit viele Helfer, wie zum Beispiel seinem Mentor Brom ( Jeremy Irons ) benötigen um alle Gefahren seines Abenteuers zu bestehen, sogar überleben zu können...
  • Filmkritik
  • Regisseur Stefen Fangmeier ist zwar ein Neuling auf dem Regiestuhl aber sicher kein Unbekannter. Denn seinen Namen machte sich Stefen als der Effektspeziallist von Steven Spielberg. Filme wie Terminator 2, Jurassic Park, Saving Private Ryan, Twister oder Lemony Snicket`s tragen seine Handschrift. Da 20th Century Fox von seinen Fähigkeiten überzeugt war willigten sie ein enormes Budget von über 100 Millionen Dollar ein. Um diese enorme Summe zu rechtfertigen, setzten sie auf eine Richtlinie die dem der Herr der Ringe Trilogie ziemlich ähnelt. Filmstart ist weltweit im Dezember vor Weihnachten. Das Buch ist ein Bestseller und wird ebenfalls wie die Tolkien Bücher in drei Teilen geschrieben. Man setzt auf Fantasy im kongruenten Stil. Das alles und eine Riege von bekannten Darsteller sollen den Erfolg an den Kinokassen sichern. Obwohl Wunschkandidaten wie Elijah Wood und Ian McKellen auf ein Mitwirken dankend verzichtet haben, gelang es der Produktion namhafte Darsteller wie John Malkovich, Jeremy Irons, Robert Carlyle und Djimon Hounsou zu engagieren. Ob sich diese Strategie auch umsetzen lässt und damit das Gesamtpaket funktioniert, bleibt abzuwarten. Denn ERAGON der Film, wandelt auf gefährlichen Pfaden. Immer muss er sich in seiner Verantwortung bewusst sein, gegen den wahren Herrscher der Elfen, Zwergen und Drachen, Peter Jackson zu konkurrieren.

    Leider bleibt ERAGON im Vergleich zu HERR DER RINGE vieles schuldig. Zwar sind die Visual Effects, speziell die Flugszenen sehenswert und kostspielig inszeniert, aber kann der Rest und vor allem die Geschichte in keiner Weise mit oder noch besser; standhalten. Die von dem jungen Autor Christopher Paolini geschriebene Sage ist dünn und löchrig. Der daraus entstandene Film wirkt daher gedrängt und unrhythmisch. Als hätten die Verantwortlichen vor sich auf keine 180 Minuten einzulassen und das Paket in 100 Minuten zu verpacken. Die Charaktere werden kurz in das Geschehen integriert und es bleibt ihnen keine Zeit sich zu entwickeln, zu wachsen. ERAGON Darsteller Ed Speleers stellt sich nicht gerade als schauspielerisches Naturtalent heraus. Und so stellt sich die Frage wieso Speleers sich gegen Tausende teilweise namhafte Bewerber durchgesetzt haben könnte. Aber auch die anderen Darsteller wie ein Malkovich, Irons oder Carlyle durften auf Grund des matten Drehbuchs nicht glänzen. Es wäre ja nichts gegen eine einfache Geschichte einzuwenden, der Autor war während er das Buch schrieb, gerade Sechszehn Jahre. Es braucht auch keine verworrene detaillierte Tolkien Litanei, aber einen soliden bodenständigen Inhalt zu erhalten, das wäre doch wünschenswert. Viel mehr kommt es dem Zuseher vor es wird jede Zutat die man aus der Sagenwelt kennt in einen Suppentopf geworfen, verrührt und zu einem Film konzipiert.

    Regisseur Stefen Fangmeier gelang es zwar in seinem Metier zu überzeugen und noch ein bis zwei schöne Szenen in Zeitlupe zu kreieren. Aber ansonsten merkte man die fehlende Präsenz auf dem Regiestuhl, den er zuvor noch nie bestieg, deutlich an. Sein Inszenierungsgeschick speziell bei Dialogen lassen mitunter ziemlich zu wünschen übrig und wirken aufgesetzt und unehrlich. Außerdem haben sich bei genauerer Betrachtung etliche kleine Regiefehler eingeschlichen. Diese zu finden obliegt dem Publikum. ERAGON bezieht seine spärlich vorhandenen Stärken aus der Location, die sich diesem Thema gekonnt anpassen. Es braucht daher, um wieder dem Vergleich zu ziehen, kein fernes Neuseeland. Man findet ebenso schöne Gegenden in der Slowakei und Ungarn. Auch der melodiöse Score von Patrick Doyle hätte sich desgleichen ein besseren Film verdient. Ansonsten bietet ERAGON leichte manchmal zu einfache Kost um ein teures Kinoticket zu rechtfertigen. Ob es jemals einen angestrebten zweiten Teil geben wird, entscheidet letztendlich der Zuseher.
  • Wertu
  • Story
    1,0
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    2,0
    Anspruch:
    0,5
    Spannung:
    2,5
    Darsteller:
    2,5
    Gesamt:
    2,0
    Verfasst von:
    Richard Lammel

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