Brotherhood

  • Informationen zum Film
  • Brotherhood

  • Originaltitel:
    Taegukgi hwinalrimyeo
    Genre:
    Action, Krieg, Drama
    Produktionsland:
    Südkorea
    Produktionsjahr:
    2004
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Je-gyu Kang
    Drehbuch:
    Ji-hoon Han, Sang-don Kim, Je-gyu Kang
    Musik:
    Dong-jun Lee
    Darsteller:
    Min-sik Choi, Su-ro Kim, Joe Cappelletti, Doo-hong Jung, Dong-gun Jang, Bin Won, Eun-ju Lee, Hyeong-jin Kong, Yeong-ran Lee, Kil-Kang Ahn, Jin Jung, Jae-hyeong Jeon, Min-ho Jang, Yun-hie Jo, Do-Hee Go, Taek-ha Hwang, Dae-Hoon Jeong, Bo-kyeong Kim, Kyung-Hwan Kim, Ki-su Park, Sung-Mo Um, Cho Won-Hee, D.C. Douglas, Adam Epstein
  • Inhalt
  • Im Jahre 1950 als der Koreakrieg ausbricht, werden die Brüder Jin - Tae und Jin - Seok von der südkoreanischen Regierung einberufen. Getrennt von ihrer Familie versuchen sie erst gemeinsam den Krieg zu überleben. In ihrer Vergangenheit waren sie echte Brüder, die durch nichts und niemanden getrennt werden konnten. Doch hier, unter den Vorraussetzungen des brutalen Krieges, ändert sich die Ähnlichkeit. Der Kampf verändert den Menschen. So verwandelt sich auch die Verhaltungsweise des älteren Bruders Jin - Tae, der zum bestialischen Sadisten mutiert. Erst empfindet Jin - Seok Abneigung gegen ihn. Mit Fortdauer jedoch nur noch Hass und Ekel. Er weiß nicht unter welchen Vorraussetzungen sein Bruder handelt. Die Lage spitzt sich dramatisch zu als Jin - Tae erfährt das seine Verlobte von einem Erschießungskommando der Südkoreaner ums Leben kommt. Jin - Tae wechselt die Fronten und zieht von nun an für Nordkorea auf das Schlachtfeld. Und wie das geteilte Land stehen sich zum finalen Kampf zwei Brüder, die einst unzertrennbar waren, gegenüber.....
  • Filmkritik
  • Patriotismus, Pathetisch, Opulent. Fast wäre man geneigt zu glauben, Taegukgi hwinalrimyeo, so der Originaltitel, stellt ein Empfehlungsschreiben für Steven Spielberg persönlich dar. Regisseur Je-gyu Kang drückt mächtig auf die Gefühlsebene. Dabei scheut er sich nicht in mindesten Stevens Regiestil zu kopieren. Man nehme einen Prolog und einen Epilog aus Schindlers Liste, kopiere die Gewalt und Actionszenen aus Privat Ryan und verziere das Werk mit schönen Aufnahmen a la Empire of the Sun. Kein asiatischer Film ist das Ergebnis, vielmehr eine sehbare westliche Arbeit.

    Das Regisseur Je-gyu Kang den gewalttätigen Actionfilm mit gekonnter Geschichte hervorragend umsetzen kann, steht seit Shiri außer Frage. Doch diesmal verliert sich Koreas Meister in viel zu langen endlos scheinenden Kampfsequenzen. Sie sind für den Liebhaber der nahen rohen Kamera beeindruckend anzusehen, jedoch fehlt hier die Balance zu den Dialogszenen. Zu sehr wird in typischer ( Stanley Kubrick: Full Metal Jacket ) Manier durch die Gegend geschossen, Gliedmaßen abgetrennt und Körper durchsiebt. Der Kameramann erzeugt durch seine Präsenz die Vorstellung, der Zuseher sei neben den Protagonisten, alles zielsicher und realistisch. Aber nach längeren Zusehen dieser brutalen Bilder hintereinander, wünscht sich der Betrachter etwas mehr Ruhe und oftmals einen Gang langsamer. Mehr Dialoge wären zum Vorteil gewesen, sie hätten die Dramaturgie zwischen den Brüdern nachhaltig zum noch besseren Film machen können. Sich allein an den Leichenteilen zu delektieren, kann nicht als Genügend für ein Projekt dieser Größe anzusehen sein. Immerhin handelt es sich bis dato hier um die teuerste koreanische Produktion aller Zeiten. 15 Millionen Dollar, mehr als 20 000 Statisten und mehr als 200 künstliche Tote wurden während der Dreharbeiten verbraucht. Doch das für asiatische Verhältnisse enorme Budget stellte sich für den Regisseur als klarer Nachteil heraus. Je-gyu Kang verballerte im wahrsten Sinne des Wortes viele Dollars die so in keiner Form notwendig waren. Stattdessen hätte man den vielen Nebendarsteller eine Seele verabreichen können. Vor allem Wörter oder Sätze das ihr schauspielerisches Können, das durchaus in Ansätzen erkennbar war, hervorheben könnte und dem gesamten Werk rhythmischer erscheinen ließe.


    Leider konfrontiert Brotherhood den Kinobesucher nur mit der absoluten Sinnlosigkeit des Krieges und der Gewalt. Keine Frage, dieses Kriegsepos zählt zu den brutalsten, blutigsten und schnellsten Filme dieser und vergangener Tage. Keine Frage sind die gezeigten Bilder, Locations und Situationen realistisch wie selten zuvor.
    Leider gibt Brotherhood im zu geringen Maßen die heute noch aktuelle Brisanz zwischen Süd und Nordkorea preis. Aber gut das dieses bis jetzt Tabuthema zumindest in Ansätzen aufgenommen und bearbeitet wurde. Wenn dieses auch leider viel zu wenig erkennbar, ist es mit Sicherheit ein Fingerzeig für die Zukunft, viel öfter die restliche Welt auf diese koreanische Misere rund um den 38sten Breitengrad hinzuweisen.


    Fazit:

    Brotherhood erzählt eine Geschichte die getrost in einem Satz erklärt werden kann. Die Actionszenen sind eindrucksvoll umgesetzt, die wenigen gewaltfreien Sequenzen gerieten zu pathetisch. Insgesamt wohl ein Film nur für absolute Actionfreaks die auf das Rundum gut verzichten können.
  • Wertu
  • Story
    1,0
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    2,5
    Anspruch:
    1,0
    Spannung:
    3,0
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    3,0
    Verfasst von:
    Richard Lammel

Kommentare

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Mir hat der Film auch gut gefallen aber überbewerten würde ich ihn auch nicht die Kritik bringt es meiner Meinung nacht gut auf den Punkt.

geschrieben am 12.05.2011 um 13:30 Uhr #2

Was ist da denn für eine bescheuerte Kritik. Der Film war super, siehe IMDB!

geschrieben am 12.05.2011 um 12:56 Uhr #1

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ø Wertung: 9,2/10 | Wertungen: 5 | Kritiken: 0