Miranda Priestly nennt sich die mächtigste Modechefin unserer Zeit. Sie ist Herausgeberin der Zeitschrift dieses Jahrtausends; RUNWAY ! Ihr ewiges Suchen nach einer zweiten Assistentin scheint ihr Ausdauersport zu sein. Während der ersten Aufwärterin wichtige Aufgaben zuteil werden, wird Nummer Zwei für Kaffe holen, und Kunden von Miranda fern zu halten, eingesetzt. Außerdem muss sie für alle Erniedrigungen, und alle Fehler gerade stehen, auch für jene, die sie nicht gemacht hat. Und, obwohl Millionen Mädchen für diesen Job killen würden, wird diese Stelle von einem Girl besetzt, die das Wort Fashion nur von der Ferne kennt. Dieser Umstand das Andrea, so der Name unserer gesuchten jungen Dame, von RUNWAY`s first Lady Miranda Priestly noch nie was gehört hatte, und einer gewissen Tollpatschigkeit, verschafft ihr den Job. Miranda sieht in Andrea nicht den Typ Frau den sie zu Tausenden gefeuert hat. Diese nicht “ skinny “ Erscheinung soll mal zeigen was sie zu bieten hat. Doch anfänglich ist Andrea gar nicht so erpicht ihre wahren Stärken zu enthüllen. Sie lebt frei nach dem Motto, “ The Job pay the Rent “. Von Tag zu Tag, von Woche zu Woche integriert sich Andrea mehr in diese Materie und sukzessiv verbessert sie ihr Ansehen in der Firma. Langsam wird sie zu einer professionellen Assistentin ohne Rücksicht auf ihr Privatleben. Ihr Dauerfreund versteht anfänglich ihre Verspätungen, ihre Termine. Als Andrea ihn auch an seinen Geburtstag versetzt, erkennt er, das sich womöglich seine Freundin für die Arbeit und gegen eine Beziehung entschließen könnte. Auch Miranda erfasst das Potential und befördert Andrea. Das bedeutet das eine Lebensgemeinschaft keine Chance besitzt. Wie wird sich das hässliche Entlein, das sich zum schönen Schwan entpuppt, entscheiden ? Setzt sie auf Prada, Gucci, Jimmy Choo und Manolo, oder auf ihr Grundprinzip. Das der Beruf die Miete zahlt und nicht mehr....
“ Prêt-à-Porter à la Hollywood “
Lauren Weisberger verdankt ihrer Novelle ihrem einstigen Job bei Vogue. Sie selbst war Assistentin und die damalige Chefin Anna Wintour die eigentliche „ The Devil wears Prada „. Lauren erzählt in ausgeschmückter Form ihre Erlebnisse und Eindrücke der Modewelt. Erledigungen, Einkäufe unter enormen Zeitdruck jeglicher Art rund um die feine Gesellschaft waren an der Tagesordnung. Ohne Privatleben stand sie ihrer Gebieterin 24 Stunden pro Tag zur Verfügung. Diese Herrscherin ignoriert ihre Angestellten weitgehend und gibt sich nur mit Ihresgleichen ab. Mit den Stars und den Machern dieser Glamour Welt. Alles muss nach ihrer Nase tanzen und nur ihr Wort hat Gewicht. Wer nicht spurt, fliegt !
Million Girls would kill for this Job !
Meryl Streep agiert als Herausgeberin des Magazins RUNWAY. Miranda Priestly mit überzeugender Souveränität. Jeder Ausdruck und jede Silbe wird genau gewählt. Nicht nur ihre Wortwahl, auch auf die Intonation jedes Wortes, und auf jede Betonung wird exakt geachtet. Mit tyrannischer Sicherheit wandelt Meryl auf gewohntem Terrain. Sie versteht es die bösen Seiten ihres Seins vor zu bringen und glaubwürdig zu vermitteln. Dabei trägt sie nicht nur Designerklamotten, sie führt Diese vor. Insgesamt stellt ihre Darbietung das große Plus des Filmes dar.
Lieblich anzusehen ist die eigentliche Hauptrolle. Mit Anne Hathaway wird ein relativ neues Gesicht verwendet. Bekannt geworden durch das Schmachtwerk Brokeback Mountain verkörpert Anne die zweite Gehilfin, nett und natürlich. Ihre unverbrauchte Erscheinung hilft dem Zuseher bei der Identifizierung der Rolle. Sie lässt die verbalen Prügel ihrer Chefin mit Gelassenheit über sich ergehen. Der Eine oder Andere unter uns in bestimmten Situationen mit großer Wahrscheinlichkeit ganz anders reagiert. Im wahren Leben...
That`s all ....
Der Teufel trägt Prada ist eine Komödie mit ernstem Hintergrund. Zwar werden die Hinweise und Seitenhiebe auf die feine Gesellschaft dank der Tatsache das es sich hier um einen Hollywoodfilm handelt gut versteckt, trotzdem sind sie klar ersichtlich. Auch das normal gebaute Frauen als FETT bezeichnet werden, weisen auf derartige Querschläge hin. Zu einer Genre Bezeichnung SATIRE schafft es dieses Werk nicht, da er wegen der Produktionsfirma gefiltert und dadurch zu brav und anständig geriet. Realistisch und bemerkenswert ehrlich gelang die Zeichnung des Charakters Andy Sachs die von Anne gespielt wird. Erst verdient sie das Geld nur um die Miete zahlen zu können. Mit Fortdauer passt sie sich in diese Welt ein, findet immer mehr Gefallen und lebt schließlich diesen Beruf. Immer mehr gewinnt der Job Priorität und ihr Privates drängt sich in den Hintergrund. Andy wird Opfer ihrer neugewonnener Leidenschaft und schon bald steht sie vor der Wahl, wie m echten Leben: Beruf oder Familie...
Fazit:
Gelungene und realistische Komödie rund um die Modewelt und ihre Auswüchse. Hintergründig statt Tiefgründig !
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