Miami Vice

  • Informationen zum Film
  • Miami Vice

  • Originaltitel:
    Miami Vice
    Genre:
    Action, Krimi, Drama, Thriller
    Produktionsländer:
    USA, Deutschland, Uruguay, Paraguay
    Produktionsjahr:
    2006
    Kinostart Österreich:
    25.08.2006
    Kinostart Deutschland:
    24.08.2006
    Kinostart USA:
    28.07.2006
    Verleiher Österreich:
    Universal Pictures International
    Verleiher Deutschland:
    Universal Pictures International
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Michael Mann
    Drehbuch:
    Anthony Yerkovich, Michael Mann
    Musik:
    John Murphy
    Darsteller:
    Mike Pniewski, Jamie Foxx, Barry Shabaka Henley, Colin Farrell, Frankie J. Allison, Eddie Marsan, Isaach De Bankolé, Ciarán Hinds, Tom Towles, Marc Macaulay, Stephan Jones, John Hawkes, Tony Curran, Domenick Lombardozzi, Luis Tosar, Naomie Harris, Justin Theroux, Ana Cristina de Oliveira, Li Gong, Mario Ernesto Sánchez, Don Frye, Pasha D. Lychnikoff, John Ortiz, Elizabeth Rodriguez, Rob Larson, Maxim Danilov, Everlayn Borges, Juanita Billue, Patrick Michael Buckley, Vivienne Sendaydiego
  • Inhalt
  • Als nach einem internen Informationsleck eine groß angelegte Undercover-Operation der Joint Inter-Agency Task Force (JIATF) im Desaster endet, wendet sich das FBI an die lokale Polizeibehörde. Die beiden Detectives Sonny Crockett (Colin Farrell) und Ricardo Tubbs (Jamie Foxx) sollen helfen ein mächtiges Drogenkartell auszuschalten. Als Undercover Cops geben sie vor Drogentransporte in die USA durchzuführen und nähern sich somit dem mächtigen Drogenboss Arcángel de Jesús Montoya (Luis Tosar), der sie mit der logistischen Abwicklung seines Drogenschmuggels beauftragt. Zunächst sieht es so aus als könnten die beiden Cops aus Miami sein Vertrauen gewinnen, doch bald entspinnt sich ein Netz an Intrigen, welches Crockett und Tubbs in Lebensgefahr bringt...
  • Filmkritik
  • Die Kinoversion von MIAMI VICE unterscheidet sich optisch sehr deutlich vom Stil der TV-Serie. Es gibt keine rosaroten Flamingos, man trägt wieder Hemden statt T-Shirts unterm Sakko und die Pastellfarbenhölle der 80er Jahre ist mittlerweile auch passé. Im Kinofilm ist das nächtliche Miami düster und bedrohlich, eine dräuende Kulisse welche sich im Hintergrund der beiden Hauptdarsteller aufbaut und mit flimmernden Lichtern und zuckenden Blitzen durchsetze Schatten auf die Gefühlslandschaft der beiden Cops wirft. In MIAMI VICE herrscht emotionale Eiszeit, sowohl in den Bildern, als auch in den unterkühlten Performances von Colin Farrell und Jamie Foxx. Obwohl sich erstgenannter in eine Liebesaffäre mit Isabella (Gong Li) stürzt, reicht die Anzahl seiner unterschiedlichen Gesichtsausdrücke beiweitem nicht aus um die frostige Temperatur des Films um ein paar Grad zu heben. Ähnlich gefühlskalt und ausdruckslos agiert Jamie Foxx, den man in der letzten Zeit eigentlich nur besser gesehen hat. Dieses "Downplay" der Gefühlsebene hat zwar offensichtlich Konzept, schadet dem Film aber über weite Strecken ungemein, da es kaum glaubhafte, emotionelle Höhepunkte in MIAMI VICE gibt. Anders betrachtet könnte man aber auch argumentieren, dass der Film genau deshalb jene trostlose, melancholische Stimmung durchhalten kann, die er von Beginn an konsequent aufbaut. Bei weitem nicht die einzige Gratwanderung des Films...

    Auch stilistisch ist MIAMI VICE sehr ambivalent. Primär regieren verwackelte Bilder einer aus den Fugen geratenen Handkamera, die gelegentlich mit einigen bewusst eingesträuten Unschärfen angereichert sind. Grobkörnige Images wechseln sich mit scharfen kontrastierten Bildern ab und das Framing ist nicht nur einmal etwas gewöhnungsbedürftig. Viele dieser Stilmittel verwendete Michael Mann bereits in ALI und COLLATERAL, wobei er in MIAMI VICE manche davon weitaus stärker forciert und auf die Spitze treibt. Der Film wirkt meist unruhig, fragil und zerfahren was zwar einerseits die unterkühlte Gefühlswelt seiner Hauptfiguren unterstreicht, andererseits aber nicht unbedingt zur Flüssigkeit des Films beiträgt. Ein Faktor der speziell auf der Handlungsebene ins Gewicht fällt. MIAMI VICE hat deutliche Längen und inhaltsleere Momente, die zwar manchmal durch überlegte Inszenierung übertaucht werden können, aber mindestens ebenso oft in gähnender Langeweile enden. Michael Mann ist leider die meiste Zeit über ausserstande Spannung zu erzeugen, im missglückten zweiten Akt ist MIAMI VICE zu oft nahe daran einfach völlig uninteressant zu sein. Die Story plätschert im Schneckentempo und ohne nennenswerte Höhepunkte vor sich hin, kann sich erst in der letzten halben Stunde aus ihrer immanenten Lethargie reißen und mit einem ganz passablen Finale zumindest noch Schadensbegrenzung betreiben.

    Der Film sträubt sich hartnäckig gegen jedwede Genrekonventionen, hat aber letztendlich leider nicht jene inszenatorischen und / oder inhaltlichen Qualitäten, welche die fast schon bemerkenswerte Absenz von Action- und Spannungsszenen für den Betrachter kompensieren können. Und so bleibt MIAMI VICE ein gut durchdachtes Experiment einer meditativen Bestandsaufnahme melancholischer Stimmungen, das am Ende jedoch an der allzu konsequenten Vernachlässigung dramaturgischer und inhaltlicher Effizienz scheitert. In Summe ein gut gemeinter, wohl durchdachter und stilistisch konsistenter Langweiler.
  • Kurz Kritik
  • Story
    2,0
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    2,0
    Anspruch:
    2,5
    Spannung:
    1,0
    Darsteller:
    2,0
    Gesamt:
    2,5
    Verfasst von:
    eXistenZ

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User Kritiken

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Sonny Crockett und Ricardo Tubbs sind zwei Undercover Polizisten. Dieses mal stehen sie vor einem großen Fall. Sie müssen sich in ein Drogenkartell einschleusen. Dort trifft Crockett Isabella, die Frau des Drogen-Bosses, und beginnt mit ihr eine heiße Affäre. Doch dann beginnt, einiges schief zu laufen.

Michael Mann, der uns schon Heat und Collateral beschert hat, bringt uns dieses mal eine der wohl coolsten Serien, die die 80er hervorgebracht haben: Miami Vice. Diese Serie ist kein unbeschriebenes Blatt für ihn. Für eine Folge hat Mann an einem Drehbuch mit geschrieben und war auch ausführender Produzent der Serie.

Da Serien als Kinofilme immer beliebter wurden, war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis auch Miami Vice ins Kino gebracht werden würde.

Doch Miami Vice unterscheidet sich von den meisten anderen Serien Adaptionen. Anstatt auf Hollywood Actionhit ohne Sinn und Verstand zu setzten, gibt es eine düstere Handlung, die Wert auf Realismus legt. So ist das Weglassen des Vorspanns ein guter Schachzug. Man wird ins Geschehen geworfen, lernt die Charakter erst nach und nach kennen. Doch es gibt noch etwas anders. Der Film ist auf DV gedreht worden, was dem Film einen ganz besonderen Look gibt. Die Gestaltung der Actionszenen wird dagegen jeden Actionfan enttäuschen. Es gibt kaum welche. Doch dies ist auch nicht Sinn des Films. Es geht viel mehr um die Arbeit der beiden Cops sowie ihr vorgehen und dies ist wirklich gut in Szene gesetzt worden. Wenn es im Finale zum großen Shootout kommt, ist dies wirklich sehr realistisch inszeniert.

Schon bei Heat war die Straßenschießerei das Actionhighlight schlecht hin. Doch hier setzt Mann noch eins drauf. Diese Szene ist extrem spannend und nichts für Leute mit schwachen Nerven. Auch sollte man sich auf ein große Portion Gewalt vorbereiten, die es im Verlauf des Films gibt.

Colin Farrell und Jamie Foxx machen ihre Sache als Crockett und Tubbs sehr gut. Bloß sieht Colin Farrell mit Schnauzbart etwas merkwürdig aus. Aber es passt zur Rolle und zu dem was die beiden im Film machen müssen.

Michael Mann hat hier wieder einen sehr guten Film abgeliefert. Wirklich cool, hart und düster in Szene gesetzt. So hat man selten Miami gesehen.

geschrieben am 25.07.2011 um 13:58

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Wertung: 5,7/10 | Wertungen: 7 | Kritiken: 1