Francis Ford Coppola inszeniert die Geschichte rund um Graf Dracula um es mit einem Wort zu sagen pompös. Die Sets und Kostüme sind phantastisch, der visuelle Stil des Films atemberaubend und das Bild strotzt nahezu durchgehend vor einem einzigartigen Ideenreichtum. „Bram Stoker’s Dracula” erscheint in diesem Sinne wie ein unberechenbares Abenteuer, da man nie vorher sehen kann, welche Überraschungen die nächsten Szenen zu bieten haben. Außerdem sind die Schauspieler mit Anthony Hopkins, Gary Oldman, Keanu Reeves und anderen phantastisch. Die bombastische Musik untermalt das Geschehen perfekt und Coppolas Talent als Regisseur ist diesem Film in jeder Szene anzumerken. Gelegentlich hat man allerdings auch etwas übertrieben und der Film wirkt schlicht überladen. Die Szenen im Irrenhaus sind ein gutes Beispiel dafür – es passiert so viel gleichzeitig, so viele seltsame Eindrücke auf einmal (die gefesselten Leute mit Kopfkäfig zum Beispiel), dass man aus der eigentlichen Handlung des Films gerissen wird und sich zu sehr auf das Drumherum konzentriert. Der Höhepunkt der Lächerlichkeit ist allerdings das Erscheinungsbild von Dracula. Das Schloss an sich ist atmosphärisch und sehr gruselig gestaltet, auch Draculas Kleidung transportiert die nötige Stimmung. Wenn man dann allerdings seine Frisur sieht, die aussieht als hätte er sich einen übergossen BH um den Kopf geschnallt, muss man in zahlreichen Momenten laut loslachen und kann den Film und den Charakter einfach nicht mehr ernst nehmen. Da war Leslie Nielsen teilweise glaubwürdiger als König der Vampire...
Allerdings hat „Bram Stoker’s Dracula” auch einen sehr großen Schwachpunkt. Es wird vielleicht aufgefallen sein, dass ich bereits über 230 Worte in die Ausstattung des Films, die Ästhetik und die Inszenierung verloren habe aber noch kein einziges über die tatsächliche Story. Das hat einen Grund. Leider!
Während man scheinbar größten Aufwand betrieben hat, den Film visuell einzigartig zu machen, so uninspiriert wirkt die Story. Klar, es wird die klassische Dracula-Geschichte erzählt, mit all den Charakteren, Orten und Szenen, die man aus so gut wie jedem anderen Dracula-Film – darunter sogar dem bereits erwähnten „Dracula – Tot aber Glücklich“ – kennt. Zwar ist die Geschichte keinesfalls schlecht, allerdings hat man sie einfach zu oft gesehen um sie noch unterhaltsam zu finden. Spannung ist zu keiner Zeit vorhanden, das Erzähltempo ist für die Geschichte einfach zu langsam und der Film macht grundsätzlich einen ziemlich öden Eindruck. Gegen die auftretende Langeweile kann selbst die opulente Ausstattung des Films nichts mehr ausrichten und „Bram Stoker’s Dracula“ bleibt trotz seiner aufwändigen Inszenierung ein ziemlich öder Film.
Phänomenal ausgestatteter Film, der gelegentlich aber schon überladen wirkt und einen absolut lächerlichen Dracula präsentiert. Leider wird die Geschichte nicht nur gänzlich ohne Neuerungen sondern auch sehr langsam erzählt, sodass der Film insgesamt einfach nur langweilig ist.
„Nein du siehst mich nicht.“
Jonathan Harker wird nach Pennsylvanien geschickt um dort mit dem Grafen auf einer Burg einen Vertrag ab zuschließen. Doch in dem Schloß angekommen merkt Jonathan das hier irgendwas nicht stimmt. Doch während der Graf sich auf macht nach London um dort die Verlobte von Jonathan zu finden, bleibt dieser zurück im Schloß. Schnell stellt man in London fest das irgendwas nicht stimmt. Vor allem als Lucy die Schwester von Mina verrückt wird. So ruft man Dr. Van Helsing um hilfe. Dieser stellt fest das es sich um einem Vampir handeln muss.
Es gibt viele Vampir Filme auch rund um Dracula, doch „Bram Storkers Dracula“ von Francis Ford Coppola ist der einzige der sich an den Roman con Bram Storker hält. Der Film gibt also die Handlung des Buches wieder. So haben wir immer eine Stimme aus dem Off, die uns teile der Geschichte erzählt, sei es nun Tagesbucheinträge oder andere Schriftstücke. So erfahren wir nach und nach mehr Mythen übder den Vampir. Auch wenn Graf Draculs kaum bedrohlich wirkt, so ist er doch nah am Roman. Eine Welt voller Sex und züglosigkeit, Gleichgeschlechtlicher Liebe. Die Romantisierung des Todes. Für die Dinge steht Dracula und das zeigt uns der Film. Natürlich gibt es auch Szenen wo Blut gesaugt wird. Doch hält der Film sich dabei doch meist zurück. Unblutig ist er nicht aber kein Schlachtfest.
Gary Oldman als Graf Dracula ist die Perfekte Wahl, verkörpert er doch, die Person, die Frauen kaum wiederstehen können. Er zieht sie in seinen Bann, durch seine Art und weise. Wirkt er doch meist Charmant und man kann mit Ihm fühlen. Auch Anthony Hopkins als Van Helsing ist perfekt besetzt. Doch auxh keanu Reeves und Winona Ryder sind gut in ihren Rollen. Vorallem Winona Ryder, die den Wandel der Unschuldigen Mina hin zur Hure des Teufels perfekt gibt.
„Bram Storkes Dracula“ ist eine perfekte Roman Verfilmung. Düster und mit einer tollen Atmosphäre. Ein Klassiker als Buch und als Film unvergesslich.
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