Spieleverfilmungen sind ja immer so eine Sache, denn oft können Nichtkenner nichts mit den Filmen und deren Inhalt anfangen, Zocker hingegen werden meist enttäuscht. Ähnlich wie bei Buchverfilmungen gelingt es auch hier nur selten das Publikum zufriedenzustellen. Da ich die Spiele von Resident Evil nicht kenne konnte ich unvoreingenommen in die Filme gehen von denen es mittlerweile 4 gibt. Die ersten 3 konnten mich zwar nicht umhauen, dennoch wurde ich immer wieder auf's Neue gut unterhalten. Der neueste Teil, RESIDENT EVIL: AFTERLIFE, war für mich aufgrund des 3D-Effekts eigentlich ein geplanter Kinobesuch der sich dann doch nicht ergeben hat. Da der Trailer mich aber schon skeptisch zurückließ reichte mir nun auch die Bluray des Films um mich von seinen Qualitäten zu überzeugen...
Guter Dinge ging ich in den Film in der Hoffnungen, dass meine niedrig angesetzten Erwartungen vielleicht doch mehr als nur erfüllt werden, doch schon die ersten Minuten de Films ließen mich daran zweifeln. Von sämtlichen Filmen offensichtlich geklaut bekommt man mal einen deftigen Vorgeschmack auf die Action des Films. Ganz im Videospiellook von Ultraviolet (ich hasse diesen Film) wird im Stil von Equilibrium drauf los geballert und mit einigen Zeitlupensequenzen aus Matrix bestückt. In solch kurzer Zeit schon dermaßen viele Einstellungen aus anderen Filmen zu übernehmen weckte bei mir keinen guten ersten Eindruck, aber das war ja erst der Anfang - vielleicht ändert sich ja noch etwas daran!
Anschließend kommt die weiterführende Storyline in Bewegung und ohne groß herumzureden muss ich hier sagen, dass sie mich schlicht und ergreifend nicht interessiert hat. Möglicherweise wurde ich von dem Effektgewitter überrumpelt (so viel CGI sah ich bisher selten) und schenkte daher der Geschichte nur wenig Beachtung, doch ich startete mehrmals den Versuch mich dafür zu begeistern - vergebens. Die Reizüberflutung stand zu jedem Zeitpunkt im Vordergrund, denn die Effekte werden einem ja quasi eineinhalb Stunden lang mitten ins Gesicht gedrückt. Das tut dem Film aber in keiner Hinsicht etwas Gutes, denn einerseits lässt man so den Inhalt links liegen (womöglich war auch genau das die Intention dahinter) und andererseits können die Animationen nur zum Teil überzeugen. Wenn auch meist geklaut sehen einige Sequenzen wirklich atemberaubend aus - Slow Motion und der nötige Blutpegel vertragen sich stellenweise wirklich gut. Oft jedoch verharrt man zu lange auf den Zeitlupeneinstellungen sodass die ewig lange wirken. Außerdem sieht man dem Film in fast jeder Szene in der's "kracht" an, dass er auf 3D ausgelegt wurde. So sehen einige Effekte wirklich billig und unfreiwillig komisch aus - RESIDENT EVIL: AFTERLIFE würde ich somit als klassisches Beispiel für jene Filme bezeichnen, in denen der Inhalt zu Gunsten des 3D-Effekts auf der Strecke bleibt. Weiß ich vorab, dass ein Film nur gut aussehen will kann ich mich darauf einstellen und könnte daran durchaus gefallen finden, doch selbst wenn das hier der Fall wäre gäbe es zumindest den Kritikpunkt von teilweise unausgereiften Animationen. Um Missverständnisse zu verhindern möchte ich noch enmal betonen, dass der Film durchaus auch gute CGIs hat die teilweise wirklich verblüffend aussehen, doch das reicht nicht um den Film zu retten.
Die Darsteller sind durch die Bank in Ordnung, aber nicht mehr als Durchschnitt. Jovovich konnte ich nie viel abgewinnen, aber die "Harte" hat sie nach wie vor drauf. Dass es sich dabei um eher unscheinbare Schauspieler handelt ist jedoch eine Tatsache, denn bis auf Ali Larter ("Final Destination") blieb mir niemand positiv in Erinnerung.
Der Film hat durchaus seine starken Momente, ist aber im Großen und Ganzen ein aus diversen Filmen zusammengestückeltes auf 3D getrimmtes Werk ohne Seele. Wer einen Film im Ultravioletgewand sehen will, vermengt mit ein wenig Matrix, einer Brise Equilibrium, Blade 2 und I am Legend, der kaum eine dünnere Story haben könnte - der ist hier genau richtig. RESIDET EVIL: AFTERLIFE ist für mich der mit Abstand schwächste Teil der Reihe, der bis auf einige wirklich tolle Bilder nur bedingt gefällt.
4/10 Sonnenbrillenträger
Vor allem Fans der Videospiele haben sich bisher über die Filme aus dem "Resident Evil" Universum geärgert, da diese wenig mit dem Ausgangsmaterial zu tun haben. Bei "Resident Evil - Afterlife" hat sich das etwas geändert - allerdings bleibt offen, ob es sich dabei um einen Vorteil handelt. Wenngleich die ersten drei Filme weder spannend noch storytechnisch besonders überzeugen konnten so hatten sie zumindest ansatzweise eine Geschichte zu erzählen. Bei "Resident Evil - Afterlife" ist in die Richtung aber absolut Fehlanzeige. Der Film erinnert in vielerlei Hinsicht an das Videospiel "Resident Evil 5". Einige Gegner aus dem Spiel können auch im Film wieder entdeckt werden, allerdings scheint auch die Struktur des Spiels zu einem gewissen Grad umgesetzt worden zu sein - kurze Level und Kapitel, meist mit jeweils einer langgezogenen und adrenalintreibenden Actionszene und einem kleineren bis größeren Rätsel. Letztere wurden für den Film weitestgehend weggelassen, was übrig bleibt ist eine Kapitelstruktur mit einer Aneinanderreihung von Actionszenen, die einer hauchdünnen Story folgen. Im Gegensatz zum Spiel verabsäumt es der Film allerdings, eine Atmosphäre aufzubauen und präsentiert sich einfach nur überladen mit pompös inszenierten Actionszenen mit teilweise schmerzhaft basslastiger Musik.
Wenngleich "Resident Evil - Afterlife" keinesfalls der Film ist, in dem ein tieferer Sinn zu suchen ist wäre es dennoch wünschenswert gewesen, einen Sinn zumindest so weit erkennen zu können, dass man einen Grund erkennen kann, sich diesen Film anzuschauen. Da dieser vollkommen fehlt wird die Action-Orgie schon nach kurzer Zeit mehr oder weniger ermüden und bis zum Finale hin weder dichter noch spannender sondern einfach nur langweiliger zu sein. Einzelne Szenen des Films sind durchaus sehenswert, einige Momente wie beispielsweise der "Bosskampf" im Regen sogar durchaus atmosphärisch und spannend inszeniert - trotzdem bleibt unterm Strich eine oberflächliche Abfolge von Actionszenen mit mehr oder weniger Zusammenhang, die zwar teilweise visuell überzeugen kann aber schon nach kurzer Zeil das Ziel zu unterhalten einfach nur verfehlt.
Überladene und langweilige Action-Orgie ohne auch nur den Hauch einer interessanten Geschichte, die zwar etwas näher an der Videospielvorlage ist als die letzten Filme, aber trotzdem nicht unterhalten kann.
Funktionieren 3D Filme auch in 2D?
Dieses mal verschlägt es Alice nach Los Angeles und wird sie es endlich schaffen Umbrella auf zu halten?
Der 4. Resident Evil Film ist es nun schon, der 1. in 3D . Nun ich hab den Film im Kino gesehen, dort war er bekanntlich Cut. Auf BluRay war er nun Uncut, das fällt natürlich auf, der Film ist etwas Blutiger, doch die Action rockt immer noch. Auch wenn der ganze Anfang in 3D einfach unglaublich war, so wirkt er hier zwar auch immer Gut aber in 3D überzeugt das mehr, so geht es den ganzen Film weiter, man merkt einfach das vieles für 3D entwickelt wurden ist. Natürlich ist die Action immer noch gut. Es kommt das Typische Resident Evil Feeling auf, das für die Filme nicht für die Spiele.
Die Spiele, nun hier werden nur dinge aus dem 4. und 5. Teil der Spiele Reihe mit eingebaut. Manches ist ganz Gut umgesetzt wie das Monster. Auch manche andere Idee. Nur manche Figuren nicht. Das betrifft vorallen Chris und Claire Redfield. Ali Later sieht durch die gefärbten Haare noch etwas aus wie Claire aber Wentworth Miller sieht eher aus wie Dean aus „Supernatural“ als nach Chris Redfield. Naja ok das stört optisch schon etwas aber da schon seit Teil 1 der Filmreihe klar ist, das hier versucht wird eine andere Geschichte zu erzählen, stört das aussehen nur bedingt.
„Resident Evil: Afterlife“ ist ein netter Optischer Zombie Action Film, der die Handlung der anderen Film fortsetzt.
Inhalt: Die Apokalypse, ausgelöst von der Umbrella Corporation, hat fast die gesamte Menschheit mit ihrem Virus infiziert und in mörderische Untote verwandelt. Alice, die auf der Suche nach weiteren Überlebenden ist, macht sich bereit, den skrupellosen Konzern endgültig zu vernichten. Sie begibt sich nach Los Angeles in der Hoffnung, dort für die letzten verbliebenen Menschen eine Oase des Friedens vorzufinden. Doch es ist zu spät! Auch hier haben sich bereits tausende Infizierte ausgebreitet und Alice und ihre Begleiter finden sich in einer scheinbar ausweglosen und tödlichen Falle wieder...
Kritik: Der wohl actionreichste Teil der Resident Evil Reihe, jedoch nach meiner Meinung auch der schwächste! Die Action ist zwar teilweise sehr nett anzusehen, doch oftmals leider völlig übertrieben und unpassend. Schon gleich am Anfang, als Alice mit ihrer „Klon-Armee“ die Zentrale der Umbrella Corporation überrennt, gibt es sehr viel Action, die etwas überzogen wirkt. Schwertkämpfe gegen Horden von schwerbewaffneten Wachen, die sich verhalten wie Idioten. Wirklich handgemachtes bekommt der Zuschauer dabei nicht zu sehen, dafür aber ein CGI-Feuerwerk, welches phasenweise an Matrix erinnert.
Ich kenne die Spiele nicht, es kommt mir aber gerade bei Afterlife so vor, als wäre der Film in großen Teilen sehr stark an die Spielreihe angelehnt. Eigentlich besteht der Streifen nur aus einer Aneinanderreihung verschiedener Actionsequenzen, wobei auf eine Story nahezu verzichtet wird.
Man merkt dem Film übrigens extrem stark an, daß er für den 3D-Markt gedreht wurde. Der massive CGI-Einsatz, der für viele optische Highlights sorgen soll, läßt keinen anderen Schluss zu! Leider habe ich ihn nicht im Kino gesehen, ich bin sicher, daß die Effekte dort wesentlich besser zur Geltung kommen, als auf dem heimischen Fernseher.
Wie bei Matrix, so wird auch bei Afterlife des öfteren die Bullet Time verwendet. Zugegeben, die Headshots sehen in Zeitlupe schon richtig gut aus, doch in den Kampfszenen passt die „Matrix-Action“ einfach nicht in einen Zombiefilm.
In Punkto Spannung und Atmosphäre hinkt Afterlife den anderen Teilen gewaltig hinterher. Zwar gibt es ein paar richtig geile Bilder von Zombiehorden im brennenden (warum brennt die Stadt eigentlich nach Jahren noch immer?) L.A., davon gibt es allerdings viel zu wenig. Der größte Wert wurde eindeutig auf viel Computer-Action gelegt, was auch sehr deutlich zu sehen ist. Durch diese Tatsache hat der Film sehr viel an Atmosphäre verloren, die in den ersten drei Teilen deutlich besser war. Die Zombies scheinen nur lästiges Beiwerk zu sein, die beim Kampf „Alice gegen die Umbrella Corporation“ eine untergeordnete Rolle spielen.
Von der Story gibt es auch nichts besonderes zu berichten, sie ist ziemlich flach und wird zugunsten der Optik stark vernachlässigt. Mag sein, daß die Geschichte eng an die Spielreihe angelehnt ist, denn es tauchen manchmal Wesen auf, die mit einem herkömmlichen Zombie nicht viel zu tun haben. Leider fehlt jegliche Erklärung, woher diese Zombies kommen und was es mit ihnen auf sich hat.
Mit den Protagonisten kann man auch nicht sonderlich viel anfangen, sie dienen ebenfalls nur als Mittel zum Zweck. Ein oder zwei Personen kann man durchaus als Sympathieträger bezeichnen, sie werden aber nur ganz oberflächlich vorgestellt und durch die Story geschleift.
Bewertung: Resident Evil: Afterlife ist, trotz meiner relativ schlechten Kritik, nicht langweilig, legt aber zu großen Wert auf optische Effekte. Story, Spannung und Atmosphäre leiden sehr stark unter diesem Aspekt. Die Bilder haben sicher im Kino eine bessere Wirkung, doch können selbst die spektakulärsten Kämpfe im Film, nicht über die Schwächen der Story hinweg täuschen.
Für mich der Bildgewaltigste aber trotzdem schwächste Teil der Reihe!
5,5/10 Punkte
Pünktlich zum bevorstehenden US-Release der aktuellen "Resident Evil"-VÖ, "Resident Evil: Afterlife" auf DVD, BluRay und 3D-BluRay, bieten euch die Kollegen von Shock Till You Drop einen kleinen Anheizer in Form eines 3D-Trailers.
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