Ehrenmorde unter moslemischen Migranten in Europa, nichts Neues denkt man, weil dieses Thema , ziemlich reißerisch von den Boulevardgazetten platt getreten wird.
Sibel Kekilli ist ja durch Fatih Akins Film "Gegen die Wand" berühmt geworden, dort spielt sie die rebellische Sibel, die aus ihrer Familie ausbricht, eine Schlüsselszene ist mir in Erinnerung geblieben , wo sie zu ihrem (späteren) Ehemann Cahit: "Ich will ficken! Ich will leben!", sagt. Eine junge, türkische Frau , die aus ihrem traditionellen Elternhaus entflieht.
In Feo Aladags Film jedoch spielt Kekilli eine ruhige, junge Frau. Die Familie ist hier im Mittelpunkt, doch die vermeintlich sichere Famile empfängt Umay in Deutschland nicht mit offenen Armen, zumal sie ihren verhassten Ehemann in Istanbul verlassen hat. Die Familienehre ist beschmutzt und Umay (so heißt die Protagonistin in dem Film) ist ein Schandfleck innerhalb der Familie.
Als diese vor der Willkür ihrer Familie in ein Frauenhaus flieht, ist der Patriarch außer sich. Allerdings gelingt es der Regisseurin die innerliche Zerrissenheit , des Vaters und ihrer Brüder einzufangen.
Das Ende es Filmes hat mich nicht wirklich überrascht, aber traurig war es trotzdem.
Sibel Kekilli gewann durch ihr eindringliches, einfühlsames Spiel , den Filmpreis in Bronze als beste Hauptdarstellerin.
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