Regisseur Anders Bankes konnte bereits mit seinem durchaus interessanten Vampir-Film „Frostbite“ auf sich aufmerksam machen und arbeitete bei „Newsmakers“ auf einer Vorlage von Kultregisseur Johnnie To, der diese Thematik bereits 2004 in seinem Film „Breaking News“ bearbeitet hat.
Der Film „Newsmakers“ weiß, wie er sein Publikum in seinen Bann ziehen kann. Die ca. 15 Minuten lange Eröffnungssequenz besteht zu einem Großteil aus Action, die hervorragend in Szene gesetzt wurde und es dabei nicht versäumt, den Bad Guys bereits etwas Persönlichkeit zu verleihen. Danach wird es Zeit, die anderen Charaktere einzuführen, doch auch dies geschieht ohne die Geschichte still stehen zu lassen und ist mit steter Weiterentwicklung der Handlung verbunden. Das Set Up der Story – namentlich die Reality Show über die Ergreifung der Terroristen – ist schnell erreicht und von diesem Moment an geht der Film in völlig anderes Territorium über.
Es ist in etwa an diesem Punkt, wo auffällt, dass die deutsche Synchro des Films etwas durchwachsen ist. Die Hauptcharaktere haben durchaus fähige Sprecher bekommen, die gute Arbeit leisten (aber das Niveau eines Hollywood-Blockbusters nachvollziehbarerweise trotzdem nicht erreichen), unwichtigere Personen mit kurzem Auftritt aber meist schwache Synchronleistungen spendiert bekamen. Dies reißt gelegentlich für kurze Zeit aus der Handlung des Films. Diese fokussiert sich in diesem Teil des Films nämlich ganz auf den Kampf zwischen den Cops und den Bad Guys via Internet. Die Baddies stellen von dem Polizeieinsatz ihr eigenes Material zur Verfügung und versuchen, das Publikum gegen die Polizei auszuspielen. Es ist vor allem den beiden Hauptdarstellern zu verdanken, dass der daraus resultierende Willenskampf überzeugt, Spannung aufbauen kann und zu keiner Zeit langweilig wird.
Der dritte Akt des Films konzentiert sich dann wieder etwas verstärkt auf Action und bietet ein zufrieden stellendes, sehr gut inszeniertes Finale. Insgesamt macht die Inszenierung des Films einen gekonnten, höchst professionellen Eindruck. Das gute Schauspiel, das Vorantreiben der Handlung und Action werden immer hervorragend balanciert, sodass zu keiner Zeit eines der drei Elemente vermisst wird und der Film seine gesamte Laufzeit hindurch sehenswert bleibt.
Spannender Thriller, der den Kampf zwischen den Cops und den Bad Guys auf zwei Ebenen gleichzeitig austragen lässt und sowohl die Realität (Action) als auch die Virtualität (Reality-Show und Internet-Machtkämpfe) realistisch und glaubwürdig darstellt. Empfehlenswert.
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