Das Geschehen wird aus der Sicht eines Radiomoderators erzählt, der die Geschehnisse nur über kurze Telefonate und Soundclips mitbekommt. Ein einzigartiges, außergewöhnliches Szenario, das schnell Spannung aufbaut. Mit seinen hervorragenden Schauspielern vermittelt der Film die Story erschreckend glaubwürdig und entwickelt sie in tollem Tempo weiter. Bemerkenswert ist vor allem der Hauptdarsteller, der nicht nur eine hervorragende Stimme hat und schon allein deswegen den Radiomoderator glaubwürdig spielen kann, sondern auch über eine sehr ausdrucksstarke Mimik versucht. Der Versuch der Produktionscrew, weitere Informationen über die Ausschreitungen zu bekommen wurde hervorragend dargestellt und bringt die Nerven des Zuschauers gelegentlich – vor allem beim zweiten Telefonat mit dem Außenreporter – zum Bersten.
Der Storyverlauf des Films ist vergleichbar mit „Cloverfield“ – nur, dass die Charaktere hier nicht mit einer Handkamera durch die Stadt gehen können sondern ausschließlich auf den Ton der Übertragungen angewiesen sind. Das schafft ein beklemmendes, realistisches und außergewöhnliches Feeling, das nur sehr wenige Filme dieses Genres jemals aufbauen konnten. Allerdings tritt der Film mit dem Auftritt des Doktors den Sinkflug an. Selbst in Sachen Schauspiel unterliegt der den drei anderen Hauptdarstellern, außerdem zerstört die Erklärung über die Ursache des Virus die Wirkung des Films, seine Atmosphäre und seine Spannung in einem brutalen Rundumschlag.
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Der folgende Absatz enthält SPOILER!
Ein Virus, der über die Sprache übertragen wird und der bei Verstehen des Auslösewortes infiziert? Im Ernst? Mit ein paar sinnlosen Sätzen des Moderators wird dann die Welt gerettet? Ist das ein Scherz? Wenn sinn- und zusammenhanglose Verunstaltungen der Sprache die Welt retten, dann hat das Internet mit all seinen Foren eine noch größere Bedeutung als wir bisher geglaubt haben. Aber nun wieder Scherz beiseite ... ein Virus, der die Sprache befällt? Gulp!
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„Pontypool“ hatte das Potential, einer der besten Zombie- bzw. Infektionsfilme zu werden. Die Story, die Schauspieler und die Inszenierung sind schlichtweg überwältigend. Doch erfährt man erst mal, was die Ursache der Ausschreitungen ist, verliert der Film so schnell an Glaubwürdigkeit und Wirkung, dass er zum Schluss nur mehr eine hohle Schale seiner frühen selbst ist. Schade, denn aus diesem Film hätte ein Meilenstein des Genres werden können. Insgesamt sollten sich Freunde des Zombie-Films „Pontypool“ aber trotzdem ansehen, zumindest die erste Stunde ist es auf jeden Fall wert, gesehen zu werden.
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