Inhalt: Die blonde, vollbusige Norma wollte nur ihrem tristen Leben in der heruntergekommenen Wohnwagensiedlung entfliehen, doch das Schicksal meint es schlecht mit ihr: Als ihr Freund im Streit mit den restlichen Bewohnern einen unnatürlichen Tod in den stählernen Zinken eines Zauns stirbt, greift die Verzweifelte - vom Satan höchstpersönlich angestiftet - zur Pumpgun, um die Nachbarn und schließlich sich selbst in einem mörderischen Amoklauf wegzupusten. Der verfluchte Trailerpark geht in Flammen auf und wird zur lokalen Legende. Jahre später strandet ein Bus mit sechs schwer erziehbaren Teenagern und ihrem Aufpasser in der Nähe des unheimlichen Orts. Auf der Suche nach Unterschlupf stolpern die Kids geradewegs in Normas gastfreundliche Stätte, und die Hölle bricht los ...
Kritik: Ein schwer zu bewertender Film. Trailer Park of Terror ist ein abgedrehter, leicht trashiger B-Movie, der in den ersten 45-50 Minuten fast langweilig ist, in seiner zweiten Hälfte dann aber gehörig an Fahrt aufnimmt und ein paar derbe Szenen liefert. Punkten kann der Film auch mit einigen sehr makaberen Sprüchen, die in Verbindung mit den entsprechenden Szenen für ein böses schmunzeln sorgen.
Die „Dämonen-Zombies“ (Norma und die von ihr getöteten Bewohner der Wohnwagensiedlung bewohnen als Untote die Siedlung) sind abgedrehte Rednecks, die als Dämonen quasi ihr „normales“ Leben weiterleben, nur eben viel böser! Der Charakter den sie im Leben hatten, haben sie in extrem verstärkter Form auch als Dämonen-Zombies. Dabei kommen schon einige herrliche Szenen ans Tageslicht!
Besonders erwähnenswert ist der perverse Metzger Sgt. Stank, der sein menschliches Opfer in Streifen schneidet und ihm sein eigenes Fleisch in den Mund stopft.
Man kann die Bewohner der Wohnwagensiedlung in etwa mit den netten Gesellen aus 2001 Maniacs vergleichen, wobei die Rednecks hier wirklich wie Zombies aussehen.
Die Maske ist für einen B-Movie recht gut gelungen. Manchmal kann man zwar die Gummimasken erkennen, was aber nicht wirklich schlimm ist. Die Effekte bei den Kills sind auch ganz ansehnlich, da wurde ganz anständige Arbeit geleistet. Ein paar Szenen dieser Qualität mehr hätten es schon sein können/müssen, dadurch wäre der Film deutlich aufgewertet worden. Für eine richtig gute Wertung reichen die gezeigten Kills nicht, auch wenn man die Wertung ja nicht nur am Härtegrad messen sollte.
Ähnlich verhält es sich mit dem derben Humor. Die Sprüche finde ich teilweise sehr gut, nur kommen auch sie etwas zu kurz. Man kann die Art des Humors sehr schlecht beschreiben, da die Sprüche meistens an bestimmte Szenen gekoppelt sind. Der „Witz“ hat viel mit dem Charakter des jeweiligen Untoten zu tun, den man in der ersten Hälfte des Filmes kennenlernt.
Die Musik ist auch ein Pluspunkt. Sie ist eine gelungene Mischung aus Blues und starkem Gitarren-Rock. Einer der Dämonen ist/war Gitarrist und zeigt des öfteren sein Können!
Auch wenn es einige wirklich gute Punkte gibt, springt der Funke irgendwie nie so richtig über. Bei den Teenagern gibt es niemanden, dem man seine Sympathie schenken mag, weil die Protagonisten einfach zu platt und zu Genretypisch sind. Bis auf das Gothic-Girl sind alle nur Opferlämmer, bei denen man darauf wartet, daß sie möglichst ansehnlich ins Jenseits befördert werden. Einige der Kills sind dann auch echt gut gelungen und sehr makaber (siehe Sgt. Stank).
Bewertung: Wäre die erste Filmhälfte mit etwas mehr Witz und Action ausgestattet worden, dann würde meine abschließende Bewertung sicher besser ausfallen. Das Tempo, sowie Humor und Action sind in der zweiten Hälfte richtig gut, wodurch die Wertung noch über dem Durchschnitt liegt. Schlecht ist das Werk von Steven Goldmann nicht, hat aber viel Potential verschenkt!
6,5/10 Punkte
Der Horrorfilm "Trailer Park of Terror" erschien in Amerika in zwei verschiedenen Fassungen – zum einen in der R-Rated Version, zum anderen in einer um ca. 1 Minute längere Unrated-Fassung. In Deutschland erschien der Film von Capelight...
12.09.2009 | mehr...
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