Jack Ketchums Bücher zeichnen sich vor allem durch ihre dichte Atmosphäre und intensive Charakterzeichnung aus, die sich beispielsweise bei „Evil“ oder „The Lost – Teenage Serial Killer“ auch auf die Leinwand übertragen konnten. „Red“ ist ohne Zweifel einer der besten Ketchum-Verfilmungen, die neben ihrer Spannung und Atmosphäre vor allem durch das hervorragende Schauspiel von Brian Cox überzeugen kann.
Der Film erzählt die Geschichte eines Mannes, der auf der Suche nach Gerechtigkeit ist und die Mörder seines Hundes ihrer gerechten Strafe zuführen möchte. Dies ist allerdings nicht im Selbstjustiz-Sinn gemeint, hier wird tatsächlich versucht, mit Hilfe der Justiz Gerechtigkeit zu erlangen. Wie ausweglos der Kampf gegen einen deutlich reicheren Mann um eine „Kleinigkeit“ wie ein Hundeleben ist erzählt dieser Film ausdrucksstark und intensiv. Cox verleiht seinem Charakter und vielen Szenen eine unglaubliche Emotionalität, die jede seiner Handlungen absolut glaubwürdig erscheinen lässt und ihn wohl zu einem der am besten gezeichneten Ketchum-Charaktere der Verfilmungen macht. Allerdings wurden auch die Parts der Antagonisten hervorragend besetzt, die Musik untermalt den Film stimmungsvoll und passend und die Regie kann der Geschichte visuelle Ausdruckskraft verleihen und die bereits sehr gute Stimmung noch weiter verstärken.
Absolut phantastisch umgesetzte, emotionell und atmosphärisch hervorragend visualisierte Geschichte von Jack Ketchum, die durch spannenden und zu jeder Zeit nachvollziehbaren Handlungsverlauf sowie glaubwürdige Charaktere und hervorragende Schauspieler glänzen kann. Absolute Empfehlung!
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