„Death Proof“ ist eine Hommage an das Grindhouse- und Exploitation-Kino der Siebziger Jahre, schmuddelige Atmosphäre im Kino, schlechte Filmrollen, schlechter Schnitt. All das hat der Film, natürlich gewollt, doch nimmt dies nichts von der Atmosphäre. Es ist schön, wieder einmal einen Streifen mit Jumpcuts, Filmrissen und Sprüngen und dergleichen zu sehen.
Die Anspielungen auf diverse Siebziger Actionfilme und Serien kommen gut an; Erinnerungen an Filme wie „Fluchtpunkt San Francisco“ werden so geweckt.
Eigentlich wollte Tarantino ein Grindhouse-Projekt machen, doch blieb der Erfolg in den USA aus. Bei uns wurden die beiden Filme, die dieses Projekt darstellen – „Planet Terror“ und „Death Proof“ – schon von vornherein getrennt. Da die Studios uns deswegen entschädigen wollten, drehte man kurzerhand eine Langfassung von „Death Proof“.
So haben wir ein paar Szenen mehr erhalten, unter anderem einen Lapdance.
Dieser Film spielt auch und vor allem im Tarantino-Universum, und so gibt es wieder Big-Kahonies-Burger oder auch eine winzig kleine Anspielung auf die Serie „CSI“, bei der Tarantino für zwei Folgen Regie führte. Auch „Planet Terror“ zeigt sich hier, durch einen Auftritt Doc Blocks.
Sehr positiv zu bemerken ist, dass Tarantino keine CGI-Effekte bei den Stunts einsetzte. Dies brauchte er auch nicht, spielt doch eine sehr bekannte Stuntfrau eine Hauptrolle – und zwar sich selbst: Die Neuseeländerin Zoé Bell die von Anfang bis Ende das Stuntdouble von Xena (Lucy Lawless) war, hat in „Death Proof“ einen waghalsigen Stunt zu meistern.
Tarantino zeigt uns hier, wie sehr er das Grindhouse-Kino der Siebziger Jahre liebt. Für jeden Tarantino-Fan und für alle, die Actionfilme der Siebziger mögen, ist dieser Streifen eine absolute Empfehlung.
Also ich muss schon sagen, "Death Proof" hinterlässt ein gefühl, das man mit dem Wort "Enttäuschung" gar nicht mehr beschreiben kann. Bei den Dialogen hatte ich das Gefühl, als wollte Tarantino sich irgendwie selbst kopieren (wie es diverse andere schon probiert hat), aber derart aufgesetzt wirkende Möchtegern-coole Dialoge habe ich schon lange nicht mehr gehört), zudem passt die Story selbst auf die Rückseite einer Briefmarke und wurde absolut langatmig und einfach nur öde inszeniert.
Insgesamt hat der Film 3 gute Szenen:
- Vanessa Ferlitos Lap Dance
- Autounfall
- Verfolgungsjagden zu Ende
Letztere wurden nämlich hervorragend umgesetzt und sind spannend, actionreich und atemberaubend ausgefallen. Dann, als ich mir gedacht habe "Jetzt wirds interessant" war der Film plötzlich aus. Ich hatte mich nämlich noch auf eine Szene gefreut, in der die Mädels das völlig demolierte Auto zurückbringen.
Überzeugend waren hier lediglich die Schauspieler (allen voran Kurt Russel und natürlich QT himself) aber nach den "coolness-Maßstäben" eines Tarantino-Films ist "Death Proof" in meinen Augen ein wahnsinniger Flop!
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