Nette Splatter, die zwar im Großen und Ganze bedeutungslos sind aber gute Effekte bieten kann ich eigentlich nicht genug kriegen. Leider gibt es immer mehr Müll auf dem Markt, sodass es schon recht schwer ist Highlights zu finden. Als ich auf HATCHET gestoßen bin waren es die Namen, die mich dazu gebracht haben den Film zu sehen. Natürlich war auch genau das die Vertriebstaktik, die hat bei mir aber 100%ig funktioniert. Denn neben einem kurzen Auftritt von Robert Englund, der besser als Freddy Krueger aus Nightmare on Elm Street ist, spielt auch Kane Hodder - der ehemalige Jason aus der Freitag der 13.-Reihe - einen Part. Als Fan muss man den Film dann einfach gesehen haben, auch wenn die Anforderungen an den Film dadurch nicht wesentlich gesteigert werden...
Zunächst zum Inhalt des Films: Massenware. Inhaltlich ist der Film ziemlich dünn ausgefallen, was er auch weíß, denn beispielsweise am Poster am Anfang dieses Posts wird verkündet: It's not a Remake. It's not a Sequel. And it's not based on a Japanese one. Dabei geht man zwar lediglich darauf ein was der Film NICHT ist und lenkt somit eigentlich vom eigentlichen Inhalt ab, andererseits wird einfach klar, dass der Film sich selbst von vorne herein nicht ernst nimmt.
Schon die Anfangsszene bietet schmackhafte Effekte, die auf einen recht hohen Splattergrad hoffen lassen. Und ja, dieser Eindruck bestätigt sich zu 100%. Die größte Stärke des Films ist eindeutig sein Goregehalt, denn da werden Köpfe von ihren Hälsen geschraubt oder geschlagen, Körper auf verschiedene Weisen zweigeteilt oder Gesichter mit einer Schleifmaschine bearbeitet. Das ist nicht nur alles sehr detailliert zu sehen, auch sehen die Effekte richtig gut und saftig auf wie es sein soll. Gorehounds dürften mit HATCHET also ihre Freude haben.
Kurz zu den Charakteren: Zwei Möchtegern-Pornodiven, die dumm wie stroh sind, ein altes Ehepaar, ein notgeiler Pornofan, er der nichts drauf hat, sie die eine Draufgängerin ist und der Quotenschwarze - das sind eigentlich alle wichtigen Figuren im Film, den Killer mal ausgenommen. Jeder, der nur ein bisschen Ahnung von Filmen hat weiß, dass dabei nur Müll herauskommen kann was sich meist in den Dialogen zeigt und hier würde man auch teilweise recht behalten. Allerdings muss ich sagen, dass mich hier weder die dummen Girlies stören, noch der Schwarze, der jede nur erdenkliche Szene nutzt um einen Spruch loszulassen. Man wird einfach von Anfang an damit konfrontiert, dass der Film auch zum Lachen bringen soll und mit der richtigen Inszenierung gelingt das hier überraschend gut ohne übermäßig lächerlich zu werden wie man's aus vielen anderen Streifen dieser Art kennt. Die Dialoge sind alles andere als wertvoll, aber sie passen und das ist das Wichtigste. Was kaum ein Film mit derart flachen Charakteren hat, schafft HATCHET aber bewundernswerter Weise - er baut Spannung auf. So belanglos die Worte der Charaktere oft sein mögen, wenn es zur Sache geht schafft man es trotzdem eine dichte Atmosphäre aufzubauen.
Schon fast Genre üblich ist die Story des Films keine innovative, aber aufgrund ihrer wirklich guten Inszenierung ist das auch nicht weiter von Bedeutung. Was mir noch sehr positiv auffiel ist der tolle Soundtrack, der von Marilyn Manson kommt - der rockt einfach und passt sehr gut.
Ein toller Film, den ich Splatterfans ans Herz legen kann. Bei HATCHET geht's richtig zur Sache und auch das drumherum passt hier einmal. Für mich eines der Genre-Highlights der letzten Jahre, der alleine schon aufgrund seiner Effekte sehenswert ist.
7,5/10 Bootstouren
Was kommt eigentlich raus wenn ein Junger Regisseur keine lust mehr hat auf die Aktuelle Horrorfilmwelle? Es kommt dieser Film dabei raus.
Eine Gruppe Leute nimmt an einer Tout durch Sümpfe teil, doch schnell wird klar, irgend jemand ist hinter Ihnen her.
„Hatchet“ beginnt schon vor dem Vorspann mit der 1. Szene uns zu zeigen wo es hin geht, zum Guten Old School Horror, hier wird es auch gleich Blutig und der Vorspann beginnt und da ertönt dann Marilyn Manson mit „This is the New Shit“, was eine Kampfansage ist. Kein Remake, Keine Fortsetzung oder ein Japanischer Horrorfilm. Nein hier gibt es Handmade Effekte und dumme Handlung zu sehen.
Der Film lebt von seiner Einfachheit, hier wird nicht viel um den heißen Brei geredet, sondern hier geht es zur Sache, nach kurzer einführung der Charaktere darf der Killer auch schon legen und ab da geht die Post ab. Paar Schock Effekte. Todesszenen die wirklich Interessante Ideen auf weißen und natürlich viel Kunstblut. Natürlich ist alles etwas übertrieben, es soll ja Unterhalten und nicht so sehr Schocken.
„Hatchet“ ist ein Klasse Fun Splatter Backwood Horror Slasher Film, der einfach unterhält.
Hell yeah... In Hatchet regiert die Old-School Keule und trifft den überraschten Zuschauer mit blutiger Wucht mitten in die Fresse.
Was hier an Effekten rausgehauen wird ist einfach klasse.Da wird gehackt,gematscht,abgetrennt und zerstückelt als ob auch der letzte Tropfen Kunstblut verbraucht werden müsste.Und das ist alles vom F/X Team um John Carl Buechler so herrlich überzogen dargestellt worden,daß man einfach nur seinen Spass an dem Film hat.Genau das ist in meinen Augen auch die Intention von Adam Green gewesen.Er wollte hier keine anspruchsvolle, ernsthafte Slashergranate drehen, sondern einen Streifen den man sich am besten mit ein paar Kumpels und einem Kasten Bier anschaut.Einfach mal die Gedärme baumeln lassen und die blutigen Gorehäppchen in vollen Zügen geniessen.Allerdings sollten die eingeladenen Kumpels schon ein Faible für blutige Old-School F/X gepaart mit der gängigen Slasherthematik haben um gefallen an Hatchet zu finden.
Denn Hatchet ist eine offensichtliche Hommage an die großen Zeiten des Slasherfilms in den 80ern.Hier erkennt man ganz eindeutig das Regiesseur Adam Green selbst ein grosser Fan des Genres ist.Hatchet hat sicher einige Ähnlichkeit mit der Freitag der 13. Reihe,dort will man auch nur sehen wie Jason sein Ding durchzieht und möglichst viele Teenies das Zeitliche segnen.Und das am Besten auf kreative und blutige Art.Denn die Story um einen rachsüchtigen, entstellten Freak mit Beil ist mit der ein oder anderen Abänderung so schon hundertmal verwurstet worden.Sodass das Drehbuch hinter den kreativen Kills etwas abfällt, aber das fällt bei Hatchet absolut nicht in's Gewicht.Der geneigte Slasherfan schert sich einen Dreck darum ob sich hier bekannte Slasherthematiken wiederholen, hier geht es in erster Linie darum Victor Crowley beim ausüben seines kruden Jobs zu beobachten und der sollte möglichst blutig ausfallen.
Dies ist den Machern auf jeden Fall gelungen.Man wartet förmlich auf den nächsten Kill von Victor Crowley und hofft das der nächste Mord noch seinen Vorgänger toppt.Da gibt das Script wieder einiges her und spart nicht an einer ganzen Bandbreite an kreativen Morden. Diese sind zwar wie schon erwähnt total überzogen inszeniert worden und nehmen dem Streifen so die Ernsthaftigkeit, womit wir wieder beim Thema das Hatchet einfach nur Spass machen soll wären.Die Kills würden aber nur halb soviel Spass machen wenn man die Rolle des Victor Crowley falsch besetzt hätte.Hat man zu Glück aber nicht getan, sondern den perfekten Schauspieler dafür ausgesucht, namentlich Kane Hodder.
Zunächst muss ich mich als absoluter Kane Hodder Fan outen, daher freut es mich ungemein das Kane Hodder nach dem Ende seiner Freitag der 13. Zeit wieder eine tragende Rolle in einem Horrorfilm spielt.Für mich einer der wenigen Schauspieler der es versteht trotz Maske seinen Figuren eine eigene Note zu verpassen.Allleine durch Bewegungen seines Körpers,in Freitag der 13.Zeiten hat er z.B. erst den Kopf bewegt und dann setzte sich der Körper in Gang.Das scheinen zwar nur Kleinigkeiten zu sein,doch sie machen einen enormen Anteil an Hodder's Leinwandpräsenz aus.Dazu kommt noch der massige Körperbau und fertig ist der perfekte Actor für einen maskierten Psychopathen.Für mich war Kane Hodder der beste Darsteller der je Jason's Hockeymaske getragen hat.Er untermauert seinen Kultstatus durch die Rolle des Victor Crowley definitiv und wir wollen alle mal hoffen das er diesen noch viele, viele Male spielen darf.
Toll auch die leider sehr klein ausgefallenen Gastauftritte der Horrorikonen Robert "Freddy" Englund und Tony "Candyman" Todd.Quasi nach dem Motto "In der Kürze liegt die Würze" werten die Beiden Hatchet durch ihre pure Anwesenheit noch weiter auf.Wobei Robert Englund hier schon sehr schnell das Zeitliche segnet und Tony Todd mit seiner skurillen darstellung als Rev.Zombie schon eher ein paar Glanzpunkte setzen kann.Das mitwirken dieser beiden Kultdarsteller ist auch eher als eine Hommage und Verneigung vor den zwei Horrorgöttern zu verstehen.
Der Rest der Schauspieler macht seine Sache solide und keiner fällt hier unangenehm aus der Rolle.Und sind wir doch mal ehrlich,mehr als Kanonenfutter für den Killer braucht es auch nicht für's blutige Vergnügen.
Hatchet und Victor Crowley besitzen eindeutig Potential für mehrere Fortsetzungen und darauf darf man sich als Freund goriger Abendunterhaltung freuen.
Die in meinem Review besprochene Fassung kommt von Sunfilm/Tiberius.Hierbei handelt es sich um die 2-DVD Special Edition in einem schönen Steelbook, die mit vielen Extras daherkommt: Es gibt einen Audiokommentar mit Regiesseur Adam Green und Kameramann Will Barratt, ein Making-Of, einige Featurettes, Gag-Reel und mehrere Trailer.Der Griff zu dieser Fassung ist Pflicht für jeden der neben dem Film auch noch einiges an Hintergründen und Wissenswertem zu Hatchet erfahren will.Für alle anderen genügt auch die normale Version im Keep-Case/Amaray, ebenfalls von Sunfilm/Tiberius.
Hatchet sei jenen empfohlen die auf blutig, krude Kills, brilliante Old-School Effekte und einen Kane Hodder in Hochform stehen.Denen die Sümpfe Louisiana's eine wohlige Gänsehaut bescheren oder die auf Slasher abfahren oder ganz einfach den Freaks denen literweise Blut und eimerweise Körperteile ein zufriedenedes Grinsen in's Gesicht zaubern.Denn Hatchet macht vor allem eines: Spass, Spass, Spass. Deshalb bekommt er von mir:
9/10 ZERRISSENEN KIEFERN
„Hatchet“ ist ein Film von Horrorfans für Horrorfans.
Das amerikanische Kult-Label Anchor Bay fungierte bei diesem Film als Produktionsfirma, auch merkt man dem Drehbuch an, dass hier einige Kenner des Genres am Werk waren. „Hatchet“ enthält etliche Klischees des typischen US-Slasher-Genres, schafft es aber, diese konstant auf die Schaufel zu nehmen ohne dadurch wirklich an Seriosität einzubüßen. So repräsentiert jeder Charakter, jeder Ort und jede Handlung in diesem Film etwas, das man bereits unzählige Male in anderen Filmen gesehen hat, gelungen verpackt in ein spannendes und atmosphärisch dichtes Werk sowie angereichert mit einer gehörigen Portion Selbstironie. Dadurch bringt Hatchet gleichzeitig zum Lachen als auch zum schaurigen Erwarten der nächsten Untat des Killers. Diese Gratwanderung zwischen Komödie und Horrorfilm gelang vor „Hatchet“ kaum einem anderen Film in diesem Ausmaß.
„Hatchet“ ist zwar kein richtiger Schenkelklopfer, bietet allerdings eine Menge an witzigen Momenten und bleibt zudem fast durchgehend spannend.
Bei der Wahl der Darsteller hat man sich ebenfalls an den Klischees bedient und Übergewichtige, Hässliche und Dumme gleichermaßen in die Gruppe integriert und auch etwas an der Optik gefeilt um wirklich den Stil des typischen amerikanischen Slashers zu erzeugen.
Neben der hier vorhandenen Spannung gibt es aber noch einen weiteren großen Gegenteil gegen die „ehrenwerten Vertreter“ des Genres wie beispielsweise „Freitag der 13.“ – „Hatchet“ wurde in Deutschland in der komplett unzensierten Fassung veröffentlicht und bietet etliche sehr blutige Mordszenen, die auch durchgehend in Nahaufnahme gezeigt werden. Aufgrund der vorherrschenden Dunkelheit ist zwar nicht immer jede Kleinigkeit zu erkennen, „Hatchet“ als brutalen Film zu bezeichnen ist aber dennoch angebracht.
„Hatchet“ hat lediglich ein Problem: Das Ende. Die letzte Einstellung (aus Spoilergründen keine weiteren Details) wird einfach abgebrochen und plötzlich beginnt der Abspann. Ein etwas seltsam wirkendes Element, dass den Film etwas unfertig erscheinen lässt.
Abgesehen von dieser Kleinigkeit verbringt man mit „Hatchet“ aber eine gleichauf spannende wie unterhaltsame Zeit – ein Revival des „Old School American Horror“ war doch sowieso überfällig!
Inhalt: Ben macht zusammen mit seinem Freund Marcus eine Reise nach New Orleans und überredet ihn dort an einer "Haunted Swamp Tour" teilzunehmen. Auf der Tour widerfährt ihnen ein Missgeschick, als sie mit ihrem Boot im Sumpf stecken bleiben und auf irgendeine Weise wieder zurückfinden müssen. Doch im Wald lauert der schrecklich entstellte Massenmörder Victor Crowley, der mit seiner Axt unschuldige Opfer förmlich in ihre Einzelteile zerlegt. Ben und Marcus versuchen den Wahnsinnigen aufzuhalten und den Terror zu beenden.
Kritik: Kurzweiliger Splatter-Horror mit Witz und schwarzem Humor.
Die Mischung in diesem Streifen funktioniert und passt wirklich sehr gut. Tiefschürfenden und feinsinnigen Humor, verpackt in eine tolle Story darf man natürlich nicht erwarten, was der Film auch überhaupt nicht will. Er will einfach Spaß machen, was ihm auch gelingt!
In den ersten knapp 40 Minuten gibt es einmal kurz Action und ansonsten quasi die Einleitung. Langweilig sind diese 40 Minuten allerdings nicht, denn die Zeit wird durch einige recht gute Sprüche aufgelockert. Während dieser Zeit gibt es kurze Gastauftritte von Robert Englund und Tony Todd (Candyman). Sind die Opfer erstmal an ihrem "Bestimmungsort" angekommen, geht es mächtig zur Sache! Victor Crowley (Kane Hodder) schlachtet sich förmlich durch die Opferschar, wobei es ziemlich derbe zugeht.
Der Goregehalt hat es wirklich in sich. In relativ kurzer Zeit wird viel und abwechslungsreich getötet. Einige Szenen (Blutfontänen) sind stark übertrieben, was aber sicherlich so gewollt ist. Die Kills sind hervorragend gemacht und machen absolut Spaß! Körperteile werden abgehackt/abgerissen und das Beil teilt so einiges entzwei. Stand in den ersten 45 Minuten noch der Humor im Vordergrund, so wird die zweite Hälfte von Härte dominiert. Lockere Sprüche werden trotzdem immer wieder eingestreut.
Atmosphärisch ist der Sumpf natürlich bestens für einen Slasher geeignet. Dunkelheit, Nebel, Regen und die verfallene Hütte der Crowleys bieten schon eine bedrohliche Atmosphäre. Dazu kommt Victor Crowley, der ähnlich wie Jason Voorhees (so ein Zufall...) entstellt ist und mit seinen Opfern kurzen Prozess macht.
Echte Spannung kommt eigentlich nur in der Schlussphase auf, nachdem man sich doch endlich entschlossen hat, um sein Leben zu kämpfen.
Na gut, es ist aber auch schwer gegen jemanden zu kämpfen, der scheinbar unsterblich ist.
Storytechnisch bietet Hatchet ganz sicher nicht neues, was ich aber auch nicht erwartet hatte. Der Film soll einfach nur Spaß machen!
Bewertung: Witziger Slasher/Splatter mit vielen derben Szenen. Sehr gelungene Mischung, dadurch auch für einen gemütlichen Horror-Abend mit anderen Horror-Freunden geeignet!
7,5-8/10 Punkte
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Kommentare
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Hat mir die 80er wiedergebracht. Bin schon auf Teil 2 gespannt.