Michael Bay - kaum einer spaltet das Publikum derart in zwei Seiten, wie er. Die einen nennen seine Filme dumm, unlogisch, anspruchslos und oberflächlich. Die anderen sehen darin Action at its Best, volle Ausschöpfung technischer Möglichkeit und Blockbusterkino wie es sein soll. Ich gehöre ganz klar der letzteren Gattung an und sehe Bay's Filme so, wie er will, dass man sie sieht. Denn er selbst sagt über seine Filme "I'm making movies for teenagers, that's nothing illegal, isn't it?".
Wem der Name Michael Bay noch nichts sagt - und von diesen Leuten gibt's wohl immer weniger - der wird spätestens nach den ersten 10 Minuten wissen, dass einen ein Film epischen Ausmaßes erwartet, denn schon das erste Auftreten eines Transformers bzw. genauer genommen eines Decepticons lässt die Dimensionen erahnen, die dieser Film annimmt. Der sich verwandelnde, als Helikopter getarnte Roboter leitet den Handlungsstrang der Außerirdischen sehr gut ein und lässt in nur wenigen Momenten ein Actionspektakel vermuten. Darauf kommt man gleich auf den zweiten Inhaltsstrang, die Geschichte um Sam (Shia LaBeouf), der in wenigen Minuten vorgestellt wird. Diese beiden Elemente treffen beim Kauf seines ersten Autos zusammen, denn dabei handelt es sich um Bumblebee, ein Transformer. Diesen Aufbau, dieses Zusammentreffen beider Komponenten zu einem Ganzen find ich absolut gelungen und sehr gut getimt. Was einem von diesem Zeitpunkt an vorgesetzt wird sind über 2 Stunden geballte Action in Hochglanz-Optik, mehr dazu aber etwas später.
Auch wenn der Aufbau der beiden Handlungsstränge und das Zusammenschmelzen zu einem absolut gelungen ist und perfekt inszeniert wird, ist nicht zu vergessen, dass die Handlung selbst äußerst dünn ist. Die Decepticons suchen einen Würfel von unvorstellbarer Macht auf der Erde, den sie nur mit der Karte finden, die sich in die Brille von Sam's Großvater bei der Entdeckung eines Transformers einige Jahrzehnte zuvor impregniert hat. Und - auf das jugendliche Publikum abgestimmt - aufmerksam wurden sie auf die Brille über eBay, denn dort will sie Sam mit einigen anderen Dingen verkaufen um sich sein erstes Auto leisten zu können. Für einen Actionfilm absolut ausreichend erfüllt die Story absolut ihren Zweck, aber die Geschichte mit eBay nimmt den Film irgendwie etwas. Ich würde allerdings nicht sagen, dass der Ernst des Films dadurch verloren geht, denn der ist ohnehin nur sehr geringfügig vorhanden. Witz durchstreift den ganzen Film, was den Film aber definitiv auflockert. So sorgen nicht wenige Charaktere für diesen Comedy-Anteil des Films - an Sam (Shia LaBeouf), Glen (Anthony Anderson), Agent Simmons (John Torturro) und Sam's Eltern Ron und Judy (Kevin Dunn & Julie White) denke ich da insbesondere.
So, und nun nochmal zu den Special Effects, von denen der Film ganz klar lebt, denn wie in fast jedem anderen Film von Michael Bay steht die Action auch bei TRANSFORMERS ganz klar im Vordergrund. Vorhanden ist dafür alles was nötig ist: schöne Darsteller, schnelle Autos, tolle Kameraführung, unglaubliches CGI und - am aller wichtigsten - das großzügige Budget, das eine solche Umsetzung überhaupt erst möglich macht. Hauptaugenmerk wird dabei natürlich den Robotern geschenkt, die aus allen möglichen technischen Geräten bestehen können und denen wirklich unglaublich viel Liebe zum Detail geschenkt wurde. Im Mix mit Slow Motion-Einstellungen, gewissen Kamerschwenkern die Bay sich zum Markenzeichen gemacht hat, den aufwändigen Kulissen und dem passenden Soundtrack bleibt einem in diesen Szenen regelrecht der Atem stecken.
Ein Bay-typischer Film mit Witz, Action, bahnbrechenden Effekten und atemberaubenden Bildern. Bei TRANSFORMERS scheint es mir, als hätte man Michael Bay $150 Mio. in die Hand gedrückt und ihn gebeten, sich auszutoben. Vergleichbar mit einem Kind auf der Spielwiese, das mit seinen Autos und seinem restlichen Spielzeug mach könnte, was er wollte. Ein 140-minütiges Actionepos der Superlative, das zwar nicht vor Anspruch strotzt, aber wunderschöne Unterhaltung bietet - und das ist es ja, was Bay uns mit diesem Film erreichen will.
8,5/10 sprücheklopfende Metallhaufen
Dieser Film war Michael Bay fast wie auf den Leib geschrieben. Kein anderer Regisseur hätte es wohl geschafft, "Transformers" in dieser Art zu inszenieren. Bereits in der ersten Szene erkennt man an den stilistischen Veränderungen und auch an der immer sehr ähnlich klingenden Musik von Steve Jablonsky, dass es sich um einen Michael Bay Film handelt.
Spätestens bei der ersten Actionszene fällt dann die Kinnlade des Kinogängers (und mittlerweile auch DVD / Blu-ray Disc Käufers) weit nach unten. Die digitale Tricktechnik dieses Films ist einfach perfekt. Die computergenerierten Effekte und Roboter verschmelzen mit den realen Aufnahmen zu einem atemberaubenden Filmerlebnis.
Zudem finden sich bei "Transformers" neben Hollywood-Stars wie Jon Voigt und anderen bekannten Gesichter auch Newcomer in der Darstellerriege. Diese können aber nicht minder überzeugen, was vor allem auf die beiden Hauptdarsteller zutrifft. Diese mimen ihre Rollen hingebungsvoll und mit der richtigen Portion Selbstironie, sodass es "Transformers" neben genial inszenierter Action auch nicht an Humor mangelt.
"Transformers" ist allerdings kein Film bei dem man großartig nachdenken und die Story und deren Sci-Fi-Elemente hinterfragen sollte. Am besten macht man es sich einfach bequem und lässt sich von dem besten Real-Kinofilms des Jahres 2007 berieseln.
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18.08.2007 | mehr...
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Hier schon ein Überblick einiger Charaktere von Michael Bay's "Transformers", der am 04.07.2007 in die Österreichischen Kinos kommt.
http://movies.uip.de/transformers
Österreichische Kinostart: 04.07.2007
Jazz
Starscream
Frenzy
Blackout
Ironhide
Optim...
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