John Cusak ist wieder einer jener Schauspieler, denen man aufgrund ihrer früheren Rollen und Produktionen zwar schauspielerisches Talent aber keine hervorragenden Performances zutraut – und meistens kommt dann irgendein Film, in dem genau das unter Beweis gestellt wird und der Zuseher aus dem Staunen nicht mehr heraus kommt. Ein derartiges „Coming Out“ hatte beispielsweise John Travolta in „Mad City“ und nun auch John Cusak.
Denn ab dem Moment, als er in dem mysteriösen Zimmer 1408 eingesperrt wird steigt die Spannung rapide an und auch Cusak glänzt durchgehend und seine hervorragende Leistung. Jede Reaktion, jede Mimik, einfach alles wirkt hier perfekt und unterstützt das gelungene Drehbuch darin, den Zuseher in seinen Bann zu ziehen. Cusaks Gegenpart Samuel L. Jackson hält sich emotionsmäßig hier allerdings etwas zurück.
Das Drehbuch basiert auf einer Kurzgeschichte des Horror-Altmeisters Stephen King und schafft es im Gegensatz zu vielen anderen langatmigen King-Adaptionen, die Handlung zwar zu Beginn gemächlich aufzubauen, aber dennoch kein Fünkchen Langeweile aufkommen zu lassen. Der Spannungspegel steigt konstant leicht an dun zeigt dann eine rapide Tendenz nach oben, als sich die Tür des Zimmers mit der Nummer 1408 schließt.
Ich kann „Zimmer 1408“ jedem Fan von Stephen Kings Erzählungen oder schlichtweg von spannenden Mystery-Thrillern nur empfehlen, wobei ich bei diesem Streifen noch etwas weiter gehe und dies auf die deutsche 3 Disc Edition von Senator Films ausweite. Diese enthält nämlich sowohl die Kinofassung als auch den Director’s Cut, die vor allem aufgrund der alternativen Enden beide konsultiert werden sollten und dem Film jeweils einen komplett anderen aber dennoch immer genialen Schluss geben.
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ZIMMER 1408
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