• Informationen zum Film
  • Import/Export

  • Originaltitel:
    Import/Export
    Genre:
    Erwachsene, Drama
    Produktionsländer:
    Frankreich, Deutschland, Österreich
    Produktionsjahr:
    2007
    Studios:
    Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF), Ulrich Seidl Film Produktion GmbH, Pronto Film, Société Parisienne de Production
    Kinostart Österreich:
    09.11.2007
    Verleih Österreich:
    Filmladen
    Kinostart Deutschland:
    18.10.2007
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Ulrich Seidl
    Drehbuch:
    Veronika Franz
    Ulrich Seidl
    Darsteller:
    Georg Friedrich
     
    Dirk Stermann
     
    Brigitte Kren
     
    Maria Hofstätter
     
    Erich Finsches
     
    Petra Morzé
     
    Ekateryna Rak
     
    Lidiya Oleksandrivna Savka
     
    Natalya Baranova
     
    Natalja Epureanu
     
    Paul Hofmann
     
    Peter Linduska
     
    Thomas Nash
     
    Anastasia Sergeyeva
     
    Michael Thomas
     
    Christina York
     
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Olga, eine gelernte Krankenschwester, fristet ein unglückliches Dasein in ihrer Heimat der Ukraine. Sie will endlich beginnen das Leben zu genießen und beschließt kurzerhand nach Österreich auszuwandern. Gesagt, getan, prompt setzt sie ihr Vorhaben in die Tat um. Doch so einfach wie sie sich das vorgestellt hat ist es nicht. Ein fremdes Land in dem andere Sitten herrschen. Ihr guter Job in der Ukraine ist hier in Österreich wenig wert. Olga bleibt nichts anderes übrig als niedrigere Arbeiten zu verrichten. Schließlich endet sie als Putzfrau in einem Krankenhaus.



    Paul ist Österreicher und hat soeben seinen Job als Wachmann verloren. Das bedeutet ein Fiasko für seine finanzielle Lage. Nicht das er schon verschuldet wäre, macht er bei seinen Freunden Neue. Mit seinem Stiefvater strebt er einen weiteren Versuch an, aus den Schulden zu entkommen. Er tritt eine Reise in die Ukraine an um Spielautomaten aufzustellen.



    Import / Export; zwei Geschichten die scheinbar nichts gemeinsam haben. Die Export Geschichte führt von Österreich in die Ukraine. Die Import Geschichte geht von der Ukraine nach Österreich. Beide sind auf der Suche nach einem besseren Leben. Raus aus den alten Sorgen, rein in eine scheinbar bessere Welt. Beide besitzen den Glauben an sich und begeben sich auf eine Reise nach dem Sinn des Lebens.

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Story:
Olga, eine junge Krankenschwester aus der Ukraine versucht der Trostlosigkeit und Armut zu entfliehen, indem sie nach Österreich auswandert.
Paul, ein junger Österreicher, verliert seinen Job in einer Securityfirma und geht mit seinem Stiefvater in die Ukraine um dort ausrangierte Spielautomaten aufzustellen. Auch er erhofft sich in der Ukraine einen Neuanfang. Sowohl für Olga als auch für Paul gilt "vom Regen in die Traufe", oder besser: "vom bitteren Winter des einen Landes in den nicht besseren Winter des anderen Landes"
Fazit:
Nie zuvor hat mich ein Film so angewidert und deprimiert. Das liegt zunächst an den grandiosen Darstellern, denen man ihre Rollen einfach 100% abkauft.
Zu keiner Zeit hatte ich das Gefühl einen Film anzusehen, es war viel mehr als würde die Kamera sich einfach nur ein paar Winkel in der Ukraine und in Österreich suchen, die ich niemals sehen wollte und dort völlig unkommentiert drauf halten. Obwohl man in Import Export wenig Gewalt hat, keine wüsten Ghettoschießereien, keine Drogendeals oder andere Szenen, die die Schattenseiten des Lebens darstellen, ist das Gezeigte einfach nur unglaublich pessimistisch. Ob man nun Olga sieht, die sich vor der Webcam für irgendwelche Österreicher den Finger in den Arsch stecken soll, da sie vom Krankenschwesterngehalt alleine nicht leben kann, oder ob man später sieht wie sie in Österreich nahezu willkürlich behandelt wird, oder ob man umgekehrt die beiden österreichischen Unterschichtler sieht, wie sie versuchen in der Ukraine Fuß zu fassen und sich dort ebenfalls unglaublich überlegen vorkommen, Österreich kommt in diesem Film nicht gut weg. Und ich übertreibe wirklich nicht, wenn ich sage, dass ich richtig angewidert war, mich fast geschämt habe ebenfalls Österreicher zu sein. Depressiv, pessimistisch und grausam, weil alles so realistisch dargestellt wird.
Mir drängt sich ein (etwas ungerechtfertigter) Vergleich mit City of God auf.
Obwohl City of God in einem sehr viel härteren Milieu spielt, Mord, Waffen und Drogen eine Rolle spielen, so ist City of God dennoch positiver, man kann den Charakteren soetwas wie Lebensfreude zugestehen. Obgleich Import Export in einem friedlicheren Teil der Welt spielt, unterbindet der Film jegliches Positives und lässt nur noch grausame Willkür (beispielsweise auch der Altenpfleger), Machtverhältnisse und Bitterkeit. Dieser Film ist kein Genuss, vergeht nicht schnell und hinterlässt einen wirklich bitteren Nachgeschmack. Obwohl zugeben muss, dass er mich höchst nachdenklich gestimmt hat, ist es nicht das, was ich von einem Film normalerweise erwarte und mir erhoffe. Es ist Vorschlaghammer, auf dem groß "Das Leben ist Scheisse" steht und der weit ausgeholt ins Gesicht des Zuschauers donnert.
Grandios grausamer Film, nur will ich soetwas sehen? Die Antwort ist ganz klar nein. Zweifellos ein Meisterwerk der Filmgeschichte, weit über den österreichischen Film hinaus.
9/10

Anmerkungen? Gegendarstellungen? Aufbauende Worte für einen zutiefst verstörten Hasen? hier gehts zu meinem Diskussionsthread.

P.S.: Ich hab auch einige andere Kritiken gelesen, wo oft von ironischem, Humor und Hoffnung die Rede ist, schön für die Verfasser jener Kritiken für mich ist Import Export das depressivste, traurigste und pessimistischste Machwerk, dass ich je gesehen hab.

geschrieben am 26.07.2011 um 17:14

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