Inhalt: Eine Million Dollar verspricht der exzentrische Vergnügungsparkmogul Stephen Price den fünf Gästen der Geburtstagsparty seiner Frau, wenn sie die Nacht in dem House on Hounted Hill überleben. Das Gebäude war früher eine Irrenanstalt, in der ein mörderischer Arzt furchtbare Experimente durchgeführt hat, bis die Patienten rebellierten und das Haus von innen total abbrannte. Auch jetzt ist es im Gebäude noch mehr als gruselig, denn die weitreichenden Katakomben sind noch in ihrem Urzustand. Doch kaum hat der Abend begonnen, läuft einiges falsch. Das Haus riegelt sich von selbst ab. Price und seine Frau hassen sich wie die Pest und verdächtigen sich jeweils gegenseitig, den anderen beseitigen zu wollen. Phantome beginnen, die Gäste in die Irre zu führen. Die Gäste selbst sind nicht die, die Price und seine Frau unabhängig voneinander eingeladen haben. Und sie sind auch nicht die, die sie vorzugeben scheinen.
Schließlich muß der erste Gast dran glauben und während ein mörderisches Komplott vom Stapel läuft, beginnt das Böse aus dem Haus Gestalt anzunehmen. Bald ist die Hölle los und die Nacht noch lang...
Kritik: Ganz unterhaltsamer Mystery/Grusel-Thriller, der sogar mit 2 oder 3 guten Splatterszenen aufwarten kann.
Die Story ist nicht wirklich mit der des Originals von 1959 zu vergleichen, kann aber trotzdem recht gut unterhalten.
Ganz witzig ist die Figur des Hauptdarstellers (Geoffrey Rush), der nicht nur (im Film) Price heißt (Vincent Price spielte die Hauptrolle im Original), sondern auch äußerlich etwas auf Vincent Price getrimmt wurde.
Atmosphärisch ist Haunted Hill ganz gut gelungen, spielt der größte Teil der Handlung doch in einer Anstalt für Geisteskranke, die in den 30er Jahren durch grausame Experimente an den Insassen traurige Berühmtheit erlangte.
- Die Anstalt wurde geschlossen, nachdem die Insassen sich befreien konnten. Sie töteten Aufseher und Ärzte, bis die Anstalt in Flammen aufging und fast alle starben.
In einigen s/w Rückblenden wird die Geschichte der Anstalt näher erläutert, wobei es auch ein paar nette Szenen gibt.
Die Räumlichkeiten und das Interieur verpassen dem Film eine gruselige Atmosphäre, was durch die Rückblenden noch verstärkt wird.
Die Spannung ist durchgehend auf mittlerem bis gutem Niveau, steigt aber nur selten auf höchstes Niveau. Durch einen Subplot wird die Spannung allerdings doch etwas angehoben, was die Story durchaus belebt.
- Das Ehepaar Price versucht sich gegenseitig zu töten, wodurch es zu einigen Wendungen in der Handlung kommt. Desweiteren nimmt am Anfang niemand die Bedrohung wirklich ernst, da Price ein Exzentriker ist, der andere durch geschickte Tricks gerne in Todesangst versetzt.
Auch wenn der Film jetzt nicht hochspannend ist, so wird man doch von der Umgebung/Handlung gefesselt. Das Original war sicherlich unheimlicher und spannender, das Remake von William Malone muß sich aber keinesfalls verstecken. Es kann mit einer sehr gelungenen Mischung punkten, denn auch einige härtere Szenen sind zu bewundern. Eine Splattergranate ist Haunted Hill sicherlich nicht, als solches ist der Film ja auch nicht gedacht.
Mir persönlich hat der Film sehr gut gefallen, wenn auch das Ende nicht wirklich gut gelungen ist. Da hätte man sich was besseres einfallen lassen müssen!
Alles in allem finde ich Haunted Hill sehr kurzweilig und gut gelungen. Es wurde zwar einiges an Potential verschenkt, das Ergebnis ist aber auf jeden Fall sehenswert.
Bewertung: Für einen gemütlichen Grusel-Abend, mit ein paar blutigen Szenen definitiv geeignet! Für reine Gorehounds sicherlich zu wenig Action, die Mischung ist aber wirklich nicht schlecht!
7-7,5/10 Punkte
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