• Informationen zum Film
  • Evil Ed

  • Originaltitel:
    Evil Ed
    Genre:
    Komödie, Horror
    Produktionsland:
    Schweden
    Produktionsjahr:
    1995
    Studios:
    Smart Egg Pictures, Evil Ed Productions
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Anders Jacobsson
    Drehbuch:
    Göran Lundström
    Christer Ohlsson
    Anders Jacobsson
    Darsteller:
    Johan Rudebeck
     
    Per Löfberg
     
    Olof Rhodin
     
    Camela Leierth
     
    Gert Fylking
     
    Cecilia Ljung
     
    Pia Berg
     
    Marie Bergenholtz
     
    Andreas Beskow
     
    Monia Botngård
     
    Robert Dröse
     
    Anders Ek
     
    Hanna Elfvin
     
    Christer Fant
     
    Gun Fors
     
    Jenny Forslund
     
    Jeremy Frere-GilChrist
     
    Jim Friedman
     
    Memory Garp
     
    Sten Grettve
     
    Marian Gräns
     
    Karin Hallheden
     
    Sanna Hansson
     
    Johan Harnesk
     
    Fredrik Hauge
     
    Niklas Hättström
     
    Anders Jacobsson
     
    José Jiménez
     
    Fredrik Johansson
     
    Michael Kallaanvaara
     
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Nachdem der verwirrte Cutter blutrünstiger Horrorfilme einen Nervenzusammenbruch bekam, wird er durch Eward Svensson ersetzt. Der hat aber nur Schnitterfahrung mit Kunstfilmen. Jetzt muss er die schlimmsten Szenen aus einigen "Splatter"-Filmen herausschneiden, damit diese nicht indiziert werden. Edward ist ein sauberer, ordentlicher und normaler Mensch. Jede Nacht arrangiert er mit behandschuhten Händen seine Stifte in einer ordentlichen Reihe auf seinem Schneidetisch. Die Stifte sind die ersten Anzeichen dafür, dass etwas nicht in Ordnung ist. Eine eigenartige, furchteinflößende Verwandlung geschieht mit Edwards Persönlichkeit.
    Er bekommt plötzlich Wahnvorstellungen und "sieht" ... entstellte Gesichter. Verstümmelte Arme und grässliche Monster lauern im Kühlschrank! Bald werden die Filme, die ihn früher abschreckten, lebenswichtig für ihn. Er ist total süchtig danach! Und Edward verwandelt sich - in den bösen wahnsinnigen Ed ...

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"Evil Ed" ist ein weiterer Film der Kategorie, die mir beim ersten Mal ansehen nicht wirklich gefallen haben aber beim zweiten Mal dadurch umso besser. Das kann auch daran liegen, dass ich mich zu der Zeit, als ich noch Schnittberichte am laufenden Band erstellt habe, gelegentlich selbst wie Evil Ed gefühlt habe - nur mit der Ausnahme, dass Eds Obsession mit der filmischen Gewalt und dem damit verbundenen Wahnsinn wesentlich weiter gegangen sind...

"Evil Ed" ist ein ambitionierter schwedischer Horrorfilm, der gezielt die Zensurpraktiken in einigen europäischen Ländern - damit sicherlich besonders England und Deutschland - auf die Schaufel nimmt. Kombiniert mit dem Wissen, dass der Film ursprünglich nur in einer geschnittenen Fassung in Deutschland veröffentlicht wurde verstärkt dies die zynische und sarkastische Ironie des Films nur noch weiter.

Getragen wird der Film ohne Zweifel vom Hauptdarsteller. Er stellt den Wandel des Charakters hervorragend dar und verändert sich von einem braven Filmcutter bis hin zum Psychokiller. Sein Blick - oder ganz besonders seine Frisur - zeigen dabei immer an, in welchem Stadium des Wahnsinns er sich gerade befindet. Die Idee des Films ist großartig, durch die gut aufbereitete Geschichte mit einigen skurrilen und gewollt übertriebenen Nebencharakteren wird diese perfekt vermittelt. Auch die Filmausschnitte, die Ed und der Zuschauer im Laufe des Films zu Gesicht bekommen sind derart übertrieben, dass sich einige Splatterfreunde sicherlich wünschen, diese Filme würden tatsächlich existieren. Übertrieben ist das wichtigste Stichwort, um "Evil Ed" zu beschreiben. Wer mit dem übertriebenen Humor, den übertriebenen Charakteren und der übertriebenen Darstellung von so gut wie allem nicht zurecht kommt, wird mit diesem Film nicht glücklich. Wer sich allerdings auf eine der inspiriertesten und unterhaltsamsten Zensur-Parodien aller Zeiten einstellt, wird von "Evil Ed" in einem Ausmaß unterhalten, das andere Filme nur selten erreichen können. Gelegentlich geht der Film mit einigen Szenen wie dem Monster im Kühlschrank oder der Vampirin im Krankenhaus an die Grenzen des tatsächlich "Leistbaren", selbst für einen Film wie diesen. Allerdings überträgt sich der Wahnsinn des Hauptcharakters dadurch sehr gut auf den Zuschauer, wodurch dieser sich noch besser in den Kopf des wahnsinnigen Ed hineindenken kann.

Obwohl der Film klar als Satire auf die Zensurpraxis in Europa zur Entstehungszeit des Films zu sehen ist kann dessen Botschaft in mehrere Richtungen interpretiert werden. Immerhin füttert die Handlung des Normalos, der durch übermäßigen Horrorgenuss zum Psychokiller mutiert genau die Argumentation der Feinde, die hier eigentlich auf die Schaufel genommen werden sollen. Auf der Metaebene könnte man das mit "Censorship Kills" noch mal ab absurdum führen oder etwas plumper Eds Charakterwandlung einfach damit interpretieren, dass Zensur an sich Wahnsinn ist. Egal, welche dieser - oder anderer - Ideen man für sich übernimmt. "Evil Ed" ist im Gegensatz zu vielen anderen Genreproduktionen so gut konstruiert, dass man den Abspann nicht nur laufen lässt um das witzige Lied "Dry Bone" noch einmal hören zu können sondern auch, um über die eigentliche Aussage des Films nachzudenken. Das ist eine Stärke, die "Evil Ed" nahezu einzigartig macht.

Hervorragend durchdachte, zutiefst unterhaltsame Satire mit skurrilen Charakteren sowie grundsätzlich übertriebenen Darstellungen. Uneingeschränkt empfehlenswert für alle Horror- und Comedyfans sowie natürlich auch für alle Zensurgegner.

geschrieben am 25.07.2011 um 00:54

Inhalt: Nachdem der verwirrte Cutter blutrünstiger Horrorfilme einen Nervenzusammenbruch bekam, wird er durch Eward Svensson ersetzt. Der hat aber nur Schnitterfahrung mit Kunstfilmen. Jetzt muß er die schlimmsten Szenen aus einigen "Splatter"-Filmen herausschneiden, damit diese nicht indiziert werden. Edward ist ein sauberer, ordentlicher und normaler Mensch. Jede Nacht arrangiert er mit behandschuhten Händen seine Stifte in einer ordentlichen Reihe auf seinem Schneidetisch. Die Stifte sind die ersten Anzeichen dafür, daß etwas nicht in Ordnung ist. Eine eigenartige, furchteinflößende Verwandlung geschieht mit Edwards Persönlichkeit.
Er bekommt plötzlich Wahnvorstellungen und "sieht"... entstellte Gesichter. Verstümmelte Arme und gräßliche Monster lauern im Kühlschrank ! Bald werden die Filme, die ihn früher abschreckten, lebenswichtig für ihn. Er ist total süchtig danach! Und Edward verwandelt sich - in den bösen wahnsinnigen Ed....


Kritik: Um es gleich vorweg zu sagen, der Film hat bei mir überhaupt nicht gezündet.
Erwartet hatte ich eine harte, selbstironische und bitterböse Satire, die sich mit der Zensur im Horror-Genre auseinandersetzt.
Bekommen habe ich von allem etwas, aber eben nur etwas...
Einzig der Zensurwahn wird hier recht deutlich hervorgehoben, was man quasi "live" am Schneidetisch miterleben kann.

Von einer richtigen Komödie/Satire ist der Film meilenweit entfernt, da zündende Gags fast völlig fehlen.
Lediglich ein oder zwei Schmunzler gab es, mehr aber auch nicht.
- Das Monster im Kühlschrank entlockte mir ein lächeln.
- Der tödlich getroffene Anführer der Spezialeinheit, der im Fallen noch "Netter Schuß" sagt, war mir ebenfalls ein lächeln wert.

An Härte hat Evil Ed auch nicht viel zu liefern, es dauert nämlich schon mal gut 45 Minuten, bevor der Film in Fahrt kommt.
Richtiger Splatter wird wenig geboten, da Ed zu Beginn hauptsächlich seine Fäuste einsetzt.
Es wird zwar dann etwas blutiger, besonders innovative Kills gibt es aber leider nicht.


Bewertung: Der Film hat mich doch sehr enttäuscht, da ich eigentlich recht viel gutes gehört habe.
Der Film ist sowohl als Komödie/Satire als auch als Horror Film höchstens Mittelmaß!

5/10 Punkte

geschrieben am 16.07.2011 um 21:40

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